Kultur und GATS

Frequently Asked Questions und die Position der IG Kultur Österreich Was ist das GATS? Das GATS (General Agreement on Trade in Services) ist ein weltweites Abkommen zur Liberalisierung des Dienstleistungssektors. Es wurde bereits 1994 im Rahmen eines Abkommens der Welthandelsorganisation (WTO) beschlossen und ging mit der Ministerkonferenz von Doha (Herbst 2000) in die zweite Runde. GATS hat die Zurückdrängung des öffentlichen Bereichs sowie die Kommerzialisierung des

Wie politisch ist politische Kulturarbeit?Was

Was bedeutet der Begriff der politischen Kulturarbeit für verschiedene Menschen? Was in verschiedenen Phasen? Welche Konzepte gibt es und was wird mit ihnen verknüpft?

Zurück zu Degen und Pistole? Das Freie Mediencamp nimmt Kurs auf einen notwendigen Konflikt

Alf Altendorf, Fiona Steinert, Martin Wassermair "Wenn Menschen sich nicht aussprechen und strittige Probleme durch Argumentation und freie Rede lösen können, nehmen sie ihre Zuflucht zur primitiven Beweisführung per Degen und Pistole." Nach der Rückkehr von einer Reise durch europäische Städte brachte der englische Dramatiker Jerome K. Jerome seine Fassungslosigkeit über die Häufigkeit von zumeist tödlichen Duellen mit dieser Mutmaßung zu Papier. Seine Beobachtungen stammen aus

Diskussion: Identität versus Diversität

Identität und Diversität - Zwei Schlagworte aus der aktuellen kulturpolitischen Diskussion. Eine Podiumsdiskussion am 19. September im Depot in Wien beschäftigt sich mit der Begriffsklärung und Einordnung in Theorie und Praxis. Als Auswirkung der Globalisierung, die Barrieren scheinbar abbaut, zeichnen sich immer neue Grenzziehungen und die Schaffung neuer Definitionen des Verständnisses von gesellschaftlicher Inklusion ab. Während sich die Bewohner eines Nationalstaats nicht mehr alleine als Staatsbürger

Kultur und GATS: Demokratisierung abseits der Angstmacherei!

Einer noch immer viel zu wenig beachteten Frage ging am Montag, 11. August, eine Diskussionsrunde nach, zu der die IG Kultur Österreich ins freie Mediencamp ( Screenshot - Webseite ist nicht mehr online) am Wiener Karlsplatz geladen hatte: "Kultur und GATS - Wie soll es weitergehen?" Die Zeit drängt, denn bereits Anfang September beginnt in Cancun (Mexiko) die internationale Ministerkonferenz, die auch über die weitere Zukunft

Kunstbericht 2002: Umverteilung ohne Transparenz

IG Kultur Österreich warnt vor falschen Verlockungen "Schneller bedeutet nicht besser!" Der Kunstbericht 2002 wurde zwar in diesem Jahr früher als sonst von Kunststaatssekretär Franz Morak der Öffentlichkeit vorgestellt, die Qualität der Politik hat aber nach Auffassung der IG Kultur Österreich keine Verbesserung erfahren. "Es sticht geradezu ins Auge", erklärt Vorsitzender Bernhard Amann, "dass die Transparenz weiter abgebaut wurde." Der Kunststaatssekretär spricht zwar davon, zu Gunsten

Alles im Rahmen

Gerhard Ruiss Seit Jahren verbessern Kunst- und Kulturverantwortliche die Rahmenbedingungen für Kunst und Kultur. Demnach müßten sie sich eigentlich schon verbessert zeigen. Zum Beispiel, indem der für die Kunst- und Kulturvermittlung an Schulen eingerichtete Österreichische Kultur-Service keine gesponserten Jugendkochwettbewerbe als exemplarisch für seine Tätigkeit anführt, sondern Veranstaltungen mit Künstlern. Wo Rahmenbedingungen verbessert werden, kann auch die "Kreativwirtschaft" bzw. der Erfindungsreichtum der Wirtschaft, ständig neue Zugänge zu

IG Kultur Steiermark neu!

Am 30. Juni 2003 hat in Graz die Generalversammlung der IG Kultur Steiermark einen neuen Vorstand gewählt. Diesem gehören neben Michael Petrowitsch (Vorsitzender) auch Martin G. Wanko, Andrea Dörres, Anton Lederer, Günter Eisenhut und Anita Hofer an. Im Zuge der Generalvrsammlung haben die anwesenden 34 Kulturinitiativen folgendes Selbstverständnis und Maßnahmenpaket für ihre Landesvernetzung festgelegt: Die IG Kultur Steiermark ist ein Zusammenschluss steirischer Kulturinitiativen. ist ein Sprachrohr

Umverteilung oder Racheakt?

Kunststaatssekretär Franz Morak streicht Wien zunehmend Förderungen und verspricht eine Umverteilung zu Gunsten der Bundesländer. Damit ist die Förderpraxis der Bundesregierung erneut in Diskussion geraten. Auf den ersten Eindruck mag die Ankündigung ja sehr verlockend klingen. Doch: Was haben die regionalen Kulturinitiativen tatsächlich davon? Der angebliche Vorteil der Regionen kam in den Jahren 2000 bis 2002 vor allem dem Kärntner Landeshauptmann für ein Denkmal des anti-slowenischen

Freie Medien sind für moderne Stadtgesellschaften unverzichtbar!

Bernhard Amann: Mediencamp in Wien verdient volle Unterstützung "Dass die Wiener Medienprojekte wie Radio Orange und Public Netbase zu dieser Form der Selbsthilfe greifen mussten, ist für die IG Kultur Österreich nicht verwunderlich", erklärt deren Vorsitzender Bernhard Amann anlässlich der spontan-aktionistischen Errichtung eines Mediencamps am Karlsplatz vor genau einer Woche. Als Grund führt Amann das Versäumnis der Stadt Wien an, gegen die demokratiefeindliche Kultur- und Medienpolitik

"Weil mir Tiroler sein...!" Oder: Kulturelle Identität und Tiroler Politik

Kultur ist politisch In der faschistischen Kerkerhaft rückte Antonio Gramsci, einer der maßgeblichsten marxistischen Denker Italiens, von der Idee ab, Herrschaft würde ausschließlich durch ökonomische Verhältnisse bestimmt. Kultur, so stellte er in seinen Gefängnisheften fest, sei dasjenige Feld, in dem unterschiedliche soziale Kräfte um die Hegemonie ringen.

Mauerblümchen Moraks Kampf gegen den österreichischen Film

Daniela Koweindl und Claudia Slanar Hätten Sie 's gewusst? Die Diagonale ist... 1) ... das größte Festival des österreichischen Films. 2) ... das größte österreichische Filmfestival. 3)... das Österreichfestival für den größten Film. Sie waren sich nicht sicher? Das macht nichts, auch der Staatsekretär für Kunst Franz Morak hat ein Problem mit der Definition, und überhaupt wird sich ja in Zukunft einiges verändern, was dieses Festival