Die nächste Diagonale findet im Interesse aller Kunst- und Kulturschaffenden statt!

Erklärung der Kulturpolitischen Kommission Wien, 21. November 2003 Die Kulturpolitische Kommission unterstützt die Diagonale als selbstorganisiertes und unabhängiges Filmfestival der Filmschaffenden. Diese Diagonale ist eine exemplarische und notwendige Absage an die vorherrschende Kulturpolitik, die Interessen von KünstlerInnen ignoriert und eine Zerschlagung von gewachsenen Strukturen verfolgt. Es kann nur als unprofessionell und verantwortungslos bezeichnet werden, wenn ein Staatssekretär für Kunst - der sich überdies eine verstärkte Förderung

Enquete zum Urheberrecht

Am 16. Oktober 2003 fand im Parlament eine Enquete statt, die sich der seit 1. Juli in Kraft befindlichen Novelle zum Urheberrecht widmete. Bereits im Vorfeld der Beschlussfassung hatte es massive Kritik gegeben, dass die Interessenvertretungen bei diesen weitreichenden Entscheidungen für den Kunst- und Kulturbereich nicht eingebunden worden waren. Und auch bei der Enquete erhielten VertreterInnen der Kulturdachverbände lediglich je 3 Minuten (!) Redezeit. Im folgenden

Urheberrechtsenquete 16. Oktober 2003 - Beitrag IG Freie Theaterarbeit

Juliane Alton Das europäische Urheberrecht ist ein Kind der Aufklärung. Deshalb handelt es zunächst von Gleichstellung: der Gleichstellung der Schöpfer und Schöpferinnen künstlerischer Erzeugnisse mit den Besitzern von materiellen Gütern. Das Urheberrecht gibt den Künstler/innen das Verfügungsrecht über ihre Werke und geht davon aus, dass z.B. Verleger und Dichterin auf gleicher Augenhöhe miteinander verhandeln und freien Willens Verträge zum Nutzen beider miteinander abschließen.Weil sich das Urheberrecht

Urheberrechtsenquete 16. Oktober 2003 - Beitrag konsortium.Netz.kultur

Konrad Becker Diese Urheberrechtsnovelle wird von den VertreterInnen der Netzkultur abgelehnt. Die darin enthaltenen Lizenzbestimmungen für den Softwarekauf und die Softwaremiete sind im Interesse großer Softwarekonzerne, aber nicht im Sinne der BenutzerInnen oder von Klein- und Mittelbetrieben in der heimischen Softwarebranche. Die Einschränkung der freien Werksnutzung in digitalen Medien ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die für eine offene und demokratische Informationsgesellschaft eintreten, und der

Urheberrechtsenquete 16. Oktober 2003 - Beitrag IG Kultur Österreich

Gabriele Gerbasits Der Einladung entnehme ich, dass die männlichen Personenbezeichnungen großzügigerweise auch für mich gelten. Ich wähle daher für mein Statement die weiblichen Bezeichnungen um die Dinge ein wenig dorthin zu rücken, wo sie wohl hingehören. Aus Sicht der IG Kultur Österreich, eines bundesweiten Netzwerks von über 350 Kulturinitiativen und Kulturstätten, ist diese parlamentarische Enquete signifikant für die Lage der gegenwärtigen Kunst- und Kulturpolitik. Schon vor

Asylpolitik duldet keine Gefälligkeiten und Kompromisse!

Unterstützung für Marcus Omofuma Gedenkstein Am Freitag, 10. Oktober 2003, wurde von der Bildhauerin Ulrike Truger in unmittelbarer Nähe zur Wiener Staatsoper eine drei Meter hohe Skulptur errichtet, die als "Marcus Omofuma Gedenkstein" gegen die tödliche Praxis der österreichischen Asylpolitik ein öffentliches Zeichen setzen will. Die IG Kultur Österreich unterstützt diese Aktion und sieht darin ein beispielhaftes Vorgehen, wie Kunst und Kultur dem alltäglichen Rassismus entgegen

Kultur und GATS

Frequently Asked Questions und die Position der IG Kultur Österreich Was ist das GATS? Das GATS (General Agreement on Trade in Services) ist ein weltweites Abkommen zur Liberalisierung des Dienstleistungssektors. Es wurde bereits 1994 im Rahmen eines Abkommens der Welthandelsorganisation (WTO) beschlossen und ging mit der Ministerkonferenz von Doha (Herbst 2000) in die zweite Runde. GATS hat die Zurückdrängung des öffentlichen Bereichs sowie die Kommerzialisierung des

Wie politisch ist politische Kulturarbeit?Was

Was bedeutet der Begriff der politischen Kulturarbeit für verschiedene Menschen? Was in verschiedenen Phasen? Welche Konzepte gibt es und was wird mit ihnen verknüpft?

Zurück zu Degen und Pistole? Das Freie Mediencamp nimmt Kurs auf einen notwendigen Konflikt

Alf Altendorf, Fiona Steinert, Martin Wassermair "Wenn Menschen sich nicht aussprechen und strittige Probleme durch Argumentation und freie Rede lösen können, nehmen sie ihre Zuflucht zur primitiven Beweisführung per Degen und Pistole." Nach der Rückkehr von einer Reise durch europäische Städte brachte der englische Dramatiker Jerome K. Jerome seine Fassungslosigkeit über die Häufigkeit von zumeist tödlichen Duellen mit dieser Mutmaßung zu Papier. Seine Beobachtungen stammen aus

Diskussion: Identität versus Diversität

Identität und Diversität - Zwei Schlagworte aus der aktuellen kulturpolitischen Diskussion. Eine Podiumsdiskussion am 19. September im Depot in Wien beschäftigt sich mit der Begriffsklärung und Einordnung in Theorie und Praxis. Als Auswirkung der Globalisierung, die Barrieren scheinbar abbaut, zeichnen sich immer neue Grenzziehungen und die Schaffung neuer Definitionen des Verständnisses von gesellschaftlicher Inklusion ab. Während sich die Bewohner eines Nationalstaats nicht mehr alleine als Staatsbürger

Kultur und GATS: Demokratisierung abseits der Angstmacherei!

Einer noch immer viel zu wenig beachteten Frage ging am Montag, 11. August, eine Diskussionsrunde nach, zu der die IG Kultur Österreich ins freie Mediencamp ( Screenshot - Webseite ist nicht mehr online) am Wiener Karlsplatz geladen hatte: "Kultur und GATS - Wie soll es weitergehen?" Die Zeit drängt, denn bereits Anfang September beginnt in Cancun (Mexiko) die internationale Ministerkonferenz, die auch über die weitere Zukunft

Kunstbericht 2002: Umverteilung ohne Transparenz

IG Kultur Österreich warnt vor falschen Verlockungen "Schneller bedeutet nicht besser!" Der Kunstbericht 2002 wurde zwar in diesem Jahr früher als sonst von Kunststaatssekretär Franz Morak der Öffentlichkeit vorgestellt, die Qualität der Politik hat aber nach Auffassung der IG Kultur Österreich keine Verbesserung erfahren. "Es sticht geradezu ins Auge", erklärt Vorsitzender Bernhard Amann, "dass die Transparenz weiter abgebaut wurde." Der Kunststaatssekretär spricht zwar davon, zu Gunsten