Positionspapier zum Entwurf des EU-Programms "Kultur 2007"

Stellungnahme der IG Kultur Österreich zum Vorschlag für einen Beschluss des Europäischen Parlaments und des Rates über das Programm "Kultur 2007" (2007-2013) Das Kulturprogramm ist das Hauptinstrument zur Umsetzung der EU-Kulturpolitik, auf der Rechtsgrundlage des Artikels 151 des Vertrages zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft. In seiner derzeitigen Fassung ist das Programm wohl kaum in der Lage, die umfangreichen Intentionen des Artikels 151 zu erfüllen. Mit dem

Kürzung der Salzburger Kulturförderung ist ein schwerer Fehler!

Bürgermeister Schaden braucht kritische Kulturinitiativen im Kampf gegen die Aushungerungspolitik der Bundesregierung "Der Kahlschlag des Salzburger Bürgermeisters im Kulturbereich ist ein schwerer Vertrauensbruch und zeugt von großer Kurzsichtigkeit. Er schadet damit genau jenen Initiativen und Projekten, die er in seinem Kampf gegen die Aushungerungspolitik der Bundesregierung noch dringend benötigt!" Fassungslos zeigt sich auch die IG Kultur Österreich angesichts der Entscheidung in Salzburg, die städtische Förderung für

Mehr für Kulturinitiativen, mehr an Unsicherheit?

Bundesregierung muss für notwendige Investitionen des Dornbirner SPIELBODEN Beitrag leisten! "Wenn Kunststaatssekretär Franz Morak davon spricht, mehr für die regionalen Kulturinitativen zu tun, so ist klar, was er damit eigentlich meint: Mehr Unsicherheit und mehr Geringschätzung!" Sehr verärgert reagiert die IG Kultur Österreich gemeinsam mit der IG Kultur Vorarlberg auf die Nachricht, dass dem Kulturzentrum SPIELBODEN in Dornbirn dringend benötigte Investitionsmittel völlig unerwartet verweigert werden. Zur

Karl-Seligsprechung: ORF muss TV-Übertragung absetzen!

Informations- und Bildungsauftrag des öffentlichen Rundfunks hat sich an den Prinzipien der Republik zu orientieren "Es ist schon eine Schande, dass Repräsentanten der Republik Österreich an der Seligsprechung eines Vertreters jenes Kaiserhauses teilnehmen, das Europa Anfang des 20. Jahrhunderts in Schutt und Asche gelegt hat. Noch erschreckender ist allerdings die Tatsache, dass der ORF derartige Feierlichkeiten zum öffentlich-rechtlichen Interesse erhebt!" Die IG Kultur Österreich, bundesweiter Dachverband

Kein Verhandlungsmandat für die EU-Kommission zur UNESCO-Konvention!

Kunst darf nicht zu einer Ware oder Dienstleistung degradiert werden! Trotz intensiver Vorarbeiten auf nationaler Ebene will die EU-Kommission das Verhandlungsmandat für die UNESCO-Konvention zum Schutz kultureller Inhalte und künstlerischer Ausdrucksformen an sich reißen. Sie beruft sich dabei auf Teilzuständigkeiten, besonders in Handelsfragen. Der Kulturrat Österreich protestiert in aller Schärfe dagegen, dass das Prinzip der Subsidiarität von Kunst und Kultur weiter ausgehöhlt wird. Kulturpolitik wird so

Mehr Demokratie in die Bedeutungsproduktion!

Stellungnahme der IG Kultur Österreich zum Community-TV in Wien Von Martin Wassermair Der Beitrag ist zuerst erschienen in: Glocalist Review, Nr.41, 2004. Als Netzwerk und Interessenvertretung der kulturellen Szene abseits der Mainstream- und Repräsentationskultur hat sich die IG Kultur Österreich in den vergangenen Jahren vermehrt zur Medienpolitik zu Wort gemeldet. Die Gründe dafür sind naheliegend: Unter den Mitgliedern des bundesweiten Dachverbandes finden sich immer öfter auch

Protest gegen das Ende des Jugendkulturvereins ECHO

Migrantische Selfempowerment-Projekte müssen auch in Wien strukturelle Eigenständigkeit bewahren können "Es ist unfassbar: In Wien werden Millionen für kulturelle Repräsentationszwecke ausgegeben, während zeitgleich wichtigen Selfempowerment-Projekten für junge Migrantinnen und Migranten das Geld zur Gänze gestrichen wird!" Mit größtem Unverständnis reagiert die IG Kultur Österreich auf die Nachricht, dass der Jugendkulturverein ECHO ab sofort keine städtische Förderung mehr erhalten soll. "Es ist ungeheuerlich, dass dringend notwendige Plattformen

Politische Kulturarbeit: Entstehungsmotivationen und künftige Perspektiven

Politische Kulturarbeit ist ein Begriff aus den 1970er Jahren. Wenn wir uns hier die Frage stellen, welche Relevanz dieses Konzept zu Beginn des zweiten Jahrtausends haben kann, so erscheint es in einem ersten Schritt sinnvoll, die Konnotationen zu bedenken, die der Terminus zur Zeit seiner Entstehung hatte. Was lässt sich nun aus den Entstehungsbedingungen und –motivationen politischer Kulturarbeit für künftige Perspektiven schließen?

Der Blick in den Spiegel des Februar '34

Kulturpolitische Schlussfolgerungen für die politische Kultur von heute Bernhard Amann und Martin Wassermair Der folgende Text bildet das Vorwort des im Sommer 2004 erschienenen Buchs: "Wir werden ganze Arbeit leisten ..." - Der austrofaschistische Staatsstreich 1934. Neue kritische Texte, hrsg. von Stephan Neuhäuser (2004) Am 12. Februar 2004 rangen zwei beachtenswerte Gedenkanlässe um öffentliche Aufmerksamkeit. Während das offizielle Österreich des so genannten "Bürgerkriegs" vor siebzig Jahren

Frauen in Kunst und Kultur: Österreichweite Vernetzung

Am 19. Juni 2004 fand in Linz erstmals ein bundesweites Vernetzungstreffen kulturschaffender Frauen aus ganz Österreich statt. Neben inhaltlichem Austausch und Kennenlernen stand die Entwicklung gemeinsamer Forderungen im Mittelpunkt des Treffens. Organisationen werden dazu aufgerufen, diese Forderungen zu unterstützen . Gemeinsame Forderungen kulturschaffender Frauen in Österreich In der österreichischen Kunst- und Kulturszene können Frauen noch immer nicht den Platz einnehmen, der ihnen gebührt. Die Arbeit von

Kultur und GATS: Liberalisierung hat neuen Aufwind

IG Kultur Österreich fordert mehr Engagement der Bundesregierung gegenüber der neuen EU-Kommission "Mit dem WTO-Gipfel von Genf wird auch GATS neu angekurbelt. Es ist also höchste Zeit, dass die österreichische Bundesregierung schon jetzt von der neuen EU-Kommission eine Garantie zur Sicherung der Grundlagen von Kunst, Kultur und Medien fordert." Besorgt reagiert die IG Kultur Österreich auf die aktuelle Entwicklung bei der Liberalisierung von Dienstleistungen, die nach

Jour Fixe mit Waltraud Klasnic

Kulturförderung und Rahmenbedingungen für die freie Szene im Land Steiermark. Jour Fixe mit Waltraud Klasnic, Kulturreferentin und Landeshauptmann der Steiermark