Die Geschichte der IG Kultur von 2000 - 2005

Als im Oktober 1999 die FPÖ als zweitstärkste Partei mit einem Stimmenanteil von über 27 Prozent aus den Wahlen zum österreichischen Nationalrat hervorging und im Februar 2000 schließlich von der ÖVP als Koalitionspartnerin in die Regierung geholt wurde, zog dies auch einen neuerlichen Politisierungsschub innerhalb des kulturellen Feldes sowie eine grundsätzliche Neupositionierung der IG Kultur Österreich im Verhältnis zum "gewendeten Staat" nach sich.

Kritik an Wirtschaftsförderung aus Kunstbudgets

Kulturpolitische Ungereimtheiten beim neuen Musikfonds "Obwohl die österreichische Musiklandschaft dringend neuer politischer Impulse bedarf, bleibt die Bundesregierung bislang die Erklärung schuldig, warum Finanzmittel der Kunstförderung in einem derart großen Umfang für eine Maßnahme der Wirtschaftsförderung aufgewendet werden!" Mit Unverständnis reagiert die IG Kultur Österreich auf die finanziellen Grundlagen des neu eingerichteten Musikfonds, der mit insgesamt 600.000 Euro die heimische Musikproduktion ankurbeln soll. "Wir können nur staunen",

Jour Fixe mit Veronica Kaup-Hasler

Jour Fixe am 15. Juni 2005, Forum Stadtpark, Graz. Jour Fixe mit Veronica Kaup-Hasler, designierte Intendantin des steirischen herbsts ab 2006, 15. Juni 2005, 17:00 Uhr, Forum Stadtpark, 8010 Graz

Privatisiert und eingestampft!

Martin Wassermair "Die Geschichte gehört vor allem dem Tätigen und Mächtigen," schrieb schon Friedrich Nietzsche den nachfolgenden Generationen in die Lehrbücher, "dem, der einen großen Kampf kämpft, der Vorbilder, Lehrer, Tröster braucht und sie unter seinen Genossen und in der Gegenwart nicht zu finden vermag." Wer als Leitfigur historische Dimension verdient, ist in Österreich selten Gegenstand kritischer Debatten. Noch weniger diskutiert wird die Frage, ob die

Kunstbericht 2004: Jahresförderung für Kulturinitiativen seit 2002 um 57% gekürzt

"Wir können die Kulturinitiativen leider nicht vertrösten, bis Kunststaatssekretär Franz Morak zu seinem angestammten Beruf zurück kehrt. Das Stück, das in Österreichs Kulturpolitik tagtäglich aufgeführt wird, erinnert bereits jetzt an ein tragisches Schauspiel!" Die IG Kultur Österreich nimmt die aktuelle Debatte zum Kunstbericht 2004 zum Anlass, um mit nochmaligem Nachdruck darauf hinzuweisen, dass sich gerade für regionale Initiativen und Kulturzentren ein fataler Trend fortsetzt. "Der Kunststaatssekretär

Jour Fixe mit Peter Pakesch

Jour Fixe am 10. Mai 2005, KiG! - Kultur in Graz. Neue Entwicklungen im und ums Joanneum. Jour Fixe mit Peter Pakesch, Intendant des Museums Joanneum, 10. Mai 2005, 18:00 Uhr, KiG! - Kultur in Graz, Feuerbachgasse 25, 8020 Graz

Österreich 2005: Kulturpolitische Kontinuitäten der Nachkriegszeit

"Nach den Schrecken des NS-Regimes forderten 1945 viele auch in Österreich eine tiefgreifende Erneuerung in Kultur und Gesellschaft. Doch eine solche Erneuerung war von den politischen Eliten nicht gewollt!" Zu diesem Ergebnis kam am Donnerstag, 5. Mai 2005, eine Diskussionsveranstaltung unter dem Titel "Österreich 2005: Kulturkampf ohne Ende?", zu der die IG Kultur Österreich und die KUPF OÖ in das Zeitgeschichte Museum Ebensee geladen hatten. Anhand

Studie zum Vergleich der Kulturbudgets der Bundesländer

Ein Projekt der Ländervertretung der IG Kultur Österreich; inhaltlich koordiniert und durchgeführt von Raimund Minichbauer Ziel des Rechercheprojekts war die Erarbeitung von statistischen Daten zu den Landeskulturbudgets der österreichischen Bundesländer. Ermöglicht werden soll ein Vergleich der Situationen in den einzelnen Ländern - statisch wie auch in der zeitlichen Entwicklung. Inhaltlicher Fokus ist der Bereich der 'Freien Kulturförderung' und dessen Anteil an den Gesamtkulturbudgets. Ausgangspunkt ist das

display your dissent: Ergebnis der öffentlichen Jury-Sitzung

Am Samstag, 30. April 2005, wurde im minus2005 Kurzfilm-Wettbewerb ein Siegerprojekt gekürt. In einer öffentlichen Sitzung trafen die Jurymitglieder Ruth Beckermann (freie Autorin, Filmschaffende), Barbara Eppensteiner (Programmintendantin Community TV Wien), Araba Evelyn Johnston-Arthur (PAMOJA, Diagonale 05) und Christoph Weihrich (Sixpack Film) nach mehr als 5 Stunden eine knappe Mehrheitsentscheidung. Unter den 36 eingereichten Filmen wurde ausgewählt: Karfreitag 2005 Der Filmwettbewerb wurde von der IG Kultur Österreich

Euro MayDay 2005: Wir sind das Prekariat!

Um Prekarität aus dem Randwinkel ins Zentrum politischer und öffentlicher Wahrnehmung zu rücken, findet nach Barcelona und Mailand am 1. Mai 2005 erstmals auch in Wien eine lautstarke Euro-MayDay-Parade statt. Die IG Kultur Österreich ruft dazu auf, zahlreich daran teilzunehmen. Seit einigen Jahren wird in verschiedenen europäischen Städten der traditionelle ArbeiterInnenkampftag 1. Mai mit neuen Formen und Inhalten gefüllt. Euro-MayDay nennt sich eine europaweite Kampagne ,

Gegen den Verlust öffentlicher Freiräume!

"Kritische Kultur- und Medienprojekte, die von einer neoliberal-konservativen Politik der Enteignung schwer betroffen sind, müssen sich gegen ihre Verdrängung zur Wehr setzen!" Die IG Kultur Österreich unterstützt aus diesem Grunde die heute beginnenden RäumungSchlussTage in Wien, die mit einem vielfältigen Kultur- und Diskussionsprogramm auf den permanenten Verlust öffentlicher Freiräume aufmerksam zu machen versuchen. "Ob in der Copyright-Entwicklung, bei der Einengung des Zugangs zu Wissen und Bildung,

Im Vorhof der Macht. Eine kritische Betrachtung der "Kontaktgruppe der europäischen Zivilgesellschaft"

Markus Griesser Am 17. Februar 2005 lud die Civil Society Contact Group (CSCG) zum Abschluss ihrer "Act4Europe"- Kampagne (Basis-)AktivistInnen aus den 25 Mitgliedstaaten der Europäischen Union unter dem Titel "NGO Space for Debate: ratifying the Constitution and implementing participatory democracy" zu einer Konferenz nach Brüssel. Auch die IG Kultur Österreich entsandte einen Vertreter und plädiert für eine nachhaltige Restrukturierung des Debattenraums. Was ist die "Civil Society