Theorie

Die Kunst des Protests

2011 wird als das Jahr der politischen Unruhen in die Geschichte eingehen, als Jahr des internationalen Aufbegehrens, unterstützt durch die Möglichkeiten der Social Media. Weltweit gingen Menschen auf die Straßen, forderten Gerechtigkeit und Menschenrechte, protestierten gegen die Globalisierung.

Produktionskörper

In einigen jüngeren Texten zu den Bedingungen und Erscheinungsformen des kognitiven Kapitalismus sind immer wieder kritische Töne in Bezug auf die eigene Theoriebildung wahrnehmbar. Diese gelten nicht der analytischen Figur des kognitiven Kapitalismus an sich und stellen auch nicht grundsätzlich jene – abhängig vom jeweiligen theoretisch-politischen Hintergrund – durchaus divergenten Positionen infrage, die das Wissen, die Immaterialisierung von Arbeit und deren affektive und kreative Qualitäten zu den bestimmenden Paradigmen heutiger Produktivität erklären.

Der Kulturinfarkt

Im skandalträchtigen Kapitel „Der unumgängliche Rückbau der Infrastruktur“ kritisieren sie den Stillstand kulturpolitischen Handelns durch den – richtigen – Umstand, dass der Großteil der Gelder durch die Institutionen gebunden ist.

Urheberrecht muss vermittelt werden

Urheberrecht ist eine hoch komplexe und abstrakte Angelegenheit. Schon der Werkbegriff des Immaterialgüterrechts ist angewandte Metaphysik: Ein Werk ist nicht fassbar, es ist reiner Geist. In seinen Manifestationen wird das Werk zur Aufführung, Vervielfältigung oder Zurverfügungstellung.

Vielfältige Rechtsauslegungen

Viele Kulturschaffende und Kulturinteressierte sind sich darin einig, dass die Maßnahmen des souveränen Staates Österreich nicht angemessen sind, da sie zu einer ständig prekären ökonomischen Situation von Kulturschaffenden führen. Und einige von ihnen meinen nun, dass sie den Königsweg zur nachhaltigen Verbesserung dieser Situation gefunden haben, nämlich die konsequente Durchsetzung des Urheberrechts.

„Zigeuner“ vs. „Bauer“. Die sozialen Dimensionen des modernen Antiziganismus

Unter dem Begriff des Antiziganismus wird ein soziales Phänomen zusammengefasst, das sich in vielerlei gesellschaftliche Dimensionen erstreckt. Diskriminierende und gewaltvolle Praxen in Geschichte und Gegenwart werden ebenso damit bezeichnet wie Stereotype und Bilder.

Der Nussschnaps kann warten

Und plötzlich ist es uns wie Schuppen von den Augen gefallen: Eigentlich sind wir alle wirtschaftspolitische Analphabeten. Kennen uns in dieser wichtigen Materie aber sowas von Null aus.

§278 Gemeint sind wir alle!

Christof Mackinger, Birgit Pack (Hg.): §278 Gemeint sind wir alle! Der Prozess gegen die Tierbefreiungs-Bewegung und seine Hintergründe Wien: Mandelbaum 2011

Nach dem Ende der Politik

Konrad Becker / Martin Wassermair (Hg.): Nach dem Ende der Politik. Texte zur Zukunft der Kulturpolitik III. Wien: Löcker Verlag 2011

Hegemonial Revenge

Die Kunstgeschichte kann sich eine nationale Begrenztheit im Zeitalter der Globalisierung nicht mehr leisten. Zudem hat sich durch die Postcolonial und Subalternal Studies herumgesprochen, dass es auch andere Akteure als westliche gibt. Und über die Globalisierung ist abermals klar geworden, dass der Begriff der Kunst nicht von einer europäisch-amerikanischen Kultur monopolisierbar ist, wie es das Zeitalter des Kalten Krieges vielleicht noch einmal glauben machte.

ChewiNations

Während der Theaterterminus „Chewing the Scenery“ die Aufmerksamkeit ursprünglich auf das Bühnengeschehen lenkt, verschieben die beiden künstlerischen Arbeiten der Ausstellung wie auch viele der Publikationsbeiträge den Fokus auf das Publikum.

Konfigurationen des Antifaschismus

Charakteristisch für Politik und Kultur der DDR war die nicht nur sprachliche Ersetzung von Nationalsozialismus durch Faschismus. Einher ging damit zugleich der fast völlige Ausschluss der Shoah aus dem literarischen Gedenken sowie ein generelles Unverständnis gegenüber dem spezifischen Antisemitismus der NS-Zeit und der jüdischen Holocaust-Erfahrungen.