Theorie

Immerwährendes Anfängerglück

Im Bewusstsein und mithilfe theoretischer Durchdringung der paradoxen Lage von Selbstorganisation und Selbstprekarisierung von Institutionen und AkteurInnen entstanden in den 2000er-Jahren auch Versuche der mehr oder weniger radikalen Transformation von Kunstinstitutionen.

Neonazi-Subkultur – Menschenverachtung neu gestylt

Wie rechtsextreme Symbolik ins wanken bringen? Das Projekt Storch Heinar nutzte Humor, um das braune Modelabel Thor Steinar anzugreifen. Durch humorvolle Umformung dessen Symbolik gelang es, einiges an medialem Aufsehen zu erzeugen. Die Firma aus dem rechtsextremen Eck versuchte – erfolglos – vor Gericht gegen die Polit-Satire vor zu gehen.

Mehrsprachig aber monolingual?

„Die Besetzung der hegemonialen Sprache: zum Beispiel Deutsch. Ecke um Eckchen anbeißen, langwierige langatmige lustvolle Arbeit an der Sprache der Anderen. Anthropophagisches Lernen der dominanten Sprache. Das Verzehren der dominanten Sprache als Antwort auf die Aufforderung, diese zu erlernen. Die Sprache nicht als Heimat betrachtet. Sondern heimatlos in der deutschen Sprache zu leben."

Stimmen, Demokratie und Ethos

Heterolingualität als alternative Vorstellung des „Selbst“: Stimmen, Demokratie und Ethos.

Noch eine europäische Krise?!

Der Moment der Adressierung enthält eine gleichermaßen ontologische wie semantische Unbestimmtheit, und doch berufen wir uns fortwährend auf den Begriff der kommunikativen Übertragung, um diese Unbestimmtheit dem Blick zu entziehen. Was üblicherweise als „Brücke“ zwischen Gemeinschaften und Sprachen gedacht wird, ist tatsächlich die einführende Geste, die die Abgrenzung von Sprachgemeinschaften und Nationalsprachen erlaubt und legitimiert.

Frauen-Fragen

Birge Krondorfer, Hilde Grammel (Hg.innen): Frauen-Fragen. 100 Jahre Bewegung, Reflexion, Vision. Wien: Promedia 2012

Inventionen 2

Isabell Lorey, Roberto Nigro, Gerald Raunig (Hg.): Inventionen 2. Exodus. Reale Demokratie. Immanenz. Territorium. Maßlose Differenz. Biopolitik. Zürich: Diaphanes 2012

Que[e]r zum Staat

Helga Haberler, Katharina Hajek, Gundula Ludwig, Sara Paloni (Hg.): Que[e]r zum Staat. Heteronormativitätskritische Perspektiven auf Staat, Macht und Gesellschaft. Berlin: Querverlag 2012

Schrey Kunst, Schrey

Irrungen und Wirrungen in den quasi-apriorischen Grundlagen der Initiative „Kunst hat Recht“.

Causa Assange: Der Popstar und die „Rape Culture“

Im Sommer 2010 nahmen die schwedischen Behörden Ermittlungen gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange auf – wegen des Verdachts auf „Vergewaltigung in einem minder schweren Fall“, sexuelle Belästigung und Nötigung. Gegen den 41-jährigen Australier liegt noch keine Anklage vor – kann auch nicht, da er sich bislang der Befragung durch die schwedische Justiz entzogen hat.

Kulturpolitik statt Kulturdiplomatie

Das Austrian Cultural Forum New York feiert dieses Jahr den zehnjährigen Geburtstag des Neubaus von Raimund Abraham – und kann zu diesem Anlass auch mit diversen Erfolgsmeldungen in Form von Besuchszahlen, Presseecho etc. aufwarten. Aber was passiert dort eigentlich – und vor allem, warum? New York leidet ja nicht gerade Mangel an Ausstellungsorten für Avanciertes.

Der Mensch wird durch die Kultur befähigt ...

Greift man die Vorgabe des Tiroler Kulturförderungsgesetzes 2010 auf, dass „die kulturelle Grundversorgung in allen Regionen des Landes“ sichergestellt werden soll, ist immer noch offen, was als Grundversorgung zu betrachten ist und ab wann von mangelhafter Versorgung gesprochen werden müsste.