Theorie

Was wäre wenn… nicht nur träumen von einer Gegenöffentlichkeit.

Der Relaunch des vor knapp zwei Jahren von der Moser Holding eingestellten Boulevardblattes rief auf den Straßen Innsbrucks die unterschiedlichsten Reaktionen hervor: von hocherfreutem Wiedererkennen über wohlwollendes Interesse bis hin zu offener Ablehnung – die Neue polarisierte nach wie vor. Dass sich nunmehr allerdings abweichende, dissidente und träumerische Vorstellungen eines anderen Tirols in das Kleinformat eingeschlichen hatten, fiel oft erst auf den zweiten Blick auf.

Über den Wirklichkeitsanspruch der Fotografie

Die Beziehung zwischen Kunst und Wirklichkeit steht im Zentrum der künstlerischen Arbeiten von Anna Artaker. Neben ihrer Teilnahme an der Gruppenausstellung Das Potosí-Prinzip, die zur Zeit im Haus der Kulturen der Welt in Berlin zu sehen ist, gastierte sie zuletzt im Frühjahr 2010 mit einer Einzelausstellung in der Wiener Secession, bei der Fotos der Totenmasken des sowjetischen Staatsbildhauers Sergej Merkurov zu sehen waren.

Vorwärts in die Vergangenheit

Was konstituiert das heutige EUropa? Ist die EU tatsächlich primär ein Staatenverbund zum Zweck der Durchsetzung eines neoliberalen Binnenmarkts? Oder spielt das politische Zusammenwachsen des vormals in Ost und West geteilten Europas als eine „Werte- und Kulturgemeinschaft“ unter dem Mantel der „Reintegration zwecks Wohlstand und Stabilität“ darin eine wichtige, möglicherweise entscheidende Rolle im Prozess der Durchsetzung marktwirtschaftlicher Interessen des Westens im Osten?

Migrationsräume auspegeln

"Living Across. Spaces of Migration" kuratiert von Christian Kravagna - "Grenzpegel. Kreativität und Kontroversen migrantischer Musikszenen" kuratiert von Ruby Sircar und Fatih Aydoğdu - "Viel Glück! Migration heute. Wien, Belgrad, Zagreb, Istanbul"/Mandelbaum Verlag

Ein Freies Medium ist ein Freies Medium ist ein Freies Medium

Jedenfalls war die als eine Art Messe konzipierte Veranstaltung wohl ein Erfolg, eine Menge Print- und Onlinemedien präsentierten sich, und ziemlich viele Menschen interessierten sich auch dafür. Warum löste sie trotzdem einen so fahlen Beigeschmack bei vielen derer aus, die sich ebenfalls im Kontext „Freier Medienarbeit“ aktiv wähnen?

Der dritte Ort

Mit dem Aufstieg der „Graphic Novel“ als „ernster“ Comic-Gattung sind auch Erzählungen über das Leben in der Migration bzw. Diaspora verstärkt ins Blickfeld gerückt.

„Wir sind gegen AUSLÄNDER_theater“

„Ich heiße Süleyman! Und das ist mein Migrationshintergrund. – Gelme lan, gelmesene oğlum! Lan oğlum bıraksana yakamı, sümük gibi yapış tın, bırak lan yakamı! Ich bin Österreicher!“

„Close ecounters of the third kind – We are not alone!“

Auf dem Programm der Wiener Festwochen (WFW) fand sich dieses Jahr auch das Projekt Bed&Breakfast (B&B) des österreichischen Künstlers Alexandar Nikolić . Ins Zentrum seiner Intervention stellte Nikolić das politisch höchst aktuelle Verhältnis der mehrheitsösterreichischen Gesellschaft einerseits zu den ImmigrantInnen, insbesondere zur großen Gruppe der ImmigrantInnen aus der Region des ehemaligen Jugoslawiens, andererseits.

Angehen im Anblick

Es ist mehr an Bedeutungs- und Geschichtsmächtigkeit im Spiel, als es zunächst scheint: Diesen Eindruck hinterlassen die in Dagegen muss ich etwas tun porträtierten AkteurInnen wie auch die Art, wie der Film sie in Szene setzt – in ihrem unerwarteten Mehr an Mächtigkeit.

Flatrate … oder so.

Die Flatrate ist, so flach die Diskussion auch verlaufen mag, gegenwärtig immer noch der längste Strohhalm.

Arbeit an den verstrickten Repräsentationsdimensionen

Die spezielle Arbeit des kollektiv und mehrsprachig hergestellten Buches „Migrationsskizzen. Sketches of Migration“ besteht darin, in der analytischen Verknüpfung gesellschaftlicher, rechtlicher, ökonomischer und ideologischer Strukturen an anderen Darstellungs- und auch Vorstellungsformen und damit anderen ästhetischen und imaginativen Strukturen zu bauen.

Das Bedingungslose Grundeinkommen …

Abschminken lautet die Devise. Nicht einmal die armseligste und banalste Perspektive kann entwickelt werden, nämlich Erwerbsarbeit für alle, wie übel und schlecht bezahlt sie auch sein mag. Schon das Halten des Lebensstandards, ja schon die bloße Tatsache einer Bezahlung für Arbeit (Praktikum!) gilt als Erfolg.