Create your Reality

Nimmt man den Begriff „Sozialreportage“ wörtlich, so handelt es sich um eine Darstellung gesellschaftlicher Verhältnisse oder Phänomene. Etwas darzustellen kann bedeuten, es ins gesellschaftliche Bewusstsein zu holen, ist aber auch stets gekennzeichnet durch die Wahl einer bestimmten Repräsentationsform, die durch den Prozess der Darstellung selbst erst entsteht und somit zwangsläufig zu dem Gegenstand Partei ergreift.

Herren und Menschen

Die Gadje kennen die Roma nicht, oder besser ausgedrückt, sie kennen die Roma nur dadurch, dass sie sie durch eine bestimmte Brille sehen, weil sie einen Vorteil aus dieser, ihrer Art von Wissen ziehen. Es ist ein Wissen, das ihnen Macht garantiert, sodass ihnen die Herrschaft und den Roma das „Beherrschtsein“ natürlich erscheint.

Beginn der Selbstverpflichtung oder noch mehr geduldiges Papier?

Die im April 2011 veröffentlichte Mitteilung der EU-Kommission KOM (2011) 173 „EU-Rahmen für nationale Strategien zur Integration der Roma bis 2020“ entwirft einen Fahrplan für die EU-Staaten, die bis Ende 2011 nationale Strategien vorlegen sollen, die nachhaltige Verbesserungen des Zugangs von Roma zu Bildung, Beschäftigung, Gesundheitsfürsorge und Wohnraum zum Inhalt haben.

VorRisse

Die Darstellung und Bearbeitung gesellschaftlicher Problem- und Konfliktfelder durch die Sozialreportage scheint in den letzten Jahren ein kleines Revival zu feiern. Dort, wo nicht bloß von vermeintlichen „Zentren“ oder „Normen“ aus auf scheinbare „Ränder“ oder „Abweichungen“ geblickt wird, verfügt diese Darstellungsform nach wie vor über gesellschaftskritisches Potenzial.

Fair Pay Kampagne im Parlament

Auf Initiative der Grünen (Wolfgang Zinggl) wurde ein Antrag auf Grundlage unserer Fair Pay Kampagne im Parlament eingebracht. Nach tagelangem Ringen um einzelne Textstellen konnte am 30.6.2011 eine Formulierung gefunden werden, der ALLE Parteien zugestimmt haben.

Eine Kulturpolitik für Alle und von Allen.

Die Möglichkeiten des Kunst- und Kulturschaffens sind in der Gesellschaft entlang der allgemeinen systematischen Diskriminierungslinien ungleich verteilt. Die Bevölkerung Österreichs diversifiziert sich und es sind mehr und mehr Menschen da, die für sich das Attribut „Migrationshintergrund“ beanspruchen können. Diese starke numerische Präsenz der MigrantInnen steht im Gegensatz zur mangelnden öffentlichen Präsenz des Kunst- und Kulturschaffens, das von und für diese Minderheiten betrieben wird. Personen mit Migrationshintergrund

Romanistan ist überall!

Heute mit dem Thema „Romanistan ist überall!“, dass euch zum einen unser Projekt Romanistan näher bringen soll und auch entlang des Festwochen Projektes „Safe European Home?“, die Frage nach den Möglichkeiten politischer Kulturarbeit stellen will. Dazu gereichen wir Auszüge aus Gayatri Spivaks Anmerkungen zu "Roma Protokoll", einem Teil der „Safe European Home?“ Ausstellungen. Mit den Kulturarbeiter_innen des Monats Nenad Marinkovic und Ljubomir Bratic sprachen wir zu den ersten Vorhaben des eben begonnenen Romanistan-Projektes. Die sputniks on Air versprechen eine interessante Zeitreise in die Gender-Schlachtfelder während des Kalten Krieges.

Abschminken ist angesagt! Der Boulevard als neuer kultureller Hegemon

Warum der Politik die Kommunikation mit dem Boulevard wichtiger ist, als mit den freien Szenen und warum es möglicherweise keinen Sinn macht, weiter auf staatliche Vorgaben zur „Entwicklung von zukunftsorientierten Fördermodellen und den Erhalt und den Ausbau neuer kultureller Infrastrukturen“ zu warten.

Manifest zur Kunst im öffentlichen Raum Steiermark 2011

Offener Protestbrief Kulturschaffender zur Kunst im öffentlichen Raum Steiermark vom 26.6.2011

Keine Angst vor den freien Szenen!

Warum ist es eigentlich so schwierig, eine Kulturpolitik mit den und für die AkteurInnen dieses Feldes zu entwerfen anstatt eine Politik gegen die Kunst- und Kulturschaffenden (mit der Ausnahme einiger Stars und solcher, die es noch werden sollen) zu machen? Was macht die Kulturschaffenden abseits der glamourösen Institutionen der Hoch- und Geldkultur zu derartigen Parias, dass es nicht möglich ist, mit ihnen in einen strukturierten Dialog

Festakt „Europäisches Jahr der Freiwilligentätigkeit“

Die IG Kultur Steiermark dankt für die Einladung zur Festveranstaltung zum „Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit“. Leider musste festgestellt werden, dass diese Veranstaltung am Ziel des Jahres vorbeigeht. Die Veranstaltung findet nicht nur hinter verschlossenen Türen und ohne die unzähligen freiwillig arbeitenden Bürgerinnen und Bürger des Landes sondern sogar ohne deren Wissen statt.

Es gibt keine Alternative?

"Es gibt keine Alternative" wird von Regierungen immer wieder ausgesprochen. Vor allem dann, wenn es darum geht, eine Sparpolitik zu betreiben, die auf Kosten der Bevölkerung geht und sozial ungerecht ist. Warum müssen gerade die Menschen sparen und verzichten, die wenig zum Leben haben? Warum wird das Geld, von dem genug für alle da ist, nicht für die Bevölkerung verwendet, die es braucht? Dieser Satz will, dass wir nicht darüber nachdenken und die Verschlechterung unseres Lebens als auswegloses Schicksal hinnehmen.