VorRisse

In den Charts der Googlesuchen und Medienbeobachtungen sind mit dem zunehmenden Machtgewinn der ÖVP zwei Schlagworte ganz nach oben gerückt: Österreich und Gott.

Karten des Antirassismus

Stefan Nowotny Was wäre ein antirassistisches Buch? Ein Buch, das jener "Zunahme rassistischer Haltungen" entgegenzuwirken versucht, über die sich die heutige Politik mitunter "besorgt" zeigt? Ein Buch, das der Scheinheiligkeit derselben Politik zu Leibe rückt, indem es die von ihr zu verantwortende Verfestigung (neo)rassistischer Diskriminierungsstrukturen anprangert? Ein Buch, das die Ideologien des Rassismus angreift, ihre Geschichte und Vorgeschichte analysiert, sich ihrem Fortwirken etwa in den gegenwärtigen

Mehrsprachiges Radio muss erhalten bleiben!

Die slowenischsprachigen und slowenisch-/deutschsprachigen Hörfunkprogramme von RADIO DVA und RADIO AGORA, ausgestrahlt auf der gemeinsamen Frequenz 105,5 MHz, zählen zweifellos zu den bedeutendsten Errungenschaften der Kärntner Medienlandschaft. Die Präsenz der Volksgruppensprache Slowenisch im öffentlichen Raum bedarf einer besonderen Förderung und eines besonderen Schutzes, da die zahlenmäßige Größe einer jeden Volksgruppe es ihr nicht erlaubt, in allen Alltagsbereichen aus eigener Kraft präsent zu sein. Die beiden Radiostationen

Fragen an den Spitzenkandidaten - Alfred Gusenbauer, 21. Oktober 2002

1) Wie sollen die Kunst- und Kulturagenden kulturpolitisch sinnvoll im Rahmen der Regierungsbildung berücksichtigt werden? Sinnvoll wäre unserer Ansicht nach die Zusammenführung der Kompetenzen für die Bereiche Kunst, Kultur und Medien in einem Ministerium. Dabei sollte es auch zu einer Neuorganisation der österreichischen Auslandskulturpolitik kommen. Die interne Struktur der Kulturverwaltung soll künftig der Tatsache Rechnung tragen, dass jenseits der klassischen Kunstsparten neue Felder im Kunst- und

Der Ausverkauf von Kunst und Kultur droht

Österreich ist aufgefordert, die Konvention für kulturelle Diversität zu unterschreiben Die Globalisierung der Wirtschaft schreitet ungebremst voran. Schon steht die GATS-Runde in Doha, Katar, vor der Tür, bis 2005 soll die weitgehende Liberalisierung von Handel und Dienstleistungen Wirklichkeit werden. Für Kunst und Kultur ergibt sich daraus eine mehrfache Bedrohung: Beispiele wie die Schaffung der nordamerikanischen Freihandelszone NAFTA haben bewiesen, dass die ungeheure Dominanz US-amerikanischer Investitionen eine

Vorliebnehmen mit Pragmatismus? Kultur in der Debatte über die Zukunft Europas

Therese Kaufmann Als pragmatisch wird im Allgemeinen angesehen, was im Gegensatz zu Theorie mit Handlung und Tun zu tun hat, sich an das Machbare oder Umsetzbare hält: Pragmatik als die Strategie, die Interessen und Ziele eines Vorgangs an seiner unmittelbaren Nützlichkeit und Bedeutung zu messen. In Bezug auf Kultur und Kulturpolitik in der EU heißt das derzeit offensichtlich, auf eine tiefer gehende Debatte über Visionen und

Franz Moraks Berlusconisierung der Kulturpolitik in Österreich

Martin Wassermair Drohgebärden gehören zum rechtspopulistischen Repertoire des Amtsantritts: "Die Künstler", so Franz Morak im Rahmen der Diagonale-Eröffnung im Herbst 2000, "sollen endlich arbeiten und aufhören zu demonstrieren." Ähnliche Töne zwei Jahre später in den Niederlanden: "Wenn ich mal bei den Kunsteinrichtungen vorbeischaue, sehe ich immer dieselben fünfzig Gesichter - diese Grüppchen, die so tun, als sei Kunst was ganz besonderes. Dieses elitäre Getue muss jetzt

Fragen an die Spitzenkandidaten

Die Kulturpolitische Kommission hat anlässlich der Neuwahlen Fragen an die Spitzenkandidaten der Parteien gestellt.

Kulturpolitische Bekenntnisse der Spitzenkandidaten

Anläßlich der bevorstehenden Nationalratswahl hat die Kulturpolitische Kommission der österreichischen Berufs- und Interessenvertretungen der Kunst und Kultur eine Anfrage zu zentralen Kunst- und Kulturfragen an die Spitzenkandidaten der im Parlament vertretenen Parteien gerichtet und von Alexander van der Bellen, Wolfgang Schüssel, Alfred Gusenbauer und Matthias Reichhold folgende, zusammengefaßt wiedergegebenen Antworten über die von ihnen vertretenen Positionen und zu erwartenden Maßnahmen im Falle einer Regierungsbeteiligung erhalten. Inhaltliche

WahlPartie 2002

Die Wahlpartie ist keine Partei, keine Gruppe und kein Verein, sondern eine Kampagne anlässlich der Nationalratswahlen 2002. Sie wird getragen von Organisationen und Institutionen wie u.a. ANAR (Austrian Network Against Racism), BEIGEWUM, eipcp, gettoattack, IG Kultur Österreich, Klub Zwei, MAIZ. Die Wahlpartie schließt an eine ähnliche Kampagne zu den Wiener Wahlen 2001 an. Heute wie damals geht es darum, Themen von Diskriminierung im öffentlichen und medialen

Fragen an den Spitzenkandidaten - Matthias Reichhold, 21. Oktober 2002

1) Wie sollen die Kunst- und Kulturagenden kulturpolitisch sinnvoll im Rahmen der Regierungsbildung berücksichtigt werden? Das Staatssekretariat im Bundeskanzleramt unter der Führung von Staatssekretär Franz Morak hat gezeigt, dass die Kunstagenden durchaus in geeigneter Form als "Chefsache" behandelt wurden. Die im Unterrichtsministerium angesiedelten Kulturagenden wurden von Frau BM Gehrer ebenso in geeigneter und dem Koalitionsabkommen entsprechender Weise wahrgenommen. Aus freiheitlicher Sicht wäre die Schaffung eines eigenen

Fragen an den Spitzenkandidaten - Wolfgang Schüssel, 18. Oktober 2002

Wolfgang Schüssel, 18. Oktober 2002 1) Wie sollen die Kunst- und Kulturagenden kulturpolitisch sinnvoll im Rahmen der Regierungsbildung berücksichtigt werden? Die Zusammensetzung der Ministerien hat in dieser Legislaturperiode sehr effizient funktioniert. 2) Welche Person aus Ihrem Team haben Sie für die Regierungsfunktion eines/einer Kulturministerin vorgesehen? Das ÖVP-Team hat in den letzten Jahren Kompetenz und politische Erfahrung bewiesen und genießt das Vertrauen der Bevölkerung. An diesem Team