Zur Ausblendung in und rund um "Die Fälscher"

Während der auf der Fälscher-DVD und auf www.kinomachtschule.at angebotene Lehrbehelf den Holocaust breitgefächert thematisiert, erweckt die televisuelle Diskursivierung des Films im ORF folgenden Eindruck: Wer nur von Kino als wissensökonomischem Kapitalverwertungsstandort spricht, will offenbar vom NS-Massenmord schweigen.

Bukarest Biennale, dritte Ausgabe. Ein grober Überblick

Ich verfolge einen Großteil dieser Biennalen, Manifestas und Documentas und schreibe über deren Logik des Ausstellens und über die finanziellen, machtpolitischen und organisatorischen Strukturen, die sie unumkehrbar definieren. Ich stelle fest, wie jede dieser Manifestationen die paradoxe Situation einer Gegenwartskunst vorführt, die von Privatisierungsprozessen, Bürokratisierung und einer auferlegten Logik des Konsums gekidnappt wird.

Auf die Schnelle

„The future is everyone watching everyone watching everyone doing nothing“.

Die Unkultur-Politik

Schon wieder Wiener Kulturpolitik. Heute steht die Schließung von Kunstinstitutionen auf dem Programm. Konkret, die freihändige Vergabe der ((szene wien)) an Josef Sopper (V.Ö.M., Planet Music, Donauinsel, Gasometer, Kultur-Plakat-GmbH) als Lehrstück, wie sozialdemokratische Kulturpolitik gemacht wird.

„New Feminism is Politics!“

In den letzten Jahren häufen sich konservative Attacken auf Feminismen, im deutschsprachigen Raum etwa ausgelöst durch Eva Hermans „Eva-Prinzip“ oder Susanne Gaschkes „Emanzipationsfalle“. Gar nicht so sehr im Gegensatz, sondern eher komplementär dazu, reüssiert zunehmend der reichlich seltsame Begriff eines „neoliberalen Feminismus“.

WunschmaschinistInnen aller Territorien verkoppelt euch!

Es geht in „Tausend Maschinen“ auch nicht so sehr darum, was eine Maschine ist, als vielmehr darum, wie sie funktioniert und die beschriebenen Funktionsweisen sind wahrlich atemberaubend: In einer fulminanten Overtüre schwingt sich der Autor aufs Fahrrad und radelt in immer schnelleren, immer weiter ausgedehnten Ellipsen durch Literatur und Film, um, beschleunigt durch Science Fiction, schließlich in der politischen Manifestation des ladyride endgültig die für die Untersuchung zentrale „Praxis des Austauschs, des Verkehrs“ subversiv und vergnüglich zu be(un)ruhigen.

„Kampfzonen in Kunst und Medien“

Gäbe es ein offizielles politisches Buch zur österreichischen Kulturpolitik, wäre es vermutlich golden. Nicht Grün- zur Diskussion, nicht Weiß- mit Vorschlägen oder gar Schwarz- mit Negativbeispielen, sondern ganz im Ton dieses Edelmetalls, das sich als besonders korrosionsbeständig von anderen unterscheidet – beständig also gegen die Reaktion eines Werkstoffs mit seiner Umgebung.

Links sein im Alltag

Linke Menschen – nach meinen Erfahrungen egal welchen Geschlechts und Alters oder welcher Nationalität – zeichnen sich leider überwiegend dadurch aus, dass sie ihre politische Einstellung als Privatsache, als Hobby betrachten, zumindest wenn sie sie nicht beruflich vermarkten konnten.

Hinter Interkult - Brauchen wir den interkulturellen Dialog?

Be a Mensch so einfach und reduzierbar scheint das Problemlösungsmittel im Sinne des interkulturellen Dialoges, wie er derzeit von der Europäischen Union betrieben wird, zu sein.

Vom Gefangenendilemma. Partizipation heißt Gerechtigkeit und Gleichheit für Alle!

Wenn der Blick also nur auf diejenigen MigrantInnen gerichtet wird, die es geschafft haben, den cordon sanitaire des Westens zu durchbrechen, werden Milliarden Anderer – die dieser Möglichkeit beraubt werden und beraubt worden sind – ausgeschlossen.

Staatskulturnationalismus

Die Empörung über die „sinnlose Gewalt“ in den französischen Banlieus erreichte 2005 ihren Höhepunkt, als nicht nur Autos und Uniformierte ramponiert wurden, sondern gleichzeitig eine Vorschule und eine Bibliothek in Flammen standen. Anstatt diese Institutionen als Ressourcen der Selbstvervollkommnung und gesellschaftlichen Teilhabe zu schonen, erkannten die Jugendlichen sie als ideologische Staatsapparate und Stützpunkte der nichtpolizeilichen Macht.

Im Dickicht der Medienlandschaften

Der wesentliche Teil von Brüssels Kritik an der Organisation des ORF betrifft aber seine Finanzierung und die fehlende „Gewährleistung, dass rein kommerzielle Aktivitäten nicht von staatlichen Zuwendungen profitieren“