Kulturelle Demokratie braucht mehr als Beteiligung und Offenheit: Sie braucht die Fähigkeit, Konflikte auszuhalten und demokratisch auszutragen. Wie spielen dabei Gefühle, Machtverhältnisse und politische Wirksamkeit zusammen? Warum ist Konsens allein keine tragfähige Antwort auf gesellschaftliche Spannungen? Der „Konfliktmuskel“ als Bild für eine Kulturpraxis, die Widerspruch nicht vermeidet, sondern als demokratische Übung ernst nimmt.
Die IG Kultur Vorarlberg sammelt Fragen aus der freien Szene, bündelt zentrale Anliegen und bringt sie am 21. Juli in der Landeshauptstadt Bregenz direkt in ein offenes Gespräch mit Kulturminister Andreas Babler ein. Damit entsteht eine wichtige Schnittstelle für Austausch, Klarheit und öffentliche Antworten zwischen Kulturszene und Ministerium.
Pressesaussendung vom 9. Juli 2026: Das Kulturbündnis und die Kulturabteilung des Landes Vorarlberg präsentieren in ihrer ersten Zusammenarbeit den neuen Katalog „FAQ – Fragen und Antworten zu Kulturförderung“. Die Übersicht klärt zentrale Fragen zu Förderungen in allen Sparten der Kunst und Kultur und möchte mit detaillierten Informationen zu Rahmenbedingungen und Abläufen mehr Transparenz schaffen. Das Kulturbündnis Vorarlberg, ein Zusammenschluss der Interessensvertretungen, tritt damit erstmals öffentlich auf.
Schulworkshop, Foto: © Društvo Der Peršmanhof ist weit mehr als ein Museum: Er ist ein ein Ort der Vermittlung von Geschichte, Erinnerung und Zivilcourage. Er macht sichtbar, was in Österreichs Erinnerungskultur lange verdrängt wurde – die Verfolgung der Kärntner Slowen*innen und die zentrale Rolle des Partisan*innenwiderstands bei der Befreiung vom Nationalsozialismus. Warum dieser Ort bis heute umkämpft ist und weshalb seine Gedenk- und Bildungsarbeit ein demokratiepolitischer Prüfstein bleibt.
Besonders in Bereichen wie der Kultur, die von vielen Menschen mitgestaltet werden, sind die Themen Gewaltschutz und Awareness von essenzieller Bedeutung. Denn Awareness bedeutet hinzusehen, zuzuhören und Verantwortung zu übernehmen, um Orte zu schaffen, in denen sich Menschen sicher und ernstgenommen fühlen. Doch was können Vereine bei der Erstellung von Schutz- und Awarenesskonzepten beachten? Zlasti na področjih, kot je kultura, kjer se srečuje veliko ljudi, sta zaščita pred nasiljem in ozaveščenost (awareness) bistvenega pomena. Awareness namreč pomeni opazovati, prisluhniti in prevzeti odgovornost, da ustvarimo prostore, v katerih se ljudje počutijo varne in resno obravnavane. Toda kaj morajo društva posebej upoštevati pri pripravi konceptov zaščite? Nachlese: Sichere Räume in der Kultur
Wir bauen den Kulturraumindex – die zukünftige digitale Suchplattform für Proberäume, Ateliers und Eventflächen der Kulturszene. Damit daraus ein treffsicheres Werkzeug für uns alle wird, sammeln wir jetzt im ersten Schritt die Daten. Trage deine Räume direkt online ein oder lass uns das Ausfüllen unkompliziert am Telefon für dich übernehmen.
Wirkung lässt sich nicht auf Besucher*innenzahlen oder verkaufte Tickets reduzieren. Stefan Schöggl zeigt auf, wie kulturelle Teilhabe als Beitrag zu Demokratieförderung greifbar gemacht werden kann, ohne Kunst und Kultur zu Instrumentalisieren. Eine praxisnahe Orientierung, wie Wirkungsziele, Datenerhebung und politische Argumentation zusammengedacht werden können – oder vielfach eher könnten.
KI in der Kulturarbeit lässt sich am besten anhand konkreter Anwendungsbereiche erkunden: Öffentlichkeitsarbeit, Projektmanagement, Förderanträge, Dokumentation, Bildarbeit oder interne Leitlinien. 16 Themen, 21 Miniworkshops, 44 Praxistipps und 74 Kopiervorlagen für Prompts bieten einen umfangreichen Einstieg zum Ausprobieren, Anpassen und Weiterdenken.
KI Künstliche Intelligenz Kunst Kultur Vor der künstlichen Intelligenz stand „KI“ einmal für Kulturinitiativen. Assistenz und Abhängigkeit, Treibstoff der Effizienz und doch Brandbeschleuniger der Prekarisierung – was macht künstliche Intelligenz mit Kunst und Kultur– und was verrät sie über ihre Arbeitsbedingungen? Und was hat das am Ende mit Kulturpolitik zu tun?
Ausgangspunkt dieses Beitrags ist eine Debatte in Kärnten|Koroška. Hier wird seit einigen Wochen öffentlich darüber diskutiert, ob eine Süßspeise weiterhin unter einer historisch rassistischen Bezeichnung verkauft werden soll. Die Auseinandersetzung berührt eine grundsätzliche Frage, die derzeit vielerorts diskutiert wird: Wie gehen wir mit Begriffen, Bildern und sogenannten Traditionen um, deren Entstehung eng mit Ausgrenzung und Ungleichheit verbunden ist? Und welche Rolle spielen Kunst und Kultur dabei, solche Debatten einzuordnen und gesellschaftliche Entwicklungen kritisch zu begleiten? Univ.-Prof. i.R. Dr. Klaus Schönberger hat einen Offenen Brief verfasst. Diesen findet ihr hier. Gerne unterzeichnen.
Am 28. Juni findet in Graz die nächste Gemeinderatswahl statt. Nach 5 Jahren Koalition aus KPÖ, Grünen und SPÖ werden die politischen Karten neu gemischt.
Die EU-Institutionen bekennen sich in der Erklärung „Europa für Kultur – Kultur für Europa“ zu Kultur als öffentlichem Gut und strategischer Aufgabe europäischer Politik. Ob dieser Anspruch im Finanzrahmen 2028–2034 auch zu ausreichenden Mitteln und zugänglichen Förderstrukturen führt, ist offen – gerade für gemeinnützige Kulturorganisationen. Eine Einschätzung.