Politik

Fair Pay, IG Kultur, IG Bildende Kunst, Manifest
Auf welcher Grundlage sollen Künstler*innen bezahlt werden? In marktwirtschaftlich verfassten Gesellschaften wird die Antwort darauf lauten: Entsprechend dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Stellen Künstler*innen begehrte Produkte und Dienstleistungen her, dann werden sie dafür hohe Erlöse erzielen bzw. gut entlohnt werden. Stellen Sie aber Kunst her, die niemanden interessiert, dann wird es wohl auch mit den daraus lukrierbaren Einkommen nicht weit her sein. Genau so funktionieren
Protestbrief Corona, Kultur
Dass die Politik auf eine Pandemie mit Einschränkungen reagieren muss, ist für uns selbstverständlich. Der Kultursektor unternimmt seit Beginn der Krise alles, um sowohl das Kulturleben aufrecht zu erhalten als auch gesundheitliche Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten. Kein Verständnis haben wir aber für – wie gerade jetzt wieder – überfallsartig umgesetzte Maßnahmen, die uns jede Möglichkeit zur Planung nehmen.
Fair Pay now T-Shirts
Nachdem es die Forderung nach Fair Pay nach über zehn Jahren Lobbying vonseiten der IG Kultur endlich in ein Regierungsprogramm geschafft hat, wurde vom Kulturstaatssekretariat nun ein „Fairness Prozess“ gestartet, um sich der Sache anzunehmen. Es fällt gleich ins Auge, dass bereits im Titel der konkrete Begriff „Fair Pay“ der viel abstrakteren „Fairness“ weichen musste. Versucht man das Anliegen zu verschleppen oder sogar loszuwerden? Gleichzeitig hat Salzburg vorgelegt und nach nur fünf Monaten die Umsetzung präsentiert und aus Graz gibt es bereits Signale, dass man nachziehen möchte. Könnte ein Domino-Effekt entstehen? Und wo bleibt der Bund in dieser Sache? Ein Interview mit Gabriele Gerbasits, IG Kultur, und Thomas Randisek, Dachverband Salzburger Kulturstätten, wie die Umsetzung in Salzburg zustande gekommen ist, welche Auswirkungen davon zu erwarten sind, wie der Prozess im Bund einzuschätzen ist und was man sich davon noch erwarten kann.
Offener Brief, Bundesregierung, Kultur und Covid
Das Auslaufen der Corona- Hilfsmaßnahmen beunruhigt die Kultureinrichtungen in ganz Österreich. Wir haben mit zahlreichen Kolleg*innen einen offenen Brief an die zuständigen Politiker*innen gerichtet.
Am 18.10.2021 startete das Staatssekretariat für Kunst und Kultur mit der Diskussion zur Kulturstrategie. Mit einer transparenten Darstellung des Gesamtprozesses und klaren Zieldefinitionen tun sich die politisch Verantwortlichen immer noch schwer. Das schwächt nachhaltig das Ergebnis und lässt die Beteiligten oft ratlos zurück.
Das Kulturbudget 2022 steigt um 12%. In Summe sind das 61 Millionen Euro. Davon gehen 51 Millionen Euro in staatseigene Betriebe bzw. Kulturerbe und Baukultur. Aber was passiert mit den restlichen 10 Millionen Euro?
Was kann staatliche Kulturpolitik leisten und wie soll die Kunst- und Kulturförderpraxis der Zukunft gestaltet sein? Diesen Fragen will sich die Kulturstrategie des Bundes widmen und hat dazu aufgerufen Themen für die ersten Dialogrunden vorzuschlagen. Auch die IG Kultur Österreich hat einen kurzen Themenkatalog übermittelt. Bei der Startveranstaltung am 18.10.2021 ist noch nicht sehr viel davon auf der Tagesordnung. Aber der Prozess ist erst gestartet.
Fair Pay Fairness Symposium, IG Kultur und Landesorganisationen
Seit einem Jahr beschäftigt sich das BMKOES mit dem im Regierungsprogramm vorgesehenem Ziel „Fair Pay“ in der Kulturarbeit. Außer der Beauftragung einer Studie zur Erhebung des Budgetbedarfs ist noch nichts geschehen. Dass es anders geht, hat das Land Salzburg bewiesen. Wir fordern: Fair Pay Now!
Fair Pay, Fairness Symposium Andrea Mayer
Seit einem Jahr beraten Interessenvertretungen mit dem BMKOES Möglichkeiten und Wege fairer Bezahlung von Kunst- und Kulturarbeit. Wenige Tage vor einem zur Intensivierung bzw. Bilanzierung dieser Beratungen einberufenen internationalen Symposium veröffentlicht das BMKOES ein dazu dürftig gehaltenes Programm. Das Symposium soll laut Auskunft des BMKOES einer größeren Öffentlichkeit einen Einblick in die Breite des Themas geben und den seit einem Jahr im Staatsekretariat laufenden „Fairness-Prozess“ beleuchten.
Die Mitglieder der IG Kultur Österreich haben in einem partizipativen Prozess im Zeitraum von nur 9 Wochen ein Fair Pay Manifest erstellt. Das Manifest wird am 29.9.2021 im Rahmen der Generalversammlung der IG Kultur Österreich präsentiert.
Yvonne Gimpel, IG Kultur, im Sonnenpark Lames St. Pölten
Unsere Geschäftsführerin Yvonne Gimpel, die sich im letzten Jahr in der Pandemie unermüdlich engagiert über jede Neuerung und Verordnung und in jedes Interview gestürzt hat, um auf die schwierige Lage der Kultur aufmerksam zu machen, ist nun in Babypause. Wir freuen uns mit ihr, vermissen sie aber auch schmerzlich und freuen uns darauf, wenn sie wieder zu uns zurückkehrt. Wir haben mit ihr noch vor dem Mutterschutz ein Interview geführt, über ihr Engagement im Kulturbereich, ihren Weg zur IG Kultur und die Krisen, durch die sie diese gleich mal führen musste und wie sie die Zukunft der freien Kulturarbeit sieht.
Fair Pay Ehebung
Die prekäre Einkommenssitutaion von KulturarbeiterInnen kann nur verbessert werden, wenn die Förderhöhen angepasst werden. Dafür braucht es mehr Kulturbudget. Aber wieviel eigentlich? Das Kulturministerium lässt endlich eine diesbezügliche Datenerhebung durchführen. Die IG Kultur Österreich unterstützt dieses Vorhaben, wird es uns doch Auskunft über die erforderlichen Budgeterhöhungen bei Bund, Ländern und Städten/Gemeinden geben.