Die IG Kultur Österreich sucht ab Juni eine Karenzvertretung der Geschäftsführung (30 Wochenarbeitsstunden). Bewerbungsfrist ist der 12. April 2021.

Künstler*innen Ada Kobusiewicz und Werner Schimpl sind angeklagt, „vorschriftswidrig Suchtgift erzeugt“ zu haben. Die Anklage der Justiz erfolgte nach einer Anzeige durch FPÖ-Gemeinderätin. Die Verhandlung am Grazer Bezirksbericht soll am 9. April 2021 stattfinden. In einem gemeinsamen Statement solidarisieren sich Kultureinrichtungen und Künstler*innen mit den Betroffenen.

Basierend auf der Rechtsgrundlage 4. COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung und Auskünften und FAQs der Vorarlberger Landesregierung. Stand 18.03.2021

Am 11. März hat die WHO die Ausbreitung des Covid-19 Virus zur Pandemie erklärt, vermeintlich spät, die Situation in Italien war zu dem Zeitpunkt bereits brisant. Am selben Tag wurde der Brenner für Grenzverkehr geschlossen, der erste harte Lockdown begann in Österreich am 16. März. Ein Jahr später gab es alle Schattierungen, zahlreiche Teilöffnungen und Lockdown light. Die Kultur sollte immer zu jenen gehören, die als erstes geschlossen und zuletzt geöffnet werden.

Zur Abwechslung gute Neuigkeiten: nach langem Warten wurde ein Neustart-Paket für Kunst und Kultur vorgestellt, dass etliche der Vorschläge der IG Kultur aufgreift. Dotiert ist das Paket mit 20 Millionen Euro. Die neuen Maßnahmen im Überblick und unsere Einschätzung dazu.

Black Voices Volksbegehren

Der Tod von George Floyd und damit die Diskussion um rassistisch motivierte Polizeitgewalt haben weltweit Proteste und Demonstrationen ausgelöst. Auch in Österreich waren über 50.000 Menschen auf der Straße. Für Betroffene zieht sich das Problem Rassismus auf allen Ebenen durch ihren Alltag. Diese Probleme will nun ein neues Volksbegehren angehen: das Black Voices Volksbegehren. Sie fordern unter anderem Sensibilisierung im Bildungsbreich, Arbeitsmarktmaßnahmen, eine unabhängige Kontroll- und Beschwerdestelle gegen Fehlverhalten der Polizei.

Kulturprotest Offener Brief, Corona Lockdown

Die letzte Pressekonferenz hat den Kultursektor fassungslos zurückgelassen. Während für Gastgärten ein konkreter Öffnungstermin beschlossen wurde, wurden Kunst und Kultur abermals vertröstet, dass irgendwann später über mögliche Öffnungsschritte beraten wird. In einen offenen Protestschreiben, initiiert von IG Kultur und IG Autorinnen Autoren, fordern an die 350 Kunst- und Kultureinrichtungen und 1.500 Kunst- und Kulturschaffende konkrete Planungsperspektiven für Kunst und Kultur.

AMATEO, das Europäische Netzwerk für aktive Teilhabe an Kulturaktivitäten, schreibt den mit EUR 1.000,- dotierten Preis für partizipative Kulturprojekte aus. Bewerbungsfrist ist der 31. Mai 2021.

Äußerst irritiert zeigt sich die IG Kultur Vorarlberg von den Ankündigungen erster Öffnungsschritte in Vorarlberg, die ab Mitte März neben Sport und Gastronomie auch die Kultur berücksichtigen sollen. Meldung vom 2. März 2021

Gemeinnützige Kulturvereine, die coronabedingt im 4. Quartal 2020 weniger Einnahmen als im Jahr davor hatten, können vom 5. März bis 15. Mai einen Zuschuss aus dem NPO Unterstützungsfonds beantragen. Neu ist der Lockdown-Zuschuss, der via NPO-Fonds beantragt werden kann. Ein Schnellüberblick über Voraussetzungen und Tücken der neuen Förderphase.

Drei Milliarden Euro stehen Österreich aus dem EU-Budget für einen nationalen „Aufbau- und Resilienzplan“ zur Verfügung. Bis 30. April muss Österreich ein Paket schnüren, wie diese Mittel verwendet werden. Wir fordern die Bundesregierung auf, mindestens 2% in die Stärkung des Kunst- und Kultursektors zu investieren.

Ende Februar soll die Phase 2 des NPO-Fonds starten, bei der gemeinnützige Kulturvereine um Unterstützung für den Zeitraum 1. Oktober bis 31. Dezember 2020 ansuchen können. Neu ist, dass zusätzlich zur Unterstützung für das 4. Quartal 2020 auch ein NPO-Lockdownzuschuss für die Zeit November - Dezember 2020 beantragt werden kann. Beim Webinar stellen wir euch die Eckdaten der neuen Förderperiode vor und legen einen Schwerpunkt auf den NPO-Lockdownzuschuss. Das Webinar findet zu zwei Terminen statt: 4. März und 9. März, jeweils 16 Uhr (idente Inhalte).