Future Culture Europe: Kultur im EU Konvent

Der seit Ende Februar tagende EU-Konvent, der in den nächsten Monaten eine grundlegende Debatte über die Zukunft Europas führen und die mit der Erweiterung überfällige Reform der Union inklusive eines Verfassungsvertrages erarbeiten soll, hat die Kultur als Thema entdeckt. Einigermaßen überraschend für jene, die sich seit langem für die Förderung kultureller Themen auf europäischer Ebene einsetzen, wurde in der letzten Plenarsitzung des zwölfköpfigen Präsidiums unter Führung

Autonomie der freien Kulturarbeit muss unangetastet bleiben!

Auf größtes Unverständnis stößt bei der IG Kultur Österreich, IG Kultur Wien und IG Freie Theaterarbeit die aktuelle Vorgangsweise der Wiener Kulturpolitik rund um den finanziell angeschlagenen kosmos.frauenraum . Anlass: Ein am 4. Juni im Wiener Kulturausschuss von der SPÖ beschlossener Antrag, in dem die Neuausschreibung der Leitungsposition des Theaters ab dem Jahr 2003 als Bedingung für die Gewährung einer zusätzlichen Betriebssubvention für 2002 genannt wurde.

Haderer: Empfiehlt der Bundeskanzler die Anklage und Verurteilung?

An Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel Es gilt die Freiheit des Wortes! Betrifft: Ihre Äußerungen zu Gerhard Haderer - Offener Brief Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, Dr. Wolfgang Schüssel! Sie haben uns als Berufsvereinigung der österreichischen Schriftsteller in eine äußerst schwierige Lage gebacht. Als eine solche Berufsvereinigung vertreten wir - analog zur Charta des Internationalen P.E.N.: Es gilt die Freiheit des Wortes! Damit ist selbstverständlich sowohl die Freiheit

Künstlersozialversicherungsfondsgesetz: NICHT GENÜGEND!

Die bildenden KünstlerInnen stellen der herrschenden Lösung ein miserables Zeugnis aus. Nur knapp 3% der Betroffenen sind mit dem System zufrieden. Die IG BILDENDE KUNST sieht darin ein deutliches Mandat zur Neuverhandlung. Ein Jahr nach Inkrafttreten des „Künstlersozialversicherungsfondsgesetzes“ haben sich Interessensvertretungen und KünstlerInnenvereinigungen entschlossen, gemeinsam eine Umfrage zu Versicherungsstatus und Zufriedenheit durchzuführen. Nach mehreren Wochen Rücklauffrist liegt nun das Gesamtergebnis für die bildende Kunst vor. Die

Protest gegen das neue Vereinsgesetz

Am 20. März 2002 soll das neue Vereinsgesetz im Parlament beschlossen werden. Die IG Kultur Österreich ruft dazu auf, mit einem Schreiben an die Nationalratsabgeordneten gegen die allgemeine Vereinsbelastungswelle Protest einzulegen. Sehr geehrte Frau Abgeordnete, sehr geehrter Herr Abgeordneter, mit großer Sorge verfolgen wir die öffentliche Diskussion rund um das neue Vereinsgesetz, das am 20. März 2002 vom Parlament beschlossen werden soll. Die Regierungsvorlage des Vereinsgesetzes

Kulturarbeit im sozialen Off

Martin Wassermair Wer im Kulturbereich hat diese eine Erfahrung noch nicht gemacht? Je eher der Personalkostenanteil in den Förderanträgen versteckt, verschleiert oder überhaupt ausgeklammert wird, umso eher hat ein Projekt Aussicht auf Finanzierung. Je unscheinbarer die Anzahl der Menschen, die bei der Bewerkstelligung des Erfolges letztendlich Hand anlegen, desto generöser erweist sich die Geberlaune. Die Kulturschaffenden haben sich dabei bereits jede Menge Tricks und Kniffe angeeignet.

Notfall-Fonds für bedrohte Kunst- und Kulturstätten in Graz

Grazer Kulturstadtrat kündigt Förderverträge für 43 Grazer Kulturinitiativen an Aussendung der IG Kultur Steiermark Die über das Budget der Stadt Graz verfügte vorläufige 15% Sperre für das laufende Budgetjahr 2002 soll laut Kulturstadtrat Mag. Siegfried Nagl für Kunst- und Kulturinitiativen zu keiner existenziellen Bedrohung werden. In Gesprächen mit den Vertretern der IG-Kultur-Steiermark, Ilse Weber vom Kunstverein ESC und Werner Wolf vom Museum der Wahrnehmung, wurde gemeinsam

Kulturpolitische Halbzeitbilanz

Stellungnahme der Mitgliedsverbände der Kulturpolitischen Kommission: IG Autorinnen Autoren, IG Freie Theaterarbeit, IG Kultur Österreich, Musikergilde, konsortium.Netz.kultur, IG Bildende Kunst, Secession, Berufsvereinigung der bildenden Künstler, Übersetzergemeinschaft, Dachverband der Filmschaffenden, Verband Freier Radios, VOICE - Verband der Sprecher und Darsteller Kulturpolitische Halbzeitbilanz der neuen österreichischen Bundesregierung zum zweiten Jahrestag ihrer Angelobung am 4. Februar 2000. 1. Das Kulturprogramm Es ist still geworden um das Kulturprogramm der neuen

... und raus bist du!

Elisabeth Mayerhofer, Monika Mokre, Paul Stepan Nun ist es schon wahr, dass in Österreich das Kulturgeschehen nachhaltig vom Staat beeinflusst wird. Der Staat ist der größte Financier und Konsument von Kulturgütern, aber dennoch, was zu weit geht, geht zu weit. Es ist zwar vielleicht alles, was aus den Kunsttöpfen bezahlt wird Kunst (überprüfen sollte mensch das nicht), aber es ist noch lange nicht alles, was nicht

Creative Industries als diskursives Konstrukt

Elisabeth Mayerhofer, Monika Mokre Sie sind in aller Munde. Von Finnland bis Griechenland, von Großbritannien bis Polen. Sie sollen Arbeitsplätze schaffen, städtische Problemgebiete aufwerten, den Staat entlasten, KünstlerInnen Reichtum bringen. Die Quadratur des Kreises scheint gelungen; die öffentlichen Ausgaben für die Kunst sinken, während sich die Kunst zu neuen Höhepunkten aufschwingt. Doch was genau ist denn nun diese eierlegende Wollmilchsau, genannt Creative oder Cultural Industries? Keine

Das Bündnis Kreativität und Wirtschaft. Österreichs Kulturpolitik auf der Suche nach neuem Anschluss

Martin Wassermair Es kommt nur sehr selten vor, dass ein mit prominenten Gästen versehenes Arbeitstreffen bereits zweieinhalb Stunden vor dem offiziellen Programmschluss ein abruptes Ende findet. Doch in diesem einen Falle hatte man sich zum Thema der öffentlichen Veranstaltung eigentlich weiter nichts zu sagen. Demzufolge blieb den PR-Sprechern der österreichischen Wirtschaftskammer Anfang Dezember 2001 auch mehr Zeit, ein bisschen länger an der dennoch unvermeidlichen Presseerklärung herumzufeilen.

konsortium.Netz.kultur

Interessenvertretung der österreichischen Netzkultur Nachdem sich die österreichischen Initiativen einer partizipativen Netzkultur bereits im Februar 2000 zu einem informellen Netzwerk und einer Pressure Group zusammen geschlossen haben, wurde das konsortium.Netz.kultur nun als offizielle Interessenvertretung konstituiert. Im Zuge der Generalversammlung am 27. Oktober 2001 wurde ein Vorstand gewählt, der sich aus fünf Personen zusammen setzt: Dion Hämmerle (med-user.net; Dornbirn), Gabi Kepplinger (servus.at; Linz), Peter Riegersperger (subnet; Salzburg),