Politik

Die wundersame Wiedergewinnung des Kulturressorts durch die Wiener SPÖ

Interview mit Andreas Mailath-Pokorny Durch die absolute Mandatsmehrheit ist auch der Posten des Kulturstadtrats quasi zurück in den Schoß der Wiener SPÖ gefallen. Wie wird sich Ihre Politik von der Ihres ÖVP-Vorgängers Marboe unterscheiden? Ich komme relativ unmittelbar von einer nicht uninteressanten Diskussion innerhalb und im Umfeld der Sozialdemokratie, wo sich einige Leute zusammengefunden haben, um sozialdemokratische Kulturpositionen zu definieren. Das passiert im größeren Kontext von

6 Tote, 144 Verletzte. Die bisherige Bilanz des freiheitlich-konservativen Kulturkampfes

Gabi Gerbasits Die IG Kultur Österreich hat während der Sommermonate über 150 Kunst- und Kultureinrichtungen nach den Ergebnissen ihrer Subventionsverhandlungen im Bundeskanzleramt/Kunstsektion befragt. Das Ziel dieser Befragung war ein dreifaches: einen Überblick über die tatsächlichen Kürzungen zu erhalten, einen Rahmen zu finden, in dem das kulturpolitische Ziel von Förderentscheidungen festgestellt werden kann und die Konsequenzen darzustellen. Ausgangspunkt der Befragung war die Tatsache, dass den einzelnen Abteilungen

Menasses Freiheit

Ein Kommentar von Gerald Raunig im Falter 20/00 "Ich gehe unbehelligt demonstrieren. Ich kann sagen, schreiben, publizieren, was ich will. Ich kann mich versammeln mit Freunden, mit Gleichgesinnten, Pläne schmieden, ich kann versuchen, diese Pläne umzusetzen, und scheitere, wenn ich scheitere, nur an mir selbst und nicht an der Staatsgewalt. Schreibt Robert Menasse, das autonome Künstlersubjekt, im Wochenend-Standard in einem Essay, in dem es eigentlich um

In Österreich herrscht keine Normalität

Eine Stellungnahme der Kulturpolitischen Kommission English version Version francaise Seit Februar 2000 ist in Österreich eine Koalitionsregierung der rechten FPÖ und der christdemokratischen ÖVP an der Macht. Seither werden gegen die Beteiligung der FPÖ an der Regierung jeden Donnerstag Demonstrationen und jeden Samstag vor dem Bundeskanzleramt Informations- und Tanzveranstaltungen abgehalten. Die von der Regierung gesetzten Maßnahmen haben janusköpfigen Charakter. Gegenüber dem Ausland und der weniger differenzierenden

A Normal State Does NOT Rule in Austria

Since February 2000, a coalition government comprised of the right-wing FPÖ and the Christian democratic ÖVP has been in power in Austria. And since then demonstrations have taken place against the FPÖ every Thursday, and information and dance events have been held in front of the Chancellory every Saturday. The measures taken by the government have a two-faced character. Towards the international community and the less

En Autriche, rien n'est "normal"

Depuis février 2000, un gouvernement de coalition, formée par le FPÖ, parti de droite, et l'ÖVP chrétien-démocrate, est au pouvoir en Autriche. Depuis lors, devant la Chancellerie, des manifestations ont lieu tous les jeudis, et des actes d'information et de danse sont organisés tous les samedis pour protester contre la participation du FPÖ au gouvernement. Les mesures gouvernementales – envers et endroit d'une médaille. Face à