International

Intervention zum Wahlrecht. Den allmänna Opinionen, Kulturhuset

In demokratischen Staaten werden Regierungen nach dem Willen des Volkes gebildet. Als "Wille des Volkes" gilt, wofür eine Mehrheit votiert. Drücken die Ergebnisse solcher Wahlen aber tatsächlich aus, was sich die Menschen von der Politik ihres Landes erwarten, ist mit einem Kreuz "für" eine Partei beispielsweise berücksichtigt, was sie nicht wollen?

"I am from Austria" - Nobody Georg P. Thomann und die Große Diplomatie

Was hat der österreichische Künstler Georg Paul Thomann als Protagonist in der Taipeiausgabe der TIMES zu suchen, in einem hochpolitisierten, dem tatsächlichen Krieg nahen Kontext? Soweit dem Autor bekannt ist, ist Thomann am internationalen Parkett der Mächtigen noch nie wirklich aufgeschienen, nicht einmal als jemand, über den man bei Bedarf getrost hätte hinwegsehen können. Er war einfach Niemandem aufgefallen, auf den es im Ernstfall wirklich ankäme.

Future Culture Europe: Kultur im EU Konvent

Der seit Ende Februar tagende EU-Konvent, der in den nächsten Monaten eine grundlegende Debatte über die Zukunft Europas führen und die mit der Erweiterung überfällige Reform der Union inklusive eines Verfassungsvertrages erarbeiten soll, hat die Kultur als Thema entdeckt. Einigermaßen überraschend für jene, die sich seit langem für die Förderung kultureller Themen auf europäischer Ebene einsetzen, wurde in der letzten Plenarsitzung des zwölfköpfigen Präsidiums unter Führung

Schieß auf den Kuchen!

Denn wo Lubitschs Hauptdarsteller tatsächlich ein als Nazicharge verkleideter Widerständler ist, der durch geschickt gewählte Verkleidung gegen die Besatzung kämpft, stolpert hier zu Beginn der Wahlkampfsaison nur ein als Nazisoldat verkleideter Prinz mit Hakenkreuzarmbinde durchs Bild. Wo ist die Pointe, wird man sich fragen – tja leider, die fehlt.

BruXXel, Dezember 01

Der EU-Ratsgipfel auf dem Brüsseler Schloss Laeken ist ruhig verlaufen, der Gegengipfel wollte nicht so recht stattfinden - so ließe sich in Kürze zusammenfassen, was auf beiden Seiten nach monatelangen Vorbereitungen mit Spannung erwartet worden war.

Recht und Geld für geistiges Eigentum. Kann mit der Umsetzung der EU-Inforichtlinie in Österreich ein gerechter Ausgleich für alle UrheberInnen geschaffen werden?

Welchem Einfluss Entscheidungsträger bei der Gestaltung von Gesetzen ausgesetzt sein können, hat die Diskussion über die "Richtlinie zur Harmonisierung bestimmter Aspekte des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte in der Informationsgesellschaft", kurz: Info-Richtlinie, gezeigt: Alle involvierten Interessengruppierungen, ob aus Kunst oder Wirtschaft, sind mit ihren Anliegen nach Brüssel gereist und haben das Lobbying bei den Mitgliedern des Europäischen Parlaments forciert. Die Parlamentarierin Mercedes Echerer (Grüne) sah sich

Europäische kulturelle Netzwerke und Networking in Mittel- und Osteuropa

Die vorliegende Studie (IG Kultur Österreich in Kooperation mit eipcp ) beschreibt die Partizipation mittel- und osteuropäischer Mitglieder in europäischen/weltweiten Netzwerken. Dabei wurde nicht die Perspektive der Mitglieder erfasst, sondern bei den Netzwerken als 'Organisationen' angesetzt. Interviews fanden vor allem mit KoordinatorInnen und Vorstandsmitgliedern von Netzwerken statt, die Fragebögen wurden an die Koordinationsbüros versandt. In diesem Kapitel wird versucht, eine inhaltliche Auseinandersetzung mit einer quantitativen Beschreibung

Der Krieg ist vorbei.

Sarajevo. Muezzingesänge dringen von unten lauter auf die Hügel über der Stadt hinauf als der Autolärm. Ein Sieg der menschlichen Stimme über die Verbrennungsmotoren. Erfreulich, selbst wenn er nur mit Hilfe von Riesenverstärkern errungen wird und die Muezzinstimmen Konserven von der Kassette sein mögen.

Europas Nette Leit Kultur oder die Frage der Solidarität

Öffentliche Debatten haben eine bemerkenswerte Eigenschaft: Sie hinterlassen Reste. Diese Reste bilden zuweilen - wie auch immer sie im Einzelnen zu bewerten sein mögen - einen nicht unwesentlichen Teil der "Produktivität" solcher Debatten, indem sie etwa in Form von Gemeinplätzen in die Sekundärverwertung eingehen. Letzteres lässt sich nicht zuletzt regelmäßig an Österreichs Meisterfeuilletondenkern beobachten, deren Recycling solcher Gemeinplätze - vom Huntingtonschen "Kampf der Kulturen" bis zur Walserschen "Moralkeule" - von höheren Politikweisen schon mal für einen "Paradigmenwechsel" gehalten wird.

Die kroatische Erfahrung. Zwei Illusionen über die Rolle der Intellektuellen in der Politik

Die Artikulation des Massenschweigens, das war die Hauptaufgabe der kroatischen intellektuellen Elite in der Zeit der nationalistischen Mobilisierung der Massen.

Identity kills. Gegen die Instrumentalisierung der Kultur für das in Europa grassierende Gespenst der Identität

Aus: Einheit Europa. Kulturrisse . Dezember 1998. "... Der Kulturentwicklungsplan dient vor allem der Entwicklung einer Linz-spezifischen kulturellen Corporate Identity...”, diese unverwechselbare Identität ”wiederum als Waffe in der zunehmenden Städtekonkurrenz im Europa der Regionen”. Der stolze Linzer Bürgermeister Dobusch bringt die Sache auf den Punkt. ... Es ist der erklärte kulturpolitische Wille der Stadt, "Kunst und Kultur als wesentliche Identitätsfaktoren der Stadt nach innen und außen

Zwischen Gulag und shopping mall. Europäische Identität und "Osterweiterung"

Aus: Einheit Europa. Kulturrisse . Dezember 1998. Wenn sich heute die europäische Kultur mit dem Problem der sogenannten Osterweiterung befaßt, muß sie in erster Linie ihr Verhältnis zur Politik kritisch reflektieren. Hier wie kaum anderswo kommt ihre politische Rolle zum Vorschein, da sie - die Kultur - es ist, die in der gegenwärtigen Welt die wichtigsten Prozesse der politischen In- und/oder Exklusion entscheidend reguliert. Nun, bevor