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Foto von Renata Moraes auf Unsplash Trägt eure Arbeit zur Verteidigung und Stärkung demokratischer Teilhabe online oder offline bei? Habt ihr Interesse, eure Arbeit und Erfahrungen bei einer internationalen Konferenz zu präsentieren? Dann bewerbt euch für die Teilnahme an der Jahreskonferenz der ENCC von 20. bis 22. Mai 2026 in Lissabon, Portugal. Die IG Kultur Österreich übernimmt für zwei Mitglieder Reise- und Teilnahme­kosten.
Interesse an einem Job-Training bei einer Kulturinitiative im Ausland und einem 5-tägigen Weiterbildungstraining zu „Reimagining Democracy“ in Tampere/Finnland? Dann bewerbt euch bei LIGHTS ON, dem Mitarbeiter*innen-Austauschprogramm für Kulturarbeiter*innen U35 der ENCC. Bewerbungsfrist ist der 23. Jänner 2026. Online Info-Session dazu am 15. Jänner.
Die Konferenz „The FULCRUM Moment“ lädt am 26. März 2026 Akteur*innen der Soziokultur aus Europa nach Brüssel ein, um gemeinschaftsorientierte Kulturarbeit weiterzuentwickeln. Präsentiert werden Ergebnisse aus drei Jahren Kooperation – mit Werkzeugen, Methoden und kulturpolitischen Impulsen zu Community Building, Publikumsentwicklung und ökologischer Nachhaltigkeit, die für die Praxis gemeinnütziger Kulturvereine anschlussfähig sind.
Trotz vielfach widriger Umstände entwickeln und erhalten Kulturarbeiter*innen Strukturen und Projekte für Zugänge, Räume für Vielfalt und Engagement für demokratische Teilhabe. Doch wie oft wird diese Arbeit tatsächlich als relevante Wirkungskraft im kultur- und gesellschaftspolitischen Raum wahrgenommen? In einer europaweiten Austauschsession laden wir Kulturarbeiter*innen ein, die eigene Praxis und ihre Wirkung ins Zentrum zu stellen – um gemeinsam politische Impulse zu erarbeiten, damit Kulturarbeit in Europa als wirkungsstarker Akteur anerkannt wird. Online am 4. Dezember von 13–16 Uhr, Anmeldung erforderlich.
In einer breiten Allianz rufen der Kulturrat Österreich, die IG Kultur Österreich, die Landesorganisationen der freien Kulturarbeit sowie Kulturorganisationen die zuständigen Bundesminister*innen auf, Kultur in allen Politikfeldern des neuen EU-Finanzrahmens zu verankern – nicht nur in anerkennenden Worten, sondern in konkreten Programmlinien mit klarer budgetärer Dotierung.
2028 scheint noch weit entfernt – und doch werden jetzt die politischen und finanziellen Weichen auf EU-Ebene gestellt, die Stellenwert und Handlungsspielräume für Kunst und Kultur in Europa bis weit in das nächste Jahrzehnt prägen werden. Ein Blitzlicht auf den aktuellen Stand der Verhandlungen – und welche Möglichkeiten es gibt, sich einzubringen.
Das EU-Kulturprogramm Kreatives Europa macht 0,2% des Budgets aus und soll dennoch gekürzt werden. Symbolbild mit angeschnittenem Kuchen. EU-Budgetdisziplin mit kulturellem Kollateralschaden: Der Rat der Europäischen Union will das Budget für Kreatives Europa 2026 um rund 27,56 Millionen Euro bei den Verpflichtungsermächtigungen und 9,86 Millionen Euro bei den Zahlungsermächtigungen kürzen. Was nach einer geringen Anpassung klingt, bedeutet in der Realität: im Kulturbereich wird zehnmal so stark gekürzt wie im EU-Gesamtbudget.
Plakat mit Ankündigung der ENCC Konferenz "Against the Tide" vor einem verfallenen Fabriksgebäude  – September 2025, Kotor / Montenegro, Was kann der Kulturbereich tun, wenn demokratische Grundlagen ins Wanken geraten? Der Versuch einer europäischen Einschätzung von Vittorio Bianco, Kulturarbeiter und aktueller Präsident des Europäischen Netzwerks kultureller Zentren, anlässlich der aktuellen Jahreskonferenz unter dem Motto „Gegen den Strom“.
KURE Projektpartner:innen Demokratie, Regeneration, Widerstandsfähigkeit und Netzwerkausbau stehen aktuell im Themenfokus der IG Kultur Vorarlberg. Etliche Gespräche mit Kulturkolleg:innen unserer Nachbarländer zeigen Ähnlichkeiten im beruflichen Spannungsfeld zwischen Sparkurs, Kulturprogramm und gesellschaftlichem Auftrag. Dem tragen wir Rechnung - vor wenigen Tagen reichten wir in Kooperation mit der FHV Vorarlberg University of Applied Sciences als Projektleader eine Projektskizze zum Thema Resilienz in Kulturbetrieben bei Interreg Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein ein. Nun liegt es am Entscheidungsgremium, ob wir uns dem in den kommenden Jahren widmen können, wir feiern jedoch schon den Zwischenerfolg: Die Kulturnetzwerke greifen bereits und das Wissen, wie groß unser gemeinsames kreatives Potential ist, eint über Grenzen hinweg.
Kulturarbeit unter prekären Bedingungen verlangt mehr als Idealismus – nämlich handfeste Strategien. Knappe Ressourcen, Abhängigkeit von Förderstrukturen, Burnout im Team, zunehmende gesellschaftliche Polarisierung, etc.: Viele Herausforderungen sind europaweit Thema in der freien Kulturarbeit. Ein interaktives Toolkit versammelt nun Erfahrungen und Lösungsansätze aus der Praxis – und zeigt, welche Strategien und Ideen Kulturarbeiter*innen in Europa anwenden, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Nachahmen, inspirieren lassen und weiterentwickeln ausdrücklich erwünscht.
20 Jahre UNESCO-Konvention über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen 2005 hat die internationale Staatengemeinschaft die "UNESCO-Konvention über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen" verabschiedet. Sie gilt als Magna Charta der internationalen Kulturpolitik. Kaum eine andere UNESCO-Konvention wurde so schnell von so vielen Staaten ratifiziert, darunter auch Österreich und die EU. Doch was hat die Konvention in der Praxis bewirkt? Reflexionen zu 20 Jahren zivilgesellschaftlicher Kooperation bei Umsetzung der Konvention in der Praxis.
Collage - Außenansicht © Linda Meier / Veranstaltungsimpression © Fabio Rocchio "Früher war alles besser. Früher war mehr Lametta." Linda Meier über ihre Erfahrungen der Übernahme der Geschäftsführung des soziokulturellen Zentrums Stumpfblume in Hameln, die Suche nach der kulturellen DNA einer Einrichtung, notwendige Change-Management-Prozesse, Höhen und Tiefen sowie Erkenntnisse für eine gelingende Transformation.