Workshop Gewaltschutz & Awareness

Im kostenfreien Workshop „Gewaltschutz & Awareness“ am 28. Mai, 16-20:00 Uhr beschäftigen wir uns gemeinsam damit, wie Schutzkonzepte wirksam umgesetzt werden können, wie Betroffene gestärkt und Handlungsspielräume aus einer machtsensiblen, queer-feministischen Perspektive erweitert werden können.

Gewalt ist nicht immer sichtbar. Sie zeigt sich körperlich, psychisch, digital und strukturell und wirkt oft genau dort, wo Räume eigentlich sicher sein sollten. Awareness bedeutet, hinzusehen, zuzuhören und Verantwortung zu übernehmen, besonders in der Kulturarbeit, wo viele unterschiedliche Menschen aufeinandertreffen. Im kostenfreien Workshop „Gewaltschutz & Awareness“ am 28. Mai, 16-20 Uhr beschäftigen wir uns gemeinsam damit, wie Schutzkonzepte wirksam umgesetzt werden können, wie Betroffene gestärkt und Handlungsspielräume aus einer machtsensiblen, queer-feministischen Perspektive erweitert werden können. Der Workshop richtet sich an Menschen aus Kunst, Kultur und Vereinsarbeit, mit oder ohne Vorerfahrung. Umgesetzt wird der Workshop in einer Zusammenarbeit von IG KiKK, FH Kärnten, schau:räume, Verein GemSe, Land Kärnten und Friedenszentrum der AAU.

Workshop „Gewaltschutz & Awareness“ 
28. Mai, 16-20 Uhr
schau.räume, Draupromenade Villach
Anmeldung erforderlich!

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NACHLESE

Von der Haltung zur Handlung: Schutzkonzepte in Kunst, Kultur und Bildung

Wie können Kulturvereine, Initiativen und Veranstalter Räume schaffen, in denen Menschen sicher teilhaben können? Welche Verantwortung tragen Organisationen bei Grenzverletzungen, Machtmissbrauch oder Diskriminierung? Und wie gelingt es, von guten Absichten zu konkreten Handlungsabläufen zu kommen?

Diesen Fragen widmete sich ein Workshop zu Schutzkonzepten, Awareness und Kinderschutz, der Kulturschaffende, Vereinsverantwortliche und Multiplikator aus unterschiedlichen Bereichen zusammenbrachte.

Im Zentrum stand die Erkenntnis, dass Schutzkonzepte weit mehr sind als schriftliche Regelwerke. Sie schaffen Orientierung, klären Verantwortlichkeiten und unterstützen Organisationen dabei, auch in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben. Gerade in Kulturvereinen und ehrenamtlichen Strukturen entsteht oft Unsicherheit: Was tun, wenn eine Grenzverletzung gemeldet wird? Wie reagiert ein Team auf ein ungutes Gefühl? Wer trägt Verantwortung?

Anhand konkreter Fallbeispiele diskutierten die Teilnehmenden unterschiedliche Situationen aus der Praxis. Dabei zeigte sich, dass fehlende Vereinbarungen häufig dazu führen, dass Vorfälle relativiert, vertagt oder individualisiert werden. Schutzkonzepte schaffen hier gemeinsame Grundlagen und entlasten Einzelpersonen, weil Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt wird.

Besonders intensiv wurde über Machtstrukturen gesprochen. Nicht jede Machtposition ist formell sichtbar. Auch langjährige Vereinsmitglieder, bekannte Künstler oder besonders engagierte Personen verfügen über Einfluss. Schutzkonzepte helfen dabei, solche Dynamiken zu reflektieren und transparente Beschwerde- und Entscheidungswege zu etablieren.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie Prävention gelingen kann. Verhaltenskodizes, Feedbackkultur, klare Zuständigkeiten und regelmäßige Reflexion wurden als zentrale Bausteine genannt. Dabei wurde deutlich: Prävention beginnt lange vor einem Vorfall.

Die Rückmeldungen der Teilnehmenden machten deutlich, dass der Workshop vor allem eines erreicht hat: ein Bewusstsein für die Komplexität des Themas und die Motivation, Schutzkonzepte in den eigenen Organisationen weiterzuentwickeln.

Denn Schutzkonzepte sind kein fertiges Dokument, das in einer Schublade verschwindet. Sie sind ein Prozess, der von Beteiligung, Reflexion und kontinuierlicher Weiterentwicklung lebt.

Oder wie es eine Teilnehmerin am Ende formulierte:

„Von der Haltung zur Handlung – genau darum geht es.“

NACHLESE IN LEICHTER SPRACHE

Workshop zu Schutzkonzepten und Awareness

Wie können Kulturvereine, Festivals und Kulturinitiativen sicherere Räume schaffen?

Mit dieser Frage beschäftigte sich ein Workshop der IG KiKK. Gemeinsam mit Fachpersonen aus Kulturarbeit, Beratung und Pädagogik sprachen die Teilnehmenden über Schutzkonzepte, Awareness und den Umgang mit Grenzverletzungen.

Zu Beginn ging es um die Frage, was Gewalt eigentlich bedeutet. Dabei wurde deutlich: Gewalt ist nicht nur körperliche Gewalt. Auch Beschimpfungen, Diskriminierung, Ausgrenzung oder Machtmissbrauch können Menschen verletzen.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Awareness-Arbeit. Awareness bedeutet, aufmerksam zu sein und Menschen zu unterstützen, die sich unwohl fühlen oder eine Grenzverletzung erlebt haben. Dabei stehen die Bedürfnisse der betroffenen Person im Mittelpunkt.

Die Teilnehmenden beschäftigten sich auch mit wichtigen Fragen für die Praxis:

  • Wer ist Ansprechperson bei Problemen?
  • Wie können Beschwerden sicher eingebracht werden?
  • Welche Regeln braucht ein Verein oder eine Veranstaltung?
  • Wie können Machtverhältnisse sichtbar gemacht werden?

Anhand von Fallbeispielen wurde gemeinsam diskutiert, wie Kulturorganisationen in schwierigen Situationen handeln können. Dabei zeigte sich, dass viele Vereine bereits für das Thema sensibilisiert sind, sich aber mehr Orientierung und praktische Werkzeuge wünschen.

Die wichtigste Erkenntnis des Workshops: Sicherere Räume entstehen nicht von selbst. Sie brauchen klare Absprachen, transparente Strukturen und eine Kultur des Respekts.

Schutzkonzepte und Awareness helfen dabei, Kulturorte zu schaffen, an denen sich Menschen willkommen, ernst genommen und möglichst sicher fühlen können.

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