Eine Kulturagenda für Europa

Eine Kulturagenda für Europa - EU-Strategien und Modelle für den Kultursektor ist eine Konferenz des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur/ Cultural Contact Point Austria in Zusammenarbeit mit der IG Kultur Österreich TERMIN: 8. November 2007 9.00 – 16.30 Uhr Registrierung ab 8.30 Uhr ORT: WUK – WERKSTÄTTEN UND KULTURHAUS, KUNSTHALLE EXNERGASSE Währingerstraße 59, 1090 Wien, (Stiege 2, 1. Stock) Auf dem Weg vom ökonomischen und

Werner Portmann, Siegbert Wolf: „Ja, ich kämpfte“

Ein Großteil der ostjüdischen Traditionen und Alltagspraxen, wie etwa die jiddische Sprache, ist vor Ort beinahe verschwunden. Es kann also nur noch erahnt werden, wie ostjüdisches kulturelles Leben dort aussah. Aufgrund dieser erschreckenden Tatsache will das Buch „Ja, ich kämpfte“. Von ,Luftmenschen‘, Kindern des Schtetls und der Revolution den fast vernichteten und vergessenen Traditionen wieder Raum und Stimme geben.

Bini Adamczak: Gestern Morgen

Bini Adamczaks Reise in die Vergangenheit beginnt in einem Zug. Die Reisenden schweigen, während SoldatInnen des NKWD, des Volkskommissariats für innere Angelegenheiten, ihnen reichlich zu essen bringen. Gut genährt sollen die deutschen und österreichischen AntifaschistInnen auf Basis des Hitler-Stalin-Paktes an Nazi-Deutschland ausgeliefert werden.

Reartikulacija

Vor kurzem wurde in Ljubljana, Slowenien, die erste Ausgabe eines neuen Magazins mit dem Titel Reartikulacija (Reartikulation) publiziert. Dabei handelt es sich um ein im Zweimonatsrhythmus erscheinendes Journal, das gratis in Slowenien vertrieben wird. Herausgegeben wird das Magazin von einem unabhängigen Kollektiv, bestehend aus TheoretikerInnen, KünstlerInnen und ÜbersetzerInnen.

Partizipation vs. Selbstorganisation?

Ansätze zur Entwicklung einer Kulturpolitik auf EU-Ebene sind bekanntlich immer mit dem Problem konfrontiert, dass Kultur im EU-Vertrag als Kompetenz der Nationalstaaten definiert und damit der Spielraum auf europäischer Ebene sehr begrenzt ist.

Freiheit für den letzten Gefangenen der RAF – Abschwören jetzt!

Die RAF ist als unangefochtener „Superunterhalter“ verlässlicher Quotenbringer und Aufreger geblieben. Dabei ist – verglichen mit 1997 – die Dramaturgie der medialen Inszenierungen noch perfekter, das Marketing noch professioneller und die (aufmerksamkeits-)ökonomische Verwertungskette noch umfassender ausgefallen. Der Spiegel übernahm im medial vermittelten öffentlichen Diskurs die unangefochtene Führungsrolle als Leitmedium der Auseinandersetzung und Stefan Aust krönte sein monothematisches Lebenswerk als „Schnittlauch auf allen RAF-Suppen“.

„Occupasi“. Zur Wohnrechtsbewegung in Reggio Emilia, Italien

In Italien ist die Wohnrechtsbewegung, il movimento per il diritto alla casa – das Besetzen von Wohnungen und Häusern, Widerstand gegen Zwangsdelogierungen, Informationsarbeit über Rechte als auch politische Aktionen und Diskursbeiträge im öffentlichen Raum etc. – vor allem in den mittelgroßen und großen Städten relativ weit verbreitet, aber auch vielfältig und von Stadt zu Stadt sehr unterschiedlich.

wien darf berlin werden – seid gegrüßt ihr sparefrohs!

als ein sympathischer wiener technoclub in einer originellen location – einer ehemaligen mensa, die tausende provinzkinder auf wienwoche verköstigte – seine baustelle fand – und mit einer japanischen wortkreation seinen originellen, auf jeden fall nach großstadt klingenden titel – war wien baff. sämtliche musik- und szenebeschreiberInnen freuten sich, wie cool wien jetzt wäre – fast schon berlin. juhu, wir sind in berlin angekommen! wien 2004! geht’s dem klub gut, geht’s dem standort gut!

Feministische Kunst – nicht ministrabel

Der zeitgeistige Tenor zum Thema politischer Sprengkraft von Kunst ist jener, dass, wo alles medial erlaubt ist, keine ästhetischen Provokationen mehr möglich seien. Jüngste Ereignisse rund um ein Kunstprojekt von hellwach – bei Gewalt an Frauen zeigen etwas anderes.

Auf die Ekstase

Die Lesbians on Ecstasy, gegründet 2004, sind eine vierköpfige Montrealer Band, die hauptsächlich durch ihren tanzfreundlichen Ansatz beliebt wurde. Gab es in schwuler Clubkultur längst eigene Schwerpunktsetzungen im Terrain der Unterhaltung, wie eben die allerorts beliebten House-Clubs, so sah es auf Seiten lesbischer Clubkultur immer ein wenig mager aus.

De/Montage

RemRes ist eigentlich aus der Konstitution und fortgesetzten Arbeit einer Gruppe von Personen entstanden, die sich zur „Anticolonial Africa Conference Berlin 2004“ zusammengefunden haben, um eine die Konferenz begleitende Filmreihe mit Fokus auf antikoloniale Kämpfe zusammenzustellen. Damit wollten wir entgegen der in Europa verbreiteten Vorstellung zeigen, dass der durch die europäischen Mächte in Gang gesetzte Prozess der Eroberung und anschließenden Ausbeutung des afrikanischen Kontinents und der Demütigung seiner Bevölkerungen auf bedeutenden Widerstand traf.

Die Mitteilung der Europäischen Kommission zur Kulturpolitik

Im Mai dieses Jahres veröffentlichte die Europäische Kommission eine Mitteilung zur „europäischen Kulturagenda im Zeichen der Globalisierung“. Diese Tatsache wird von allen, die sich in EUropa mit Kulturpolitik beschäftigen, relativ einhellig als großer Fortschritt gefeiert. Allerdings scheint sich diese Begeisterung in erster Linie auf die Existenz des Dokuments und weniger auf seine Inhalte zu beziehen.