GemSe Festival ©  Carolina Frank  Wie lässt sich die Finanzierung von Kulturarbeit jenseits von Banken, Förderlogiken und Risikoprüfungen solidarisch organisieren? Wie kann Geld demokratischer verteilt, gemeinschaftlich verantwortet und für emanzipatorische Orte nutzbar gemacht werden? Mika Palmisano über die Erfahrungen des Vereins GemSe.
Diversität ist heute in vielen Kunst- und Kulturinstitutionen zur Standardformel geworden. Sie taucht in Leitbildern auf, in Förderkriterien, in Jurysitzungen und Programmtexten. Diversität gilt als Wert, als Haltung, als Selbstverständlichkeit. Gleichzeitig fehlen oft genau dort, wo Diversität beschworen wird, die strukturellen Voraussetzungen für echte Mitbestimmung, für Machtverschiebung, für nachhaltige Veränderung.
Autoritäre Verschiebungen entstehen oft nicht in einem großen Bruch, sondern in einem Muster vieler kleiner Schritte. Umso wichtiger ist es die kleinen, ersten Schritte aufmerksam zu beobachten und das dahinter liegende Muster zu erkennen, um gemeinsam dagegen aufzutreten zu können. Eine Analyse rechtspopulistischer Angriffe und Einschränkungen der Zivilgesellschaft in Österreich.
Es hat sich ein internationalisierter Kulturkampf gebildet, der klar gegen progressive Kunst und erkämpfte demokratische Rechte auftritt. Wir werden als Kunst- und Kulturszene nicht darum herumkommen, Allianzen mit allen konstruktiven und demokratiefreundlichen Parteien zu suchen. Ein Kommentar.
Ausstellungen im öffentlichen Raum werden mutwillig zerstört, einer Marienstatue der Kopf abgesägt, Kunstinstallationen beschädigt, die öffentliche Finanzierung kontroverser Kunst wird in Frage gestellt, involvierte Künstler*innen und Kulturarbeitende versucht durch Hassmails oder rechtsextreme Aufmärsche einzuschüchtern. Die Liste an Angriffen auf die Kunstfreiheit in Österreich in jüngster Zeit ist lang.
Wie steht es um die Demokratie in Österreich – und was sagt der weltweite Blick auf ihren Zustand? Zwischen globaler Autokratisierung, dem Rückgang liberaler Demokratien und wachsenden Repräsentationsdefiziten. Eine Analyse zum Stand der Demokratie in Österreich und weltweit.
Wie arbeiten Kulturorganisationen weiter, wenn Förderungen gekürzt, Leitungen politisch besetzt und Ausschlüsse als „Qualitätssicherung“ getarnt werden? Einblicke in Erfahrungen aus Mittel- und Osteuropa und mögliche Strategien, die helfen können, Kürzungen, nationalistische Förderpolitik und politischem Einfluss standzuhalten, ohne kulturelle Infrastruktur unsichtbar werden zu lassen.
Was kann gesichert über den Zusammenhang von kultureller Teilhabe und Demokratie gesagt werden? Ein Bericht im Auftrag der Europäischen Kommission hat 74 Studien und Fallanalysen zusammengetragen und analysiert. Eine – selektive – Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse.
Communitism in Athen macht leerstehende Gebäude gemeinschaftlich nutzbar und aktiviert sie als Kulturräume. Eine Reflexion, ausgehend von den Erfahrungen mit Commons, über Aufbruch und Selbstorganisation, Konflikten, Fürsorgearbeit und der Frage, welche Strukturen kollektive Räume langfristig tragfähig machen.
Bauernhofszenerie im Grünen mit großem, weißem Bauernhaus und Kühen. Regionen haben kein Entwicklungsproblem – sie sind vielgestaltige kulturelle und soziale Gefüge. Ihre Identität besteht darin, lokale Akteur:innen zu unterstützen, die kulturelle Beiträge leisten. Ihre Stärke liegt darin, diese Beiträge sichtbar und wirksam zu machen.