Soziokulturelle Arbeit ist kein nettes Extra, sondern grundlegende zivilgesellschaftliche Infrastruktur. Gerade in krisenhaften Zeiten ist sie wichtiger denn je. Dafür braucht es verlässliche Rahmenbedingungen, die die Realität von Kulturarbeit verstehen und stützen – anstatt sie durch immer mehr Auflagen, kürzere und unsichere Förderzyklen sowie steigenden finanziellen Druck zu erschweren. Ein Manifest soziokultureller Zentren, mit Beteiligung und Impulsen von europaweit über 100 Initiativen.
Symbolbild: Protestkundgebung bei der eine Person ein Schild mit der Aufschrift "Act Not" hochhält Kunst ist Arbeit, Kultur ist Arbeit. Arbeit bedeutet Einkommen und soziale Absicherung. Nicht, wenn es nach dem Willen der jetzigen Regierung um die Absicherung künstlerischer Tätigkeiten und Kulturarbeit geht. Das seit 1.1.2026 geltende Zuverdienstverbot zu AMS-Geldleistungen verhindert entweder die soziale Absicherung oder das Einkommen. Über 1300 Künstler*innen und 138 Kulturinstitutionen und -verbände verlangen daher, das Zuverdienstverbot aufzuheben. Sie sagen Nein zu einer armutsfördernden Maßnahme, die ganz besonders Frauen trifft.
YouTube Play Symbol vor beigem Hintergrund Derzeit sorgt ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofs für Unruhe im Kulturbetrieb: Eine Musikerin, die einen YouTube Kanal betreibt und die Videos auf ihrer Website einbettet und diesen Kanal monetarisiert, biete einen „audiovisuellen Mediendienst auf Abruf“ an. Sie müsse daher Mitglied der Wirtschaftskammer werden und u.a. eine Grundumlage bezahlen. Gilt das jetzt für jede Person oder Initiative, die YouTube Videos auf der eigenen Seite einbettet? Kurz gesagt: nein – das lassen nur verknappte Medienberichte vermuten.
BUCH13 schreibt drei Literaturstipendien aus. Vergeben werden zwei jeweils einmonatige [Juli/August26] Stipendienaufhalte in Villach zzgl. 1.500 Euro. Plus ein Sonderstipendium. Einreichfrist: Sonntag, 29. März 2026
Der Kulturbericht 2024 liegt vor und die IG KiKK hat diesen mit Fokus auf die freie Szene analysiert. Der Kulturbericht 2024 wurde mit deutlicher Verzögerung erst am 19. März 2026 beschlossen und öffentlich zugänglich gemacht. Die Mittel für Kunst und Kultur wurden 2024 erhöht, was in Zeiten allgemeiner Sparmaßnahmen ein wichtiges Signal ist. In unserer Analyse des Kulturbudgets 2024 haben wir untersucht, wie sich diese Erhöhung verteilt haben: Die Ergebnisse zeigen, dass sich bestehende Ungleichgewichte in der Mittelverteilung weiter verstärken. Sie machen deutlich, dass eine Erhöhung des Kulturbudgets auf 1 % der Gesamtausgaben notwendig ist, um die freie Kulturszene langfristig und nachhaltig abzusichern!
IG Kultur Steiermark macht Pause bis 7. April.
Seit dem 1. Juli 2025 sind Präventionskonzepte gegen Machtmissbrauch in manchen Fällen verpflichtend. Gemeinsam mit Heidi Fuchs (vera*) und Mag.a Sandra Konstatzky (Gleichbehandlungsanwaltschaft) sprechen wir darüber, was bei der Erstellung solcher Konzepte zu bedenken ist, welche Unterstützungsangebote es gibt und warum Prävention als Prozess in der eigenen Organisation verankert werden soll. Ergänzend teilt Cornelia Böhnisch, künstlerische Leitung und Choreografin im Toihaus Theater Salzburg, ihre Erkenntnisse aus der Praxis.
Am 19. März 2026 hat der Kärntner Landtag die erste Kunst- und Kulturstrategie des Landes beschlossen – eingebettet in die letzte Rede von Landeshauptmann Peter Kaiser. Der Beschluss markiert damit nicht nur einen kulturpolitischen Meilenstein, sondern auch einen politischen Übergang.
Die geplanten Kürzungen bei den direkten Förderungen des Bundes lösen auch in Kunst und Kultur Verunsicherung aus. Sollte der angekündigte Kürzungspfad umgesetzt werden, drohen bis 2029 Einschnitte von über 60 Millionen Euro. Noch ist das nicht festgeschrieben. Umso dringlicher sind jetzt klare politische Zusagen zur Absicherung freier Kunst- und Kulturarbeit.
Anknüpfend an das Webinar zum Jahresabschluss vertiefen wir am 9. April Fragen rund um die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung von Kulturvereinen anhand konkreter Praxisbeispiele. Eigene anonymisierte Beispiele können eingebracht und gemeinsam analysiert werden – für mehr Sicherheit in der Umsetzung und eine tragfähige Buchführung im Vereinsalltag.