Linz

Nähküche Linz

"Weltretten mit der Nähmaschine" - Klimakultur im Gespräch: Martina Eigner, Nähküche

Was kann die Kultur fürs Klima? Umweltschutz im Kunst- und Kulturbereich schien lange Zeit Nebensache und fehlt in den meisten Visionen und Missionstatements weitgehend. Dabei zeigen viele Initiativen und Projekte seit langem, wieviele spannende Impulse zu dem Thema aus dem Sektor kommen. Patrick Kwasi von der IG Kultur im Gespräch mit der Klimakultur. Hier mit Martina Eigner, Nähküche, Linz.
Foto: ©Patrick Kwasi

Das Kulturhauptstadtjahr – Segen oder Fluch?

"Ich habe sehr gerne für das Kulturhauptstadtjahr gearbeitet, ich habe auch davor und danach sehr gerne darüber geschimpft." Die europäische Kulturhauptstadt ist für die Szenen der betreffenden Städte immer von großen Erwartungen aber auch großer Ernüchterung begleitet. Die Meinungen gehen im Vorfeld und in der Nachbetrachtung oft weit auseinander. Unter Kulturschaffenden polarisiert das Kulturhauptstadtjahr. Wir haben mit den Kulturtreibenden Piotr Michałowski und Ole G Jørgensen über

Angst ist Alltag für Roma in EUrope

Im Alten Rathaus in Linz wurde im Oktober Marika Schmiedts Ausstellung Die Gedanken sind frei neuerlich eröffnet – unter Polizeischutz

Frühlingserwachen

Wer sich mit „Radaubrüdern“ solidarisiere und die Exekutive vorverurteile, dürfe bis zur Aufklärung der Vorfälle keine Subventionen mehr bekommen. Betroffen von dieser Forderung wären alle 165 Organisationen, die das Bündnis gegen Polizeigewalt unterstützen.

Nahsehen in Fernsicht

Der Verein matrix will nun endlich auch in Linz einen freien Fernsehkanal etablieren. Als Startschuss veranstaltete er Mitte November die Konferenz Nah-sehen/fern-sehen an der Kunstuniversität Linz. Das Thema Community TV wurde dabei in eine größere (politische) Öffentlichkeit gerückt und die Forderung nach einer derartigen Einrichtung durch die Einbindung von lokalen Initiativen, Vorzeigeprojekten und künstlerischen Positionen bekräftigt.

Linz in Einkaufstüten

Eine Antwort auf so genannte Struktur- und Standortkrisen lautet vielfach Aufwertung mittels Kaufkraft in Kombination mit „Kultur“. Dies bedeutet, dass der Attraktivitätsfaktor einer Stadt mit seiner kulturellen Repräsentationsfähigkeit steigt und dazu beiträgt, den Konsum und die TouristenInnenströme in die Stadt zu lenken. So bemüht sich Linz schon seit den 1970ern, die Metamorphose von der Stahlstadt zur Kulturstadt zu vollziehen.

Wo brennt’s?

Die Transformation von Linz zu Linz 09 begann im Jahr 2005 mit der Bestellung einer Intendanz, alles mögliche an Neuigkeiten wurde versprochen: „Verbindungen“, „Perspektiven“, „Visionen“. Ein „friedvoller Ausnahmezustand“ bis hin zum Jahr des Ereignisses selbst, wenn sich die Stadt nach allerlei Vorgeplänkel als „Gastgeberin für Europa“ verstehen darf, danach der auf „Nachhaltigkeit“ bedachte Rückbau.

Linz wird Standortwettbewerbssieger

Die Stadt Linz verändert sich rasant. Beispiele? Solarcity, Bindermichl, Bahnhofsviertel inkl. Skyline, Kulturmeile, Wienerstraße, Frachtenbahnhof und so weiter. Stadtteile werden aus dem Boden gestampft, abgerissen oder erneuert. Doch die Eingriffe in das städtische Leben geschehen nicht nur auf einer Ebene der architektonischen Stadtplanung, zwischen Gentrifizierung und Kulturbautenhype. Zu den direkten Folgen kommen reaktionäre Sperrstundenregelungen, Verdrängung von SandlerInnen, Vertreibung der Bahnhofspunks, Plakatierverbote, ...

Von Baustelle zu Baustelle

Ich lebe seit fünf Jahren in Österreich und begann erst vor circa zwei Jahren, am hiesigen Kulturbereich aktiv teilzunehmen – und zwar durch meine Arbeit bei maiz, dem autonomen Zentrum von und für Migrantinnen in Linz, als Koordinatorin des Online-Magazins MigraZine, das sich besonders auf Kultur konzentriert, mit dem Ziel einer Demokratisierung von Informationen für MigrantInnen.

Alles frei, alles offen – alles unter Kontrolle.

Etwas nebulös skizziert werden diese Bürgerinnen und Bürger der Stadt Linz als eine mehr oder weniger homogene Masse, die lediglich über bestehende Möglichkeiten aufgeklärt werden muss, um sich frei an demokratisierenden Partizipations- und Mitgestaltungsangeboten im Netz ausnahmslos und vorbildlich zu beteiligen.