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Alternativer Kulturbericht

Der alternative Kulturbericht ist eine statistische Erhebung der Rahmenbedingungen der freien Kunst- und Kulturszene. An der Basisdatenerhebung im Jahr 2015 nahmen erstmals Kulturinitiativen aus allen neun Bundesländern teil. Es wurden insgesamt 765 Initiativen mittels Online-Befragung kontaktiert. 189 Mitglieder füllten die Datenblätter aus. Der Rücklauf erhöhte sich auf 25% bundesweit – eine Verbesserung um 5% gegenüber dem Vorjahr. So konnte ein weiterer Schritt in Richtung eines bundesweiten

Von Kulturpolitik und Kettensägen

Zeitgenössische und regionale Kulturinitiativen sind vitaler Bestandteil der österreichischen Kulturlandschaft, aber sie schaffen das nicht wegen, sondern eher trotz der österreichischen Kulturpolitik. Obwohl sie den Großteil des Angebots liefern, erhalten sie nur 5% des Kunstbudgets. Der Großteil geht an die wenigen großen Kulturtanker. Der Kunstbericht beschäftigt sich mit der Frage, wo die Gelder hingehen und rechtfertigt diese Verteilung. Doch er steht noch nicht einmal zur Debatte:

Knapp vorbei ist auch daneben

Während die Presseaussendung der Bildungsministerin Erhöhungen und neue Schwerpunktsetzungen im Kulturbudget propagierte, zeigen die nackten Zahlen und Tabellen im Bundesfinanzgesetz etwas anderes:. Das Gesamtbudget sinkt (Ausgaben 2008: 80,.983.670 Euro) auf für 2010 budgetierte 79.667.000 Euro. Gefeiert wird jedoch eine Erhöhung (!) im Budget für 2009, wo tatsächlich 83.967.000 Euro veranschlagt sind. Diese Erhöhung verdanken wir dem Haydn-Jahr, einem neuen Dach für die Felsenreitschule sowie Lastenaufzügen für die Salzburger Festspiele und den Wertanpassungen der Salzburger und der Bregenzer Festspiele.