kolonialismus

Unter den Blechdächern, der koloniale Alltag

Betritt man derzeit „The House of the World Cultures“ stößt man im Foyer auf eine Installation DER HOF, deren Zentrum ein in der Luft ruderndes Boot bildet. Teil davon ist der senegalesische Künstler Issa Samb, der draußen auf der Terrasse über die Ein/Ausgänge „wacht“ und das Haus selbst nicht betreten soll. In der Ankündigung heißt es zu dieser Wach-Geste: „Er befindet sich hier im Transit“.

Ein Museum ohne Sammlung. Das Maison des Civilisation set de l’Unité Réunionnaise auf Réunion

Das MCUR wurde nicht ausgehend von einer Sammlung geplant, sondern aus dem Bedürfnis und dem Willen, einen Raum für Begegnungen, Auseinandersetzung und Interpretation zu ermöglichen. Als Museum versucht es, das Leben und die Erfahrungen marginalisierter Menschen „darzustellen”.

Kolonialdisney und die Profis der Differenz. Zum neuen Museum kulturalistischer Stereotypen in Paris

Kein Wort von den 70 Millionen von den christlichen Humanisten abgeschlachteten Indigenas. Ungebrochen europäische Blickregimes, Wahrheitsproduktionen, Darstellungsformen, die unterwerfen, was ihnen an Buntem unters Glas kommt.

Positionalität übersetzen. Über postkoloniale Verschränkungen und transversales Verstehen.

Die von mir angenommene gemeinsame Identität als Spanischsprechende wurde durch unsere soziale Position, uns auferlegt durch koloniale Vermächtnisse, den fordistischen Kapitalismus und neue Achsen des Empire, in Frage gestellt.