kolonialismus

Andere Bicentenarios

Die Casa de Murillo in La Paz ist bisher das zentrale Museum zur nationalen Geschichte der Befreiung Boliviens. Man kann eine Pinakothek kolonialer Gemälde und ethnografischer Objekte besichtigen, den Saal der Verschwörer, einige Schlafzimmer und mehrere Salons. Pedro Domingo Murillo, ein reicher Bürger aus La Paz, war an Verschwörungen gegen die koloniale Regierung beteiligt. 1810 wollten die Verschworenen die Schwächung Spaniens durch die bonapartistische Besetzung für

Vorwärts in die Vergangenheit

Was konstituiert das heutige EUropa? Ist die EU tatsächlich primär ein Staatenverbund zum Zweck der Durchsetzung eines neoliberalen Binnenmarkts? Oder spielt das politische Zusammenwachsen des vormals in Ost und West geteilten Europas als eine „Werte- und Kulturgemeinschaft“ unter dem Mantel der „Reintegration zwecks Wohlstand und Stabilität“ darin eine wichtige, möglicherweise entscheidende Rolle im Prozess der Durchsetzung marktwirtschaftlicher Interessen des Westens im Osten?

Gedenkschilder stürzen!

Von April bis Anfang November war in den Räumlichkeiten der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB) unter dem Titel „Annäherungen an die Ferne. Geografische Kostbarkeiten aus der Österreichischen Nationalbibliothek“ kartographisches und Textmaterial europäischer Kolonialreisen mit Schwerpunkt 17. Jahrhundert aus der hauseigenen Sammlung ausgestellt.

Unter den Blechdächern, der koloniale Alltag

Betritt man derzeit „The House of the World Cultures“ stößt man im Foyer auf eine Installation DER HOF, deren Zentrum ein in der Luft ruderndes Boot bildet. Teil davon ist der senegalesische Künstler Issa Samb, der draußen auf der Terrasse über die Ein/Ausgänge „wacht“ und das Haus selbst nicht betreten soll. In der Ankündigung heißt es zu dieser Wach-Geste: „Er befindet sich hier im Transit“.

Ein Museum ohne Sammlung. Das Maison des Civilisation set de l’Unité Réunionnaise auf Réunion

Das MCUR wurde nicht ausgehend von einer Sammlung geplant, sondern aus dem Bedürfnis und dem Willen, einen Raum für Begegnungen, Auseinandersetzung und Interpretation zu ermöglichen. Als Museum versucht es, das Leben und die Erfahrungen marginalisierter Menschen „darzustellen”.

Kolonialdisney und die Profis der Differenz. Zum neuen Museum kulturalistischer Stereotypen in Paris

Kein Wort von den 70 Millionen von den christlichen Humanisten abgeschlachteten Indigenas. Ungebrochen europäische Blickregimes, Wahrheitsproduktionen, Darstellungsformen, die unterwerfen, was ihnen an Buntem unters Glas kommt.

Positionalität übersetzen. Über postkoloniale Verschränkungen und transversales Verstehen.

Die von mir angenommene gemeinsame Identität als Spanischsprechende wurde durch unsere soziale Position, uns auferlegt durch koloniale Vermächtnisse, den fordistischen Kapitalismus und neue Achsen des Empire, in Frage gestellt.