freiraum

Freiräume erkämpfen

Die kulturellen Möglichkeiten in Vorarlberg sind begrenzt. Menschen, die abseits der etablierten Angebote Kultur schaffen wollen, werden in eine kommerzielle Verwertungslogik gezwungen. Kultur ist hierzulande längst zu einem unleistbaren Vergnügen verkommen.

Den öffentlichen Raum als Freiraum erobern

Vor rund vierzig Jahren sorgte der amerikanische Import der Gemeinwesenarbeit für Irritationen in der heilen österreichischen Welt. Sie nimmt Sozialräume zum Gegenstand sozialer Intervention und sorgt auf vielfältigste Art dafür, dass sich Menschen für die Gestaltung ihres Lebensraums engagieren. Der Erfolg dieser Arbeit zeigt sich anhand vieler BürgerInneninitiativen.

Windschiefe Paralleluniversen

Was ist das Verhältnis von Staat als Gesellschaft und dem suggerierten Bestehen von Parallelgesellschaften? Welche Idee liegt dieser Vorstellung zu Grunde? Die einer einheitlichen Nation, einer einfachen, überschaubaren Welt klarer Identitäten? Wo sind die Grenzen der Gesellschaft und wer fährt im Parallelschwung nebenher mit?

25 Jahre andersrum. Die Rosa Lila Villa an der Linken Wienzeile 102

Dieser Haufen hatte schon zum Neujahrskonzert 1982 für einen „rosa Wirbel“ gesorgt, und unvergessen sind die beiden Nackten (Florian Sommer und Robert Herz nur mit einer Fliege bekleidet), die pünktlich zur Polka „Die Emanzipierte“ im traditionsreichen Wiener Musikvereinssaal die Bühne stürmten und „Freiheit für Schwule“ forderten.

Revolution als Prozess. Der Kampf um „Freiräume“

Vor einigen Jahren entstand die Gruppe „Freiraum“, die sich um die Nutzung leerstehender Gebäude bemühte, u.a. durch Besetzungen. Der Begriff ist eher zufällig entstanden: Aus Italien kannte mensch die Parolen „Nehmen wir uns die Stadt“ oder „Her mit dem ganzen Leben“ und das wurde mit dem Raum zur Nutzung verbunden.

Räume verändern. Das Ladyfest als feministische Raumpraxis

Der Begriff Ladyfest steht für ein feministisches Kunst- und Kulturfestival, das zumeist von Frauen, Lesben und Transgender nach dem „Do-It-Yourself“-Prinzip organisiert wird, das aber für alle BesucherInnen offen ist.

Raum artikulieren. Einige Vorbemerkungen zum Verhältnis von Sozialität und Spatialität

Als exemplarische Vorform heutiger Strategien des Aufbegehrens im städtischen Raum war in den frühen 1990er Jahren in London und Umgebung in der Allianz aus RaverInnen und UmweltschützerInnen eine Praxis entstanden, die die Straße nicht nur als Ort der Umweltzerstörung bekämpfte, sondern zugleich als neue Öffentlichkeit besetzte: An der Kreuzung von antikapitalistischen und hedonistischen Strategien versuchte Reclaim the Streets, die Aneignung der Straße als Insurrektion und konstituierende Macht zu erproben.

VorRisse

Seit der Räumung des Ungdomshuset, einem besetzten Jugendzentrum in Kopenhagen, das heuer sein 25jähriges Bestehen gefeiert hätte, ist die Frage nach aktiver (Frei-)Raumbeschaffung durch Besetzung wieder verstärkt in den Fokus medialen Interesses gerückt.

... denn die Häuser gehören uns! Freie Zeit & besetzter Raum.

Besetzen ist in. Nicht nur der Bestand des Ernst-Kirchweger-Hauses im zehnten Wiener Gemeindebezirk ist vorläufig gesichert, auch in Salzburg konnte die Besetzung der ehemaligen ARGE Nonntal seit mittlerweile über zwei Monaten gehalten werden.

In Räumen träumen! Statt Träume räumen!

In diesem Sommer 2004 kam es in Wien zu drei Besetzungen im alten AKH. Wie unösterreichisch und retro? Hat sich da jemand im Land oder Jahrzehnt geirrt? Achtung: Dieser Erklärungsversuch ist alles andere als ein objektiver Bericht, sondern – wie alles – Propaganda involvierter Personen!