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Rollen - Welten - Räume - Gruppe - Stärken - Grenzen - Zukunft

 

 

 

 

 

Termine:

Modul 1 „Rollen 1“: 15. und 16. März 2013 Ort: KPH/Graz

 

„Movie Star – just for one day!“
„Wer war ich gestern? Wer will ich heute sein?

Die TeilnehmerInnen lernen theaterpädagogische Methoden kennen, um Facetten ihrer Identitäten darzustellen und – ausgerüstet mit digitalen Videokameras – vorhandene Rollenbilder zu hinterfragen sowie neue auszutesten. Praktische Übungen zu den Themen Geschlechterrolle sowie kulturelle und soziale Zugehörigkeiten werden durch theoretische Grundlagen in den Bereichen Gender, Diversity und Intersektionalität ergänzt.

30% Spiel, 20% Inszenierung, 10% Video, 20% Reflexion, 10% Best-Practice-Beispiele, 10% Theorie

Modul 2 „Welten 1“: 12. und 13. April 2013 Ort: KPH/Graz

 

„Ich vermisse meine Großmutter, ich vermisse meine Freundin, ich vermisse mein Heimatland. Was kann man überhaupt in der Welt machen oder tun?“

„Postkarten erzählen Lebenswege.“

Die TeilnehmerInnen setzen sich mit ihren Biografien bildnerisch und in Form von kurzen Briefen und Nachrichten auseinander, lernen aus künstlerischen Prozessen stammende Methoden kennen, um ihre Lebenswege, Herkunftsgeschichten, Erinnerungen und Erfahrungen sichtbar zu machen. Diese Arbeit an der eigenen Biografie wird durch Beispiele aus der Praxis und einen einführenden theoretischen Diskurs zur inklusiven Pädagogik  ergänzt.

20% Herkunft, 10% Erinnerung, 20% Fotografie und Collage, 20% Brief, 10% Best-Practice-Beispiele, 10% Transkulturelles Lernen

Modul 3 „Rollen 2“: 24. und 25. Mai 2013 Ort: KPH/Graz

 

„Mein Tagesablauf: Ich steh‘ um zehn Uhr auf, dreh meinen Film und geh wieder ins Bett. Ich bin die Diva und das Spiel läuft nach meinen Regeln.“

Im Theaterspiel jonglieren die TeilnehmerInnen mit Rollen, Kostümen und Berufen: Das noch so Abwegige wird plausibel, und vom Traumberuf trennt mich plötzlich nur mehr eine kleine Welt. Das Spiel mit der Rolle erlaubt es den TeilnehmerInnen, im geschützten Rahmen Ideen auszuprobieren und neue Wege der Berufs- und Bildungsorientierung zu erfahren.

20% Berufsperspektiven, 20% Spielpädagogik, 20% Theater, 10% Kostüm, 10% Fotografie, 20% Best-Practice-Beispiele

Modul 4 “Welten 2”: 14. und 15. Juni 13 Ort: KPH/Graz

 

„Hier wird ein Übersetzungssender gebaut, damit alle in ihrer eigenen Sprache sprechen können und einander trotzdem verstehen.“

In diesem Workshop geht es um das Spiel mit kulturellen Besonderheiten wie SpracheLiederKücheKleidung und Tanzin der Erlangung interkultureller Kompetenz, welche als ein Baustein am Weg zu struktureller Integration zu sehen ist.

„Egal, wohin du gehst – kommt es immer darauf an, woher du kommst?“

30% transkulturelles Lernen, 10% Kochen, 10% Sprache, 10% Lied, 10% Kleidung, 10% Tanz, 20% Best-Practice-Beispiele

 

Modul 5 Sommerwerkstatt „Räume“: 02. – 07. September 2013 Ort: bifeb/Strobl am Wolfgangsee

„Wir haben die Baustelle verschönert, obwohl das keiner tun darf. Wenn es sein muss, muss es sein!“

Fünf Tage lang besetzen die TeilnehmerInnen den öffentlichen Raum: Innen- und Außenräume werden erforscht und beschrieben, Spielräume nach allen Regeln der Kunst erweitert. Im Zentrum steht die Handlungsfähigkeit des/der Einzelnen oder einer Gruppe im Wechselspiel zwischen landschaftlichen, baulichen und sozialen Strukturen. Die Kunst greift in die Umgebung ein, sie schwappt hinaus ins Öffentliche! Ziel ist es, künstlerische Methoden der Partizipation kennenzulernen und Möglichkeiten des Aktionismus auszutesten – und das unter Einsatz aller erdenklichen Künste.

„Wir sind nicht deppert, wir machen nur unsere Arbeit.“

10% Beobachtung, 10% Statement, 20% Performance, 20% Partizipation, 15% öffentlicher Raum, 15% Best-Practice-Beispiele, 10% Performancetheorie & -geschichte

Referentinnen:

Andrea Markart, Julia Laggner, Andrea Fischer, Edith Draxl, Birgit Waltenberger, Sabine Friesz

Kosten: € 100.- / zzgl. Unterkunft

 

Modul 6 „Gruppe“: 11. und 12. Oktober 2013 Ort: KPH/Graz

 

„Wir wollen hier nur Geld und Gold.“

Der Schwerpunkt dieses Workshops liegt in den Themen Kooperation und Gruppe in der Planung und Umsetzung von Rauminstallationen, der Text- und der Theaterarbeit. Es werden Methoden und Möglichkeiten des selbstgesteuerten und selbstorganisierten Lernens vorgestellt sowie theoretisches Wissen über Grupendynamik und -phasen vermittelt.

„Unser Land ist sehr schön, es ist aus Sand. In unserem Land ist immer Sommer, alles ist aus Gold gebaut und die Arbeit beginnt erst um 15 Uhr.“

30% Selbstorganisiertes Lernen, 10% Gruppen-dynamik, 20% Rauminstallation, 9,5% Beobachten & Beschreiben, 10% Gruppenstrukturen, 10% Best-Practice-Beispiele, 10,5% Kooperative Lernsettings

Modul 7 „Stärken“: 15. und 16. November 2013 Ort:  KPH/Graz

 

„Mein Kopf ist ein Kosmos mit vielen Planeten ... Mein Kopf ist eine Fabrik, da sind sehr viele Maschinen drinnen.“

Wenn eine fremde Beobachterin von einem anderen Planeten in deinem Kopf landen würde, was würde sie dann erleben? Wenn sich Eigenschaften und Stärken zu einer Gestalt formen, werden zuvor abstrakte Begriffe plötzlich greifbar. Es eröffnen sich dadurch neue Wege in der Kompetenzerfassung und in der Beschreibung von Lern-erfahrungen, basierend auf den Grundlagen der konstruktivistischen Didaktik. Die TeilnehmerInnen bekommen Methoden in die Hand, um Symbolarbeit in ihren Zielgruppen anzuwenden.

„Bei mir ist Baustelle, da wird ein riesiger Computer gebaut.“

30% Ressourcenorientierung, 30% Symbolarbeit, 20% Theorie der konstruktivistischen Didaktik, 10% Selbsterfahrung, 10% Best-Practice-Beispiele

Modul 8 “Grenzen”: 13. und 14. Dezember 2013 Ort:  KPH/Graz

 

„Ich bin so spät dran, weil beim H&M Abverkauf war ... mein Bett hat mir keine Bestätigung gegeben.“

Während Widerstände in konventionellen Lernumfeldern eher hinderlich sind, liefern sie für die künstlerische Arbeit oft ungeahnt wertvolles Material. In der Arbeit mit bildungsfernen Zielgruppen tauchen unterschiedlichste Verweigerungsstrategien auf, hinter denen u.a. Versagensängste stehen. Zeichne deinen inneren Schweinehund! Der vorgestellte Arbeitsansatz nimmt Menschen in ihrer Verweigerung ernst, entlässt sie aber nicht aus der Verantwortung, Prozesse durchzustehen. Ziel ist, Störungen und Widerstände in der Gruppe nutzen zu lernen, um damit Türen zu öffnen und neue Zugänge zu ermöglichen.

„Ich freue mich im Kurs zu sein! Nach ein paar Stunden bin ich voll müde, eigentlich schon nach fünf Minuten.“

20% Wahrnehmung, 20% paradoxe Intervention, 20% Inklusion, 20% Grenzen setzen, 20% Best-Practice-Beispiele

Modul 9 “Zukunft”: 17. und 18. Jänner 2014 Ort:  KPH/Graz

 

„Stell dir vor, du bist der/die PräsidentIn eines Phantasie-landes und hältst eine Neujahrsrede an dein Volk!“

In diesem Workshop werden persönliche, gesellschaftliche, universelle Wunschszenarien ausgedacht, geplant, modellhaft um- und mit den Szenarien der anderen in Beziehung gesetzt. Dabei werden einerseits Zukunftswünsche thematisiert, und andererseits wird die Rolle der Kreativität in der Selbstverwirklichung hinterfragt: Muss ich kreativ sein? Muss ich mich ganz individuell umsetzen? Theoretische Grundlagen der Kreativität werden – mit dem besonderen Aspekt des kreativen Imperativs – vermittelt.

„Hier wird ein Fahrstuhl gebaut – für den Weg zum Himmel ... spüren, dass alles, alles möglich ist.“

 

 

30% Kreativität, 20% Imagination, 20% Wünsche, 20% Safe Place, 10% Best-Practice-Beispiele

Kosten:

€ 50,- pro Wochenendmodul
€ 100,- für die Sommerwerkstatt zzgl. Kosten für Unterkunft und Verpflegung

Die Zitate in den Modulbeschreibungen stammen von jungen Frauen aus dem Projekt „raus aus der box“, ein Bildungsangebot für Mädchen und junge Frauen von 15 bis 24 Jahren. Gefördert aus Mitteln des esf, BMUKK und AMS Steiermark. ProjektpartnerInnen: uniT, Mafalda, ISOP