Wer Mehrsprachigkeit immer noch ablehnt, lebt in einer sehr kleinen Welt.

Am vergangenen Wochenende wurden in Kärnten/Koroška erneut zweisprachige Ortstafeln beschmiert. Die slowenischen Bezeichnungen, sichtbares Zeichen der sprachlichen und kulturellen Vielfalt des Landes, werden weiterhin gezielt angegriffen – und das 70 Jahre nach der Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrags, der die Rechte der slowenischen und kroatischen Volksgruppen in Artikel 7 garantiert.

Am vergangenen Wochenende wurden in Kärnten/Koroška erneut zweisprachige Ortstafeln beschmiert. Die slowenischen Bezeichnungen, sichtbares Zeichen der sprachlichen und kulturellen Vielfalt des Landes, werden weiterhin gezielt angegriffen – und das 70 Jahre nach der Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrags, der die Rechte der slowenischen und kroatischen Volksgruppen in Artikel 7 garantiert.
Mehrere der beschädigten Tafeln liegen auf dem Weg zum Peršmanhof, einem zentralen Erinnerungsort der Kärntner Slowen:innen. Nach der umstrittenen Polizeirazzia beim antifaschistischen Bildungscamp im Sommer steht der Ort erneut im Fokus. Die Verbindung der aktuellen Schmieraktionen mit diesem Kontext legt nahe: Es handelt sich um bewusste Einschüchterung und um einen Angriff auf jene, die für ein offenes, antifaschistisches und zweisprachiges Kärnten/Koroška eintreten.
Diese Vorfälle machen deutlich, dass es weitere Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit der Geschichte in Kärnten/Koroška braucht, weil die Gleichberechtigung und Sichtbarkeit der slowenischen Sprache noch immer nicht selbstverständlich und unangreifbar ist.

Die IG KiKK unterstützt folgende Forderungen der KSŠŠD:
•    vollständige Aufklärung der aktuellen Angriffe,
•    umgehende Umsetzung aller noch fehlenden zweisprachigen Ortstafeln und Beschilderungen,
•    wirksame Maßnahmen gegen jede Form von Minderheitenfeindlichkeit.

Es braucht klare politische Verantwortung, um das in Artikel 7 verankerte Versprechen endlich einzulösen – für ein Kärnten/Koroška, das Mehrsprachigkeit nicht als Bedrohung, sondern als Stärke versteht.
 

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