GKP - Steirische Gesellschaft für Kulturpolitik

Steirische Gesellschaft für Kulturpolitik

Ein langer Atem war von Anfang an Voraussetzung – und der musste bis zur Jahrtausendwende mit kulturellem Sauerstoff genährt werden. Denn das, was andere Kultureinrichtungen bis dahin in der Steiermark nicht machten, war nicht weniger als Kunst und Kultur mit dem aktuellen Leben und Denken der Menschen zu verbinden, ob diese das Angebot schnell annehmen wollten oder nicht. Zu diesem Antrieb gehörte natürlich die bis in die 1970er Jahre nicht einmal angedachte Ausleuchtung der heuchlerischen „Verhaberung“ mit dem verbrecherischen Dritten Reich. - Mehr als „nie wieder!“ war kaum zu hören. 

Dazu gehörte auch die künstlerische Auseinandersetzung mit dem verzehrenden Arbeitsleben in der damaligen Industriegesellschaft und auch die eigene Verortung in der Demokratie, was einen geistigen und psychologischen Abschied vom Lagerdenken verlangte. 

Für alle Kurzzeitdenker erscheint nach 2000 die Wiederkehr des immer Gleichen. Nur wenige von ihnen scheinen zu bemerken, dass das aus unserer Reflexion drängende „zu spät“ auch eine Hilfe wäre, an das von außen rundherum heran und herein gewachsene Heute anzuschließen. Anschluss als Vermeidung des Notwendigen? Als Denkfigur ist das nicht unbekannt… 

 

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