Armut, nicht Arme bekämpfen!

(Pressemitteilung vom 24.4.2019) Das vorliegende Sozialhilfe-Grundsatzgesetz entspricht keinem notwendigen Grundsatz einer letzten sozialen Absicherung: Wir fordern die Abgeordneten im Nationalrat dazu auf, diesen Gesetzesvorschlag abzulehnen.
EU-Wahl 2019, EU-Parlament

EU-Wahl 2019: Welches Europa wollen wir haben?

Am 26. Mai sind Europawahlen. Noch nie schien eine Europawahl so richtungsweisend, wie diese. Radikale Nationalisten sind laut Umfragen im Aufwind. Noch nie war es so schwer, Menschen zu erklären, warum die EU wichtig ist. Dabei ist sie die einzig vernünftige Lösung.

Kulturlotsinnen - Kulturvermittlung für ArbeitnehmerInnen

Die März Ausgabe der IG Kultur Steiermark Kulturradio Sendung. Diesmal mit einem Live-Gespräch mit Andrea Rohrbacher, Kulturlotsin in der Steiermark.
Soziale Kälte; Hund, Mops in Decke, kalt

Bewegen gegen soziale Kälte

Mit dem Wind in den Fahnen einer schwarzblauen Regierung bläst einem in der Regel eine gewisse soziale Kälte entgegen. Bewegung könnte da helfen. Und zwar zu den Arbeiterkammerwahlen. Die finden dieses Jahr statt, manche Bundesländer haben schon gewählt, manche wählen gerade oder stehen uns noch bevor.

Nachgefragt: Berliner Fair Pay Modell aus Veranstalter-Perspektive

Wie wirken sich das Berliner Modell der Honoraruntergrenzen für Künstlerinnen und Künstler auf Kulturveranstalterinnen und -veranstalter aus? Wie haben bei der ufaFabrik, einem kollektiv verwalteten Kulturzentrum in Berlin nachgefragt. Ein Gespräch mit Frido Hinde, Geschäftsführer des „Internationalen Kulturcentrum ufaFabrik“ und Mitglied der ufaFabrik Gemeinschaft.

Es geht um soziale Standards

Kulturarbeit ist Arbeit und sollte auch als solche entlohnt werden. Mindeststandards der Entlohnung fehlen jedoch weitgehend, auch wenn die öffentliche Hand fördert. In Berlin gibt es seit 2014 Honoraruntergrenzen, die von Politik und Verwaltung explizit gefördert werden. Warum setzt sich die Verwaltung dafür ein? Wie sieht das in der Praxis aus? Und wie wird das finanziert? Ein Gespräch mit Nora Gatewood-Kurz (Kulturabteilung des Berliner Senats) über Honoraruntergrenzen aus Perspektive der Kulturverwaltung.

Wenn das Zuhause auch der Arbeitsplatz ist - Perspektiven auf häuslich Erwerbstätige mit Kindern im Kultur- und Kreativbereich

Heimarbeit oder auch häusliche Erwerbsarbeit kann als jegliche Erwerbsarbeit definiert werden, die zu Hause oder in dessen unmittelbaren Umfeld ausgeübt wird. Diese Definition beschreibt sowohl selbständige als auch unselbständige Arbeitsverhältnisse und umfasst unterschiedliche Arbeitsformen: von digitalisierter Wissensarbeit hin zur Anfertigung von Gegenständen und Produkten. Das Erwerbsarbeit im häuslichen Bereich ausgeübt wird ist an sich nichts Neues.

Slow Down Kulturarbeit? (Teil 2)

Die Februar Ausgabe der IG Kultur Steiermark Kulturradio Sendung. Zum zweiten Mal mit einem Studiogespräch zum Thema „Slow down Kulturarbeit?“.

Kunstfreiheit: Wenn Schweigen zum Programm wird...

Stellungnahme der IG Kultur Österreich zur Petition betreffend "Für die Freiheit der Kunst - gegen die Verunglimpfung und Diffamierung von KünstlerInnen!"

Fair Pay ist möglich - Das Berliner Modell der Honoraruntergrenzen

Höchst prekäre Arbeitsbedingungen mit unregelmäßiger, schlechter Bezahlung gelten vielfach als Normalzustand in der freien Kulturarbeit. Wer „frei“ tätig sein will, muss eben auch bereit sein, diese Bedingungen zu akzeptieren bzw. akzeptieren können. Immerhin ist es die „freie Szene“. Wer so argumentiert, verkennt und verschleiert, dass Arbeitsbedingungen gestalt- und damit veränderbar sind.

ArtLeaks - Whistleblower im Kampf gegen die Ausbeutung von Kunstarbeiter*Innen

Mit dem Aufstieg der Kultur- und Kreativwirtschaft wächst auch die Aufmerksamkeit für Arbeitsverhältnisse, bis bislang kaum beachtet wurden. Galten Berufe wie Autor*in, Künstler*in oder Musiker*in früher noch als elitär und ungewöhnlich, werden sie heute als normale Karriereoptionen dargestellt. Der steigende Beitrag der Kultur- und Kreativwirtschaft zur wirtschaftlichen Entwicklung und die Anzahl an Jobs, die der Sektor vermeintlich bietet, verstellt vielen Politiker*innen und Regierungen den Blick auf die Arbeitsbedingungen im Kreativbereich. Sie fragen nicht: Welche Art von Arbeitsplätzen werden im Kultur- und Kreativbereich geschaffen?

Vom Kreativproletariat zu kulturellen Arbeiter*innen

Von Künstler*innen und Kulturschaffenden wird erwartet, dass sie etwas Besonderes sind. Ihr künstlerisches Kapital liegt mindestens ebenso in ihrer Individualität begründet wie in den technischen Fähigkeiten, die sie auf dem Wege ihrer Ausbildung erworben und perfektioniert haben. Künstlerische Arbeit wird damit als exaktes Gegenstück zur rationellen kapitalistischen Produktionsweise entworfen, in der jeder Handgriff standardisiert ist und die ein Subjekt hervorgebracht hat, das sich – um ein spätfordistisches Klischee vom Proletariat zu bemühen – in Reihenhaussiedlungen, Pauschalurlauben und mit Hilfe von Massenkonsumgütern reproduziert.