FULCRUM_ zukunftsfitte Soziokultur

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Gemeinsam mit Projektpartner*innen aus Belgien, Deutschland, Estland, Lettland und Italien zielte das Projekt FULCRUM darauf ab, soziokulturelle Initiativen dabei zu unterstützen, zukunftsfit zu werden. Dazu wurde ein Austausch- und Weiterbildungsprogramm entwickelt, in dem notwendige Skills vermittelt und Initiativen bei zukunftsrelevanten Transformationsprozessen begleitet wurden. Um das praktische Know-How über die Teilnehmenden hinaus in die sozio-kulturelle Szene zu tragen, findet ihr hier die wichtigsten Ressourcen zur Nachlese und Inspiration! 
 

Ergebnisse und Ressourcen zur Nachlese und Inspiration   
 

Sustainability at the Centre: Ökologische Nachhaltigkeit

 Booklet: SUSTAINABILITY AT THE CENTRE. Train-the-trainer Toolkit  (in Englisch) 

 VideoLogs & Reels 

 Action Plans der Teilnehmenden


 

The Future of Socio-Cultural Centers 

 Europäisches Manifest: Von Projektlogik zu Infrastruktur

 Toolkit: Wege aus der Krise Strategien aus der Praxis (in Englisch)

 Bestandsaufnahme: Herausforderungen sozio-kultureller Arbeit (in Englisch) 

 

 

Hintergrund, Zielsetzungen und Aktivitäten im Rahmen von FULCRUM
 

Verknappung finanzieller Mittel, geringe Mobilitätsbereitschaft, Publikumsschwund – in einer Zeit multipler Krisen sind Kulturinitiativen mit einem veränderten Kulturverhalten konfrontiert. Gleichzeitig zwingt die globale Umweltkrise zu einer raschen und radikalen Umstellung auf umweltfreundliche Arbeits- und Betriebsweisen. Wollen Initiativen zukunftsfit sein, müssen sie die Art und Weise, wie sie tagtäglich arbeiten grundlegend überdenken. 

Wir richten uns gezielt an Mitarbeitende von Initiativen mit einem soziokulturellen Ansatz, für die solche Transformationsprozesse eine strukturelle Herausforderung darstellen. Ihre kleinen, aber hoch motivierten Teams setzen sich typischerweise aus Fachleuten und Freiwilligen zusammen, nehmen eine Vielzahl operativer Aufgaben wahr und verfügen nur selten über die Mittel, sich an Programmen zur Kompetenzentwicklung zu beteiligen – auch wenn ein grundsätzliches Bewusstsein und die Bereitschaft da ist. 

Mit dem internationalen Projekt „FULCRUM“ wollen wir soziokulturelle Zentren zukunftsfit und handlungsfähig machen (fulcrum = engl. für Dreh- und Angelpunkt bzw. Hebelwirkung – etwas, das Handlungsfähigkeit verleiht). Gemeinsam mit Projektpartner*innen aus Belgien, Italien, Estland, Lettland und Deutschland entwickelt die IG Kultur daher ein maßgeschneidertes Weiterbildungsprogramm zur Vermittlung der notwendigen Kompetenzen, um die eigenen Zukunftsbedürfnisse zu identifizieren und Transformationsprozesse auf praktische, in der eigenen Struktur machbare Schritte umzulegen

FULCRUM war ein dreijähriges Erasmus+ Projekt (2024 – 2026) für Mitarbeitende in sozio-kulturellen Zentren und bot Teilnehmenden die Möglichkeit zu: 

Lernen – in zwei maßgeschneiderten Trainingsprogrammen in Wien und Turin wurden die notwendigen Kompetenzen für eine nachhaltige Publikumsentwicklung, einen stabilen Communityaufbau sowie die Reduktion der eigenen Umweltauswirkungen vermittelt und praktisch erprobt. 

Vernetzen und Vorstellen – in drei Brainstorming-Sessions entwickelten Kulturarbeiter*innen aus ganz Europa Zukunftsvisionen für die Soziokultur und identifizierten Strategien, um aktuelle Herausforderungen besser bewältigen zu können. Die Ergebnisse wurden in einem Manifest gebündelt! 

Weitertragen – in der internationalen Abschlusskonferenz in Brüssel und crossmedialen Berichten wurden die wichtigsten Ergebnisse der Trainings und Brainstorming-Sessions weitergetragen. 

EU co-funded project logo

 

 

 

Was alles bei FULCRUM geschah. Die Nachlese: 
 

Europäisches Manifest: Von Projektlogik zu Infrastruktur

Soziokulturelle Arbeit ist kein nettes Extra, sondern grundlegende zivilgesellschaftliche Infrastruktur. Gerade in krisenhaften Zeiten ist sie wichtiger denn je. Dafür braucht es verlässliche Rahmenbedingungen, die die Realität von Kulturarbeit verstehen und stützen – anstatt sie durch immer mehr Auflagen, kürzere und unsichere Förderzyklen sowie steigenden finanziellen Druck zu erschweren. Ein Manifest soziokultureller Zentren, mit Beteiligung und Impulsen von europaweit über 100 Initiativen.

Konferenzeinladung: The FULCRUM Moment

Die Konferenz „The FULCRUM Moment“ lädt am 26. März 2026 Akteur*innen der Soziokultur aus Europa nach Brüssel ein, um gemeinschaftsorientierte Kulturarbeit weiterzuentwickeln. Präsentiert werden Ergebnisse aus drei Jahren Kooperation – mit Werkzeugen, Methoden und kulturpolitischen Impulsen zu Community Building, Publikumsentwicklung und ökologischer Nachhaltigkeit, die für die Praxis gemeinnütziger Kulturvereine anschlussfähig sind.

Visions for the Future #3: Kulturarbeit wirkt – aber wer nimmt es wahr?

Trotz vielfach widriger Umstände entwickeln und erhalten Kulturarbeiter*innen Strukturen und Projekte für Zugänge, Räume für Vielfalt und Engagement für demokratische Teilhabe. Doch wie oft wird diese Arbeit tatsächlich als relevante Wirkungskraft im kultur- und gesellschaftspolitischen Raum wahrgenommen? In einer europaweiten Austauschsession laden wir Kulturarbeiter*innen ein, die eigene Praxis und ihre Wirkung ins Zentrum zu stellen – um gemeinsam politische Impulse zu erarbeiten, damit Kulturarbeit in Europa als wirkungsstarker Akteur anerkannt wird. Online am 4. Dezember von 13–16 Uhr, Anmeldung erforderlich.

Cultural Centre Challenges Toolkit

Das "Cultural Centre Challenges Toolkit" bietet praxisnahe Strategien und bewährte Ansätze, um die komplexen Herausforderungen zu meistern, denen die soziokulturelle Arbeit begegnet. Es ist das Ergebnis der zweiten "Visions for the Future"-Brainstorming-Session im Rahmen des FULCRUM EU-Projekts, die am 11. Februar 2025 Uhr unter dem Titel "Just Transition – Nourishing and Connecting" stattfand.

Trainingseinblicke: Community Building – Gemeinschaft durch Partizipation

In der sich stetig wandelnden Welt der Kulturinstitutionen gewinnt das Konzept des Community Buildings zunehmend an Bedeutung. Es geht dabei nicht bloß um Publikumsgewinnung, viel mehr steht im Zentrum, Menschen zum Teil der Initiative zu machen. Niels Righolt, Direktor des CKI – Danish Centre for Arts & Interculture und ein Experte auf diesem Gebiet, teilt seine Einsichten zu diesem wichtigen Thema.

Visions for the Future #2: Wie kann eine gerechtere, nachhaltigere Kulturarbeit gelingen?

"Nachhaltiger, sozial gerechter Wandel" ist das neue Credo, das auch auf EU-Ebene immer stärker eingefordert wird. Aber wie diesen in der tagtäglichen Kulturarbeit umsetzen, wenn die strukturellen und systemischen Herausforderungen immer zahlreicher werden? Schließt euch einem europaweiten Austausch zwischen Kulturinitiativen an, um gemeinsam konkrete Ideen und Praxen für einen nachhaltigen Wandel zu erarbeiten! Teilt eure Erfahrungen und "Good Practices" aus der Kulturarbeit – eure Perspektiven sind ein wichtiger Beitrag! Online am 11. Februar von 10-13 Uhr, Anmeldung erforderlich.

Trainingseinblicke: Publikumsentwicklung – mehr als nur die Zahl verkaufter Tickets

Publikum futsch? Wie kommen die Leute zurück? Wie erreiche ich neue Publikumsschichten? Wie wird mein Publikum jünger oder diverser? In der sich ständig wandelnden Kulturlandschaft wird Publikumsentwicklung immer wichtiger. Aber was genau versteht man darunter? In einem aufschlussreichen Gespräch erläutert Jonathan Goodacre von der Audience Agency in London und ein Experte auf diesem Gebiet, die Feinheiten und Herausforderungen der Publikumsentwicklung im Kultursektor.

Visions for the Future # 1: Liebe Soziokultur, wohin geht die Reise?

Die Kulturarbeit steht europaweit am Scheidepunkt – so das Fazit der ersten kollaborativen Bestandsaufnahme im Rahmen des EU-Projekts „FULCRUM. Visions for the Future“. Ein Nachbericht über das erste Brainstroming-Treffen, der nachdenklich stimmt bzw. stimmen würde, hätten wir die Zeit dafür. Denn auch das kam klar heraus: so individuell die Herausforderungen von Kulturinitiativen auch sein mögen, so teilen sie doch alle das Gefühl, stets sofort das nächste dringliche „Feuer“ löschen zu müssen – oder zumindest zu versuchen, einen Teil dazu beizutragen. Was sind die Herausforderungen? Wie können wir ihnen begegnen?

Kultur und Umweltschutz zusammenbringen – Jetzt für Trainingsprogramm bewerben!

Welche Auswirkungen haben Kulturveranstaltungen auf die Umwelt? Wie können soziokulturelle Einrichtungen zu mehr Umweltschutz und zur Eindämmung des Klimawandels beitragen? In unserem internationalen Trainingsprogramm gehen wir auf diese Fragen ein und vermitteln euch Instrumente und Finanzierungsprogramme, um Maßnahmen der Betriebsökologie in eurer Kultureinrichtung umzusetzen. Das Programm möchte euch zu "Botschafter*innen der Nachhaltigkeit" weiterbilden. Bewerbungsfrist: 7. Mai.

Publikumsentwicklung für Kulturinitiativen – Jetzt für Trainingsprogramm bewerben!

Wie spreche ich das Publikum von morgen an? Wen erreiche ich aktuell, wen würde ich gerne beteiligen? Welche Transformationsprozesse sind notwendig, damit das Zielpublikum (wieder)kommt und sich eine solide Community entwickelt? In einem auf eure Bedürfnisse zugeschnittenen internationalen Trainingsprogramm vermitteln wir die Kompetenzen, die für einen nachhaltigen Communityaufbau wichtig sind, und begleiten euch auf dem Weg von der Theorie zur Praxis. Bewerbungsfrist: 7. Mai.