kulturrisse 02/13

Neues aus der Kleingartensiedlung

Vielfältigkeit ist nicht nur schön, sondern auch sehr praktisch. Man muss nur damit umgehen können. Lässt man beispielsweise Hühner rund um den Kirschbaum picken, hat man weniger wurmige Kirschen, weil die Hühner die Würmer schon fressen, bevor sie zu Fliegen werden und weitere Wurmeier in die Kirschen legen.

Arbeit ohne Papiere, ... aber nicht ohne Rechte!

Arbeitskreis undokumentiert arbeiten / Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien (Hg.): Arbeit ohne Papiere, ... aber nicht ohne Rechte! Wien: 2013

Die Fabrik des verschuldeten Menschen

Maurizio Lazzarato: Die Fabrik des verschuldeten Menschen. Ein Essay über das neoliberale Leben. Aus dem Französischen übersetzt von Stephan Geene. Berlin: b_books 2012

L'architecture engagée

Nerdinger, Winfried (Hg.): L'architecture engagée – Manifeste zur Veränderung der Gesellschaft. München: DETAIL – Institut für internationale Architektur-Dokumentation 2012

Style Politics

Philipp Dorestal: Style Politics. Mode, Geschlecht und Schwarzsein in den USA, 1943-75. Bielefeld: transcript 2012

feministische w_orte

lann hornscheidt, feministische w_orte. ein lern-, denk- und handlungsbuch zu sprache und diskriminierung, gender studies und feministischer linguistik. frankfurt a. m.: brandes & apsel

Deportiert im Namen der Gastfreundschaft

Diejenigen, denen die Einreise nach Griechenland gelingt, finden häufig keine Möglichkeit, das Land wieder zu verlassen – aufgrund der geographischen Barriere des Mittelmeers und der politischen Barrieren von Schengen und Dublin II. Daher sind hunderttausende Menschen in Griechenland gefangen, einem Land, das sie nie freiwillig gewählt hätten.

Die Anerkennung von Differenzen als wichtiges Moment

Der Gezi-Park war knapp zwei Wochen, der Taksim-Platz acht Tage lang besetzt. Von der anfänglichen Zeit bis zur schlussendlichen Räumung gab es dort eine Phase, in der die Umgebung als große Kommune, als ein autonomer, selbstverwalteter Raum ohne die Anwesenheit der Polizei funktionierte, das war auch eine prägende Zeit für die ganzen Proteste.

es schaukelt das wohlfühlboot

essen als identitätsstiftender akt ist mir nicht fremd (wem gehört eigentlich der schweinsbraten, wem die knödel? wurscht), aber dass auf breiter ebene im mainstream hoamatgfühl salonfähig ist, finde ich erschreckend.

Dies ist (k)ein Liebesfilm

Von der Alternativenlosigkeit, ohne Heirats- oder Partner*innenschaftsurkunde hier gemeinsam zu leben bis zum „Dokumentenzirkus“, um überhaupt vor das Standesamt (bzw. die Bezirksverwaltungsbehörde) treten zu können. Von den Fallstricken beim Antrag auf den Aufenthaltstitel als Familienangehörige*r bis zu den oftmals unerfüllbaren Anforderungen bei jeder Verlängerung der Aufenthaltspapiere für (Ehe)Partner*innen aus so genannten Drittstaaten.