Was kann Kultur?

Sie kann Räume schaffen, in denen diskutiert wird und von denen Denkanstöße ausgehen, sind also soziale Schnittstellen ihres Umfeldes aber auch Impulsgeber für Aushandlungsprozesse um gesellschaftliche Fragen. Wie kann das konkret aussehen?

Sie kann Räume schaffen, in denen diskutiert wird und von denen Denkanstöße ausgehen, sind also soziale Schnittstellen ihres Umfeldes aber auch Impulsgeber für Aushandlungsprozesse um gesellschaftliche Fragen. Wie kann das konkret aussehen?

Wir stellen den Aktionsradius Wien vor, der als Projekt mit Bürgerbeteiligungbegonnen hat, um den Augarten Wien kulturell zu beleben, sich jedoch thematisch neu zentriert hat und sich gesellschaftspolitischen Themen widmet. Dazu haben sie gerade eine Veranstaltungsreihe zu Flucht und Migration und in Kürze zur Zukunft Europas.

Wir haben einige ihrer Veranstaltungen besucht. Der Filmemacher Jakob Brossmann thematisiert in Lampedusa im Winter den Kampf um Solidarität am Rande Europas. Man ringt in den Fischerdörfern um das wirtschaftliche Überleben und auch um den Umgang mit den Bootsflüchtlingen. Zum Video

 


Der Fotograf Dieter Huber beschäftigt sich mit seiner sozialen Arbeit und der Ausstellung Mare Morto mit den Spuren der Flucht, die auf den Mittelmeerinseln hinterlassen werden. Zum Video

Georg Traska ist Kurator der Ausstellung Vertriebene und Verbliebene erzählen im Volkskundemuseum Wien. Sie thematisiert die NS-Zeit in der Tschechoslowakei und die Vertreibungen nach dem zweiten Weltkrieg, die man nur gemeinsam thematisieren könne. Die Erzählungen mittels Videos von ZeitzeugInnen geben den Fluchtgeschichten ein Gesicht. Gleichzeitig hilft uns die Aufarbeitung in Ähnlichkeiten und Unterschieden zu heutigen Fluchtbewegungen vielleicht ein Stück mehr, die Gegenwart zu verstehen. Zum Video

 

Mit Aufklärung und Auseinandersetzung werden wir nicht alle Probleme lösen. Aber damit schaffen wir zumindest die Grundlage dafür, dass sie überhaupt einmal gelöst werden können.

 

Die Sendung wird euch präsentiert von Clara Toth und Patrick Kwasniewski.
Langfassungen der Interviews befinden sich auf unserem Videokanal.

kaktus

Ähnliche Artikel

Inspiriert vom Call der oberösterreichischen KUPFzeitung zum Thema Senf wurde uns bewusst: Wir haben in Vorarlberg mit "Lustenauer Senf" ein kulturaffines Familienunternehmen, das auch mit dem Lustenauer "W*ORT" befreundet ist. Da liegt ein Austausch über Senf, Kultur und gewürzte Kompositionen aus beidem doch sehr nahe. Und auch wenn sich die Akteur:innen beider Einrichtungen schon lange kennen, erfuhren sie im Laufe des Gesprächs Neues über liegengebliebene Instrumente, Leidenschaften im Dunklen, den „heimeligen“ Geschmack der Erinnerung und über die große Verantwortung, ein Familienunternehmen zu führen.
Symbolbild Labyrinth mit grünem Pfeil, der Weg durch das Chaos zeigt; Welche Neuerungen gibt es bei der Bundesförderung für Kulturinitiativen? Unsere Nachlese fasst die häufigsten Fragen und Antworten aus dem Webinar am 4. September mit Mag. Karin Zizala und Mag. Sonja Olensky-Vorwalder (Abteilung Kulturinitiativen / BMWKMS) zusammen – von Fristen und Einreichbedingungen bis hin zu neuen Abgrenzungskriterien für Jahres- und Projektförderung und deren Auswirkungen für die Praxis.
Collage - verlassenes Kulturgebäude, Graffiti "nicht aller Tage Abend" © Bettina Mair Die Frage der Nachfolge für einen Kulturverein stellt kein einfaches Unterfangen dar – insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich die Anforderungen an Kulturarbeit, die strukturellen Gegebenheiten und Denkweisen grundlegend gewandelt haben. Auf Basis vieler Gespräche mit Personen aus Kulturinitiativen, die sich in einem Übergabeprozess befinden oder einen solchen bereits durchlaufen haben, analysiert Bettina Mair, welche zentralen Fragen sich die beteiligten Akteur*innen stellen sollten bzw. mit welchen Herausforderungen und Konfliktlinien sie sich im Zuge der Vereinsübergabe besonders häufig konfrontiert sehen und welche Bewältigungsstrategien hilfreich sein können.