Unterstützungsmöglichkeiten für von COVID19-Maßnahmen betroffene Kunst- und Kulturakteur*innen

Von den Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des Corona-Virus sind alle betroffen, für in Kunst und Kultur Tätige kann der Einnahmenausfall existenzbedrohend sein. Hier findet ihr eine Zusammenschau aller bislang bekannten Sonderregelungen und Unterstützungsmöglichkeiten, um akute Notlagen von Kulturvereinen sowie Künstler*innen- und Kulturarbeiter*innen abzufedern. NEU: Ausweitung Härtefallfonds auf 6 Monate Unterstützung + Come-Back Bonus.
Unterstützungsfonds Kunst Kultur Corona

Stand: 27. Mai 2020, 10:00 Uhr 

Zusammenstellung aller aktuellen Sonderregelungen und Unterstützungsmöglichkeiten für von COVID19-Maßnahmen betroffenen Kulturvereine und Kunst- und Kulturakteur*innen

Wir sind um eine kontinuierliche Aktualisierung der Informationen bemüht. Bitte informiert euch zusätzlich auch über den aktuellen Stand auf den einschlägigen Seiten der jeweiligen Institutionen. Die jeweiligen Quellen sind am Ende angegeben. Wenn Ihr uns auf weitere Unterstützungsmöglichkeiten hinweisen wollt, lasst es uns wissen unter office@igkultur.at

 

Überblick: 

 

 

Corona NPO-Unterstützungsfonds für gemeinnützige Vereine und NPOs

Zwei Monate hat es gedauert, bis erste Details zur Unterstützung nicht-gewinnorientierter Organisationen (NPOs) und gemeinnütziger Vereine am 13. Mai bekannt gegeben wurden. Das "Vereinspaket" soll insgesamt 700 Millionen Euro umfassen und Zuschüsse zur Kostenabdeckung für zwei Quartalen sowie eine "Starthilfe" für die Zukunft abdecken. 

Die Richtlinien dazu befinden sich erst in Ausarbeitung. Abgewickelt werden soll die Unterstützung via dem Austria Wirtschaftsservice (AWS)

Hier zur Rechtsgrundlage

 

 

Härtefallfonds: Unterstützung zur Abfederung von Einnahmensausfällen selbständigen Kulturarbeiter*innen und Künstler*innen 

Der Härtefallfonds kommt in Etappen. Kleinstunternehmen, EPUs, Neue Selbstständige, freie Dienstnehmer*innen, freie Berufe können ab 27.3.2020 Unterstützung beantragen.

Dotiert ist der Härtefallfonds nunmehr mit insgesamt 2 Milliarde Euro. Abgewickelt wird der Fonds über die Bundeswirtschaftskammer.
 

Unterstützung für Kleinstunternehmen, EPUs, Neue Selbstständige, freie Dienstnehmer*innen, freie Berufe

In Phase 1 (Einreichung zwischen 27.3.-20.4.) wurden als Soforthilfe EUR 500,- oder EUR 1.000,- als nichtrückzahlbare Unterstützung (Höhe ist abhängig vom selbständigen Einkommen des Vorjahres, der Grenzwert lag bei EUR 6.000,-) vergeben.

Seit 20. April kann für Phase 2 eingereicht werden, bei der Unterstützung bis EUR 2.000,- monatlich für (NEU) maximal sechs wählbare Monate im Zeitraum 16. März bis 15. Dezember 2020 möglich ist. Insgesamt sind somit max. EUR 12.000,- an Unterstützung möglich (Förderzuschuss aus Phase 1 wird Phase 2 angerechnet).

NEU ist ebenfalls, dass alle, die in Phase 2 einen Anspruch auf Unterstützung haben, zusätzlich einen "Come-Back" Bonus von EUR 500,- / Monat für maximal 6 Monate erhalten - maximal also EUR 3.000 pro Antragsteller*in als Come-Back Bonus. 

Die maximale Fördersumme beträgt somit insgesamt (Unterstützung + Come-Back Bonus) EUR 15.000. 
Hinweis: Die Änderung der Richtlinie zur Erhöhung der Unterstützungsleistung auf 6 Monate sowie zur Einführung des Come-Back Bonus liegt bislang nicht vor. 

Antragsberechtigt sind Kleinstunternehmen (weniger Beschäftigte als 10 Vollzeit-Äquivalenten und max. 2 Mio Euro Umsatz), Ein-Personen-Unternehmen, Neue Selbständige, freie Dienstnehmer*innen und freie Berufe, bei denen ein Härtefall vorliegt. Ein Härtefall liegt dann vor, wenn mindestens einer der folgenden drei folgenden Situationen gegeben ist (wichtig: Belege zum Nachweis dafür aufheben, diese können zu einem späteren Zeitpunkt überprüft werden): 

  • die laufenden Kosten nicht mehr gedeckt werden können (Erläuterung: Betriebskosten und Lebenserhaltungskosten sind nicht mehr durch Einkünfte oder Reserven gedeckt) oder
  • im Betrachtungszeitraum zumindest überwiegend ein behördlich angeordnetes Betretungsverbot aufgrund von COVID-19 besteht (Erläuterung: wenn beispielsweise Veranstaltungsorte für die berufliche Tätigkeit wie Konzerte nicht genutzt werden können, sind diese als "Arbeitsorte" zu werden. Durch das Betretungsverbot können diese und auch vergleichbare nicht mehr genutzt, man ist folglich direkt von dieser Maßnahme betroffen. Ein Eigentumsverhältnis muss natürlich hier nicht vorliegen.) oder
  • ein Umsatzeinbruch von mindestens 50% zum vergleichbaren Betrachtungszeitraum des Vorjahres besteht (das heißt konkret lediglich im Vergleich zum entsprechenden Monat im Jahr 2019 oder alternativ dem Vergleichsquartal 2019; 

Für Geringverdiener*innen, Mehrfachversicherte, Personen mit unselbstständigen Nebeneinkünften (z.B. geringfügige Beschäftigung oder allg. unselbständige Tätigkeit, Wochengeld, Kinderbetreuungsgeld; nicht jedoch Arbeitslosengeld) sowie jenen, die ihre selbständige Tätigkeit erst ab 1.1.2020 aufgenommen haben, ist die Phase 2 des Härtefall-Fonds der WKO ebenfalls zugänglich.

Weitere Voraussetzungen sind z.B.: als Nachweis der Selbständigkeit muss eine SV-Anmeldung vorliegen, Steuernummer, österreichische Bankverbindung; 

Zur Bemessung der Höhe wird auf den Verdienstentgang im aktuellen "COVID-Monat" (sogn. Betrachtungszeitraum) abgestellt, gedeckelt mit max. EUR 2.000,- bzw. 80% des Verdienstentgangs im Vergleich zum durchschnittlichen Nettoeinkommen aus dem Vergleichszeitraum. Die Grundlage für den Vergleichszeitraum dient der letztverfügbare Steuerbescheid mit positiven Einkünften bzw. alternativ wählbar der Durchschnitt der letzten 3 verfügbaren Steuerbescheide. Folgende Sonderregelungen gibt es dazu: 

  • die Mindestförderhöhebeträgt EUR 500,- (gibt es jedoch Nebeneinkünfte, kann sich dieser Betrag verringern) 
  • Geringverdiener*innen: Wer einen monatlichen Verdienst unter der Ausgleichszulage (EUR 966,65) hat, bekommt 90 % des Verdienstentgangs statt 80 % ersetzt. Voraussetzung dafür ist, dass keine zugelassenen weiteren Nebenverdienste bestehen.
  • In Fällen von Mehrfachversicherungen bzw. Nebenverdiensten wird das Modell „Auffüllen auf 2.000 Euro“ angewandt. Insgesamt gilt eine Deckelung von EUR 2.000,- – dies beinhaltet Bezüge aus dem Härtefallfonds und alle anderen Einkommen. Dabei werden etwa unselbstständige Einkommen angerechnet.
  • Wer erst 2020 die Tätigkeit aufgenommenhat, sich also im Zeitraum 01.01.2020 bis 15.03.2020 bei der Sozialversicherung angemeldet hat, erhält ebenfalls pauschal EUR 500,- pro Monat für die Dauer von maximal 6 Monate und muss dafür plausibel den Verdienstentgang darstellen.

Die Anträge sind jeweils monatlich zu stellen. Einreichungen sind für maximal drei Monate möglich, diese können im Zeitraum zwischen 16.3. und 15.12. frei gewählt werden (sogn. Betrachtungszeiträume). 

    HINWEIS: Wer eine Förderung aus dem Härtefall-Fonds erhält, darf keine weiteren Förderungen in Form von Barauszahlungen durch Gebietskörperschaften (Bund, Länder, Gemeinden) erhalten haben, die der Bekämpfung der Auswirkungen von COVID-19 dienen. Ausgenommen davon sind Förderungen aufgrund von Corona-Kurzarbeit und durch den Corona-Familienhärteausgleichs.

    Anträge zur Phase 2 des Härtefall-Fonds können ab 20. April bis 31.12.2020 über die Webseite der WKO gestellt werden. 

    Informationsseite der WKO zum Härtefallfonds 


    HINWEIS: Für Künstler*innen und Kulturvermittler*innen, die die Bedingungen der Phase 1 des Härtefall-Fonds der WKO nicht erfüllen, wurde ein eigener Unterstützungsfonds mit dem COVID-19 Fonds des Künstler-Sozialversicherungsfonds geschaffen.

    HINWEIS: Für selbständige Künstler*innen, die hohe Fixkosten zu bestreiten haben (etwa Ateliermieten), kommt eventuell auch der Fixkostenzuschuss in Frage. Zuschüsse aus dem Härtefallfonds werden bei diesen nicht rückzahlbaren Zuschüssen nicht angerechnet! 
     

     

    COVID19-Fonds & Unterstützungsfonds des Künstler-Sozialversicherungsfonds für Künstler*innen und Kulturvermittler*innen

    COVID-19 Fonds des Künstler-Sozialversicherungsfonds (KSVF)

    Als Ergänzung zu den bisher möglichen Unterstützungsmöglichkeiten wurde der "COVID-19-Fonds" zur Abfederung von Einnahmenausfällen anlässlich des Ausbruchs von COVID-19 eingerichtet. Dieser unterstützt Künstler*innen und Kulturvermittler*innen in einem ersten Schritt mit eine Soforthilfe in Höhe von (NEU:) € 1.000,-- wenn sie:

    • nicht den Härtefallfonds (WKO) in Anspruch nehmen können
    • über einen Hauptwohnsitz in Österreich verfügen
    • von einer wirtschaftlich signifikanten Bedrohung durch COVID-19 betroffen, d.h. nicht mehr in der Lage sind, die laufenden Kosten (Lebenshaltungs- und Betriebskosten) zu decken.
    • keinen Anspruch auf Leistungen aus privaten bzw. beruflichen Versicherungen zur Abdeckung von COVID-19 Auswirkungenhaben und
    • für denselben Sachverhalt nicht bereits Beihilfen aus dem KSVF-Unterstützungsfonds bezogen wurden.

    Weiters darf das Einkommen laut Einkommensteuerbescheid im letzten abgeschlossenen Wirtschaftsjahr maximal € 51.552 (80% der jährlichen sozialversicherungsrechtlichen Höchstbeitragsgrundlage) betragen.

    Beihilfewerber, die über keinen Einkommensteuerbescheid verfügen, haben ihr Einkommen auf Jahresbasis selbst zu schätzen.

    Die nähere Ausgestaltung einer weiteren finanziellen Unterstützung ("Phase 2") ist noch in Planung.

    Hinweis zur Regelung NEU das Unterstützung in Phase 1 jedenfalls 1.000 EUR beträgt: Die Soforthilfe beträgt per 15. Mai 2020 einheitlich 1.000 EUR. Bereits positiv entschiedene und ausbezahlte Ansuchen werden bis zu dieser Summe aufgestockt.

    Wer ist antragsberechtigt?
    Laut den Richtlinien zum "COVID-19 Fonds":  

    • Künstler*in: ist laut § 2 des KSVF-Gesetzes  „(1) … wer in den Bereichen der bildenden Kunst, der darstellenden Kunst, der Musik, der Literatur, der Filmkunst oder in einer der zeitgenössischen Ausformungen der Bereiche der Kunst auf Grund ihrer/seiner künstlerischen Befähigung im Rahmen einer künstlerischen Tätigkeit Werke der Kunst schafft. (2) Wer eine künstlerische Hochschulausbildung erfolgreich absolviert hat, weist jedenfalls die künstlerische Befähigung für die Ausübung der von der Hochschulausbildung umfassten künstlerischen Tätigkeiten auf.“ 
      Durch das Abstellen auf den Werkbegriff ("Werke der Kunst") wären streng genommen Intepret*innen (z.B. (ausübende, respektive Werke anderer vortragende Musiker*innen, Schauspieler*innen, Sänger*innen etc.) ausgeschlossen, in der Praxis werden sie aber zugelassen.
    • Kulturvermittler*in: "Personen … , die Bildungs- und Kommunikationsprozesse im Museums- und Ausstellungswesen sowie bei künstlerischen und kulturellen Veranstaltungen in unterschiedlichen Medien (z. B . Apps, Audioguides, Ausstellungs- und KünstlerInnengespräche, Begleithefte, BesucherInnenkataloge, Diskussionen, Führungen, Raumtexte, Workshops) initiieren und durchführen.“

    Gut zu wissen: Unterstützung beantragen können sowohl selbständig als auch unselbständig tätige Künstler*innen und Kulturvermittler*innen.

    Der COVID-19 Fonds ist mit 5 Millionen Euro dotiert. Die Antragstellung ist ab 30.03.2020 möglich. 

    Informationsseite COVID-19 Fonds des KSVF

     

    Unterstützungsfonds des Künstler-Sozialversicherungsfonds (KSVF)

    Der Unterstützungsfonds des Künstlersozialversicherungsfonds (KSVF) ist ein – unabhängig vom Corona-Virus bestehender - Fonds zur Unterstützung von Künstler*innen in Notsituationen. Er vergibt auf Antrag Beihilfen zur Deckung des notwendigen Lebensunterhalts von bis zu EUR 5.000,- an Künstler*innen mit Hauptwohnsitz in Österreich (unabhängig ob selbstständig und/oder unselbstständig tätig), die mit Einkommensausfällen wegen unvorhersehbaren / außergewöhnlichen Ereignisse konfrontiert sind. Kündigungen, Auftragsabsagen und sonstige Einkommensausfälle von Künstler*innen in Folge der Maßnahmen der Regierung zur Bekämpfung des Corona-Virus, können grundsätzlich als ein solches unvorhersehbares / außerordentliches Ereignis gewertet werden. Bis der COVID-19 Fonds operativ wird, kann weiterhin "regulär" beim Unterstützungsfonds eingerichtet werden.

    Zu beachten ist, dass für die Gewährung einer Beihilfe auch noch andere Voraussetzungen zu erfüllen sind, die immer im Einzelfall – nach Vorlage von Unterlagen – durch einen Beirat überprüft werden. Um einen Anspruch auf Beihilfe überprüfen zu können, benötigt der KSVF ein Ansuchen mittels eines Formulars. Der KSVF kann Beihilfen nur nach Maßgabe der Richtlinien und vorhandenen Mittel gewähren. Der KSVF ersucht nur die wirklich erforderlichen Unterlagen mitzuschicken. Dadurch wird die Bearbeitungsgeschwindigkeit erhöht.

    TIPP:Der Kulturrat hat einen Praxisleitfaden zu Antragstellung beim Unterstützungsfonds des KSVF in einem Notfall (Update) erstellt. 

    Informationsseite des KSVF zum Unterstützungsfonds
    Informationsblatt des KSVF zu allgemeinen Unterstützungsmöglichkeiten für Kunstschaffende
     

     

    "Kultur-Katastrophenfonds“, Sozialfonds und SKE-Fonds der Verwertungsgesellschaften für Urheber*innen und Interpret*innen 

    Die Verwertungsgesellschaften bieten Unterstützungsmöglichkeiten für ihre Mitglieder. Voraussetzung dafür ist entsprechend die Mitgliedschaft bei der jeweiligen Verwertungsgesellschaft! Ein Überblick:  
     

    Kultur-Katastrophenfonds für Musikschaffende der AKM und OESTIG

    Die Verwertungsgesellschaften AKM & austro mechana und die Österreichische Interpretengesellschaft (OESTIG)haben angesichts der zu erwartenden Auswirkungen der Einschränkungen im Kulturbetrieb beschlossen, einen Kultur-Katastrophenfonds einzurichten. Der Kultur-Katastrophenfonds in der Höhe von EUR 1.000.000 steht ausschließlich Musik-Urheber*innen zur Verfügung, die durch signifikanten Tantiemen- oder Honorarausfall in finanzielle Not geraten und dadurch existentielle Probleme bekommen. Darüber hinaus soll er der Liquiditätssicherung dienen, indem Überbrückungshilfen und Darlehen gewährt werden. Die Interpretengesellschaft OESTIG wird ihre noch zu beziffernden Mittel ebenfalls der Existenzsicherung der Interpret*innen widmen. Details zur Einreichung eines Ansuchens auf Unterstützung werden in den nächsten Tagen auf den Websites der Gesellschaften veröffentlicht werden.

    Informationsseite zum "Kultur-Katastrophenfonds für Musikschaffende" 

     

    Corona Überbrückungsfonds der Bildrecht 

    Die Bildrecht, die österreichische Verwertungsgesellschaft für Bildende Kunst, Architektur, Fotografie, Grafik, Illustration, Design, Choreografie und Performance, stellt mit einem Corona Überbrückungsfonds Sondermittel in der Höhe von EUR 500.000 zur Verfügung. Kunstschaffende die aufgrund der Corona-Krise in eine außerordentliche wirtschaftliche Bedrängnis geraten, können um finanzielle Unterstützung ansuchen. Antragsberechtigt sind KünstlerInnen und Kreative der Sparten bildende Kunst, Fotografie, Grafik, Illustration, Design und Choreografie mit Wohnsitz in Österreich. Eine Mitgliedschaft bei der Bildrecht ist nicht erforderlich.  

    Informationsseite zum "Corona Überbrückungsfonds" der Bildrecht

     

    Covid-19 Regelung des SKE-Fonds der VDFS Verwertungsgesellschaft für Filmschaffende 

    Die VdFS, Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden hat in den SKE-Richtlinien eine neue Covid-19 (Coronavirus)-Notfallsklausel verankert, um soziale Notfälle, die durch Verdienstentgänge aufgrund von abgesagten Filmproduktionen bzw. sonstigen stornierten Aufträgen entstehen, abfedern zu können. Die Notfallklausel sieht vor, dass eine einmalige Unterstützungsleistung (Zuschuss) bis zu max. EUR 4.500,-  für das Kalenderjahr 2020 auch dann zugesprochen werden, wenn der*die Antragsteller*in aufgrund der Folgen des Coronavirus in wirtschaftliche Not gerät.

    Webseite der VDFS mit Aktuellem zum Corona-Virus

     

    VAM-Katastrophenfonds Verwertungsgesellschaft für audiovisuelle Medien

    VAM, die Verwertungsgesellschaft für audiovisuelle Medien GmbH, richtet einen VAM-Katastrophenfonds dotiert mit 250.000 Euro ein, um akute Notlagen rund um den Ausbruch des Coronavirus von Filmhersteller*innen und Rechtsinhaber*innen an visuellen und audiovisuellen Medien abzufedern. 

    Webseite der VAM zum VAM-Katastrophenfonds

     

    Sonderfonds der Literar Mechana für Autor*innen und Übersetzer*innen

    Die Literar-Mechana hat einen Sonderfonds mit einer Million Euro aus den SKE-Mitteln eingerichtet und leistet für bisherige Mitglieder Zuschüsse zu Honorarausfällen bei ersatzlos ausgefallenen Veranstaltungen. Die Einreichung ist formlos unter der Adresse rauch@literar.at (Frau Petra Rauch-Schmithausen) mit Angabe der ausgefallenen Veranstaltung(en) und Honorare sowie Angaben zur Notlage möglich. Honorarausfälle im größeren finanziellen Ausmaß können nicht kompensiert werden. Unterstützungen sind sofort möglich.

    Information zum Sonderfonds der LiterarMechana 

     

    LSG Wahrnehmung von Leistungsschutzrechten Ges.m.bH

    Der Verband der österreichischen Musikwirtschaft startet ein 1 Milionen schweres Hilfsprogramm für heimische Musiklabels. Die konkreten Förderbedingungen werden gerade ausgearbeitet und in den nächsten Tagen veröffentlicht.

    Webseite der LSG
     

     

    Corona-Kurzarbeitsmodell für Kultureinrichtungen mit Angestellten

    Grundsätzlich heißt Kurzarbeit, dass die Normalarbeitszeit und in Folge das Arbeitsentgelt wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten vorübergehend herabgesetzt wird. Ziel von Kurzarbeit ist es, die Arbeitskosten temporär zu reduzieren und gleichzeitig die Beschäftigten zu halten.

    Angesichts der COVID-19-Krise haben sich die Sozialpartner auf ein vereinfachtes, verbessertes Modell vereinbart. Dabei wird der größte Teil der Mehrkosten, die sich für den/die Arbeitgeber*in im Vergleich zur erhaltenen Arbeitsleistung ergeben, vom AMS ersetzt. Damit wird es möglich, die Arbeitszeit auf bis zu 10% zu reduzieren (zeitweise null Stunden möglich) und Arbeiternehmer*innen trotzdem in einem aufrechten Beschäftigungsverhältnis bei fast vollem Lohnausgleich zu behalten.

    Das COVID-19 Kurzarbeitsmodell steht auch Kulturvereinen und gemeinnützigen Organisationen offen. Einen Überblick zu den Voraussetzungen und erforderlichen Schritte zur Beantragung von Kurzarbeit findet ihr hier: Kurarbeit für Kulturvereine

    sowie auf folgenden Informationsseiten: 

    Informationsseite der WKÖ zur COVID-19 Kurzarbeit 
    Informationsseite des AMS zur COVID-19 Kurzarbeit
    Informationsseite von ÖGB / AK zur COVID-19 Kurzarbeit
     

     

    Gutscheinlösung für abgesagte Veranstaltungen und geschlossene Kultureinrichtungen

    Das „Bundesgesetz zur Sicherung des Kunst-, Kultur- und Sportlebens vor weiteren Auswirkungen der COVID-19-Pandemie“  entbindetVeranstalter*innen von der unmittelbaren Rückzahlungspflicht und schafft die Möglichkeit, anstelle der Rückzahlung des Ticketpreises einen Gutschein auszugeben:  „Wenn ein Kunst-, Kultur- oder Sportereignis aufgrund der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 entfallen ist und der Veranstalter deshalb einem Besucher oder Teilnehmer den Eintritts- oder Teilnahmepreis oder ein vergleichbares Entgelt zurückzuzahlen hat, kann der Veranstalter dem Besucher oder Teilnehmer anstelle der Rückzahlung einen Gutschein über den zu erstattenden Betrag übergeben. Gleiches gilt im Fall der Rückzahlungspflicht des Betreibers einer Kunst- oder Kultureinrichtung, wenn diese aufgrund der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 geschlossen wurde.“  Dabei sollen folgende Regelungen gelten: 

    • Für Tickets bis € 70: Gutschein in Höhe des Ticketpreises;
    • Für Tickets zwischen € 70 und € 250: Gutschein bis zu € 70,-, Rückerstattung des Differenzbetrages; 
    • Für Tickets über € 250: Rückerstattung von € 180,-, Ausstellung eines Gutscheins für den Differenzbetrag;  

    Wurden mehrere Tickets auf einmal erworben (z.B. Festival), ist jede einzelne Buchung bzw. jeder einzelne Veranstaltungstag gesondert zu behandeln. Die Gutscheine können für frei wählbare andere Kunst-, Kultur- oder Sportereignisse des/der Veranstalter*in bzw. den Besuch der Kunst- und Kultureinrichtung nach deren Wiedereröffnung eingelöst werden, als auch weitergeben werden. Wird der Gutschein bis 31.12.2022 nicht eingelöst, ist der Wert des Gutscheins auszuzahlen. 

    Die Details der Gutscheinlösung werden in den kommenden Tagen in einer entsprechenden Verordnung geregelt. 

    Seitens der IG Kultur Österreich sehen wir dieses Modell kritisch
     

     

    Herabsetzung und Stundung von laufender Kosten (Miete, Steuern, Sozialversicherungsbeiträge, Gebühren)
     

    Mietzinsminderung aufgrund von eingeschränkter Nutzung

    TIPP: Die IG Kultur Wien hat ein FAQ-Seite zur Mietzinsfreistellung bzw. -reduktion in Folge von COVID-19erstellt. 

    Je nach Einschränkung der Brauchbarkeit kann nach den §§ 1104 und 1105 ABGB  durch einen „außerordentlichen Zufall“ der Miet- oder Pachtzins teilweise oder gänzlich erlassen werden. Diese Regelung könnte auch für Vereine, die aufgrund der Covid-19 Maßnahmen ihren Mietgegenstand nicht (z. B. wenn es sich um Veranstaltungsräumlichkeiten handelt) oder nur eingeschränkt nutzen können, zutreffend sein. Maßgeblich ist hier der vertraglich vereinbarte Mietzweck. Handelt es sich lediglich um Büroräumlichkeiten, so wären diese theoretisch trotz der Verbote weiterhin für die Mitarbeiter*innen (unter Einhaltung des Sicherheitsabstandes) nutzbar. 

    Rechtsexpert*innen raten allerdings zur Vorsicht, da es auf den jeweiligen Miet- oder Pachtvertrag ankommt, ob eine Minderung oder Befreiung möglich ist. Diese gesetzlichen Regelungen sind nicht vertraglich verpflichtend und könnten abgeändert worden sein. Ferner empfehlen sie abzuwarten, ob die unabhängigen Gerichte der Rechtsauffassung nach §§ 1104 und 1105 ABGB folgen werden!

    Sowohl die Mietervereinigung als auch die Wirtschaftskammer bieten dazu Informationen und Musterschreiben an, um mittels eingeschriebenen Brief an den/die Vermieter *in oder die Hausverwaltung zu erklären, dass man die Miete nur noch unter Vorbehalt einer Mietzinsminderung einzahlt. Damit haben Mieter*innen die Möglichkeit, später vor Gericht einen Teil der Miete einzuklagen.

    Information der Mietervereinigung zur Mietzinsminderung
    Information der Wirtschaftskammer zur Mietzinsminderung (siehe Punkt 7)

     

    Herabsetzung und Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen für angestellte Dienstnehmer*innen in Kultureinrichtungen 

    Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK)hat ein Maßnahmenpaket geschnürt, um bei kurzfristigen Liquiditätsengpässen Dienstgeber*innen zu unterstützen.

    Folgende Maßnahmen sind seit 16.3.2020 in Kraft:

    • Ausständige Beiträge werden nicht gemahnt.
    • Eine automatische Stundung erfolgt, wenn die Beiträge nicht, nur teilweise oder nicht fristgerecht eingezahlt werden.
    • Ratenzahlungen werden formlos akzeptiert.
    • Es erfolgen keine Eintreibungsmaßnahmen.
    • Es werden keine Insolvenzanträge gestellt.

    Betriebe werden ersucht, die Anmeldungen zur Pflichtversicherung weiterhin fristgerecht vor Arbeitsantritt durchzuführen, coronabedingte Verzögerungen können auf Antrag sanktionsfrei gestellt werden. Die monatlichen Beitragsgrundlagenmeldungen sind weiterhin zu den üblichen Terminen an die ÖGK zu senden.

    Diese Maßnahmen gelten bis auf weiteres, voraussichtlich aber zumindest für die Beitragszeiträume Februar, März und April 2020. Klarstellende gesetzliche Regelungen sind geplant und demnächst zu erwarten.

    Informationsseite der ÖGK zum Corona-Maßnahmenpaket

     

    Herabsetzung und Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen für selbstständig Künstler*innen und Kulturarbeiter*innen 

    Die SVS bietet vom Corona-Virus direkt oder indirekt Betroffenen – durch Erkrankung oder massive Einnahmenseinbußen und dadurch entstehenden Zahlungsschwierigkeiten – die Möglichkeit auf Antrag die Sozialversicherungsbeiträge stunden zu lassen oder in Raten zu bezahlen und die Beitragsgrundlage herabzusetzen. Zudem ist auch eine gänzliche oder teilweise Nachsicht der Verzugszinsen möglich.  

    Die Anträge zur Stundung und Ratenzahlung können formlos schriftlich per E-Mail oder direkt per Online-Formulareingebracht werden. Die Herabsetzung der vorläufigen Beitragsgrundlage kann online mit diesem Formular erfolgen. 

    Informationsseite der SVS zum Corona-Maßnahmenpaket

     

    Herabsetzung und zinsfreie Stundung der Einkommenssteuer- und Körperschaftssteuervorauszahlungen

    Das Finanzministerium hat steuerliche Sonderregelungen beschlossen, die eine Herabsetzung und zinsfreie Stundung der Einkommenssteuer- und Körperschaftssteuervorauszahlungen ermöglichen. Voraussetzung für die Anwendung dieser Maßnahmen ist in allen Fällen, dass der*die Steuerpflichtige glaubhaft machen kann, dass er*sie von einem Liquiditätsengpass betroffen ist, der konkret auf eine SARS-CoV-2-Virus-Infektion zurückzuführen ist. Dazu zählt laut Information des Finanzministeriums explizit auch der Ausfall von Kulturveranstaltungen aufgrund behördlicher Verbote oder Ertragseinbußen durch Änderung des Konsumverhaltens. 

    Die steuerlichen Erleichterungen umfassen Folgendes:

    1. Herabsetzung der Vorauszahlungen
      Um die Liquidität der Unternehmen zu verbessern, können sie die Vorauszahlungen für die Einkommen- oder Körperschaftsteuervorauszahlungen bis auf null herabsetzen lassen.
    2. Nichtfestsetzung von Anspruchszinsen
      Ergibt sich aus einem Einkommen- oder Körperschaftsteuerbescheid eine Nachforderung, so werden für solche Nachforderungen Anspruchszinsen festgesetzt. Diese können für betroffene Unternehmen entfallen.
    3. Zahlungserleichterungen
      Das Datum der Zahlung einer Abgabe kann hinausgeschoben (Stundung) oder eine Ratenzahlung vereinbart werden.
    4. Nichtfestsetzung bzw. Herabsetzung von Säumniszuschlägen
      Für eine nicht spätestens am Fälligkeitstag entrichtete Abgabenschuld ist normalerweise ein Säumniszuschlag zu zahlen. Diesen können betroffene Unternehmen herabsetzen lassen oder den Entfall der Zinsen beantragen.

    Sonderregelungen des Finanzministeriums betreffend Coronavirus 
    Informationsseite und Vorlagen des Finanzministeriums betreffend Steuererleichterungen

     

    Herabsetzung der AKM-Gebühren für Veranstalter*innen/ Ruhendstellung der Aufführungsbewilligung 

    Die AKM ist bei jenen Mitgliedern, die AKM-Pauschalverträge haben, gesprächsbereit, das Veranstaltungsverbot zu berücksichtigen. Die AKM wird mögliche Lösungen je nach Höhe von Fall zu Fall unterschiedlich handhaben. Die betroffenen Kulturvereine sollen sich bitte mit der zuständige Geschäftsstelle in Verbindung setzen. 

    Hinweis: Die Tiroler Geschäftsstelle der AKM bietet die Möglichkeit, die Aufführungsbewilligung ruhend stellen zu lassen, per formlosen Schreiben. Dies ist auch rückwirkend (für entfallene Veranstaltungen aufgrund des Veranstaltungsverbots) möglich.  

    Webseite der AKM Geschäftsstellen
     

     

    Covid-19 spezifische Maßnahmen bzw. Fonds der Bundesländer
     

    KÄRNTEN

    Solidaritätsfonds der Kärntner Kulturstiftung

    Gewährt wird ein nichtrückzahlbaren Zuschuss in Höhe von € 500,- bis € 1.000,-, in Ausnahmefällen bis zu € 2.000,- an Kärntner Künstler*innen und Kulturarbeiter*innen, die sich in einer existenziellen Ausnahmesituation befinden. Antragsberechtigt sind: Hauptberuflich tätige  

    • Künstlern*innen als Ein-Personen-Unternehmen oder Kleinstunternehmern*innen,
    • Kulturarbeiter*innen und Vermittler*innen, sowie
    • kleine Kulturveranstalter*innen mit Sitz oder Betriebsstätte in Kärnten,

    Ein Zuschuss aus dem Härtefall-Fonds/WKO oder COVID-19 Fonds/KSVF sowie andere geringfügige Einkünfte sind kein Ausschlussgrund. Vereine werden nicht unterstützt. 

    Antragsfrist: 31. Mai 2020

    Hinweis: Unterstützung wird nach dem “first come, first serve”-Prinzip vergeben! 

    Solidaritätsfonds der Kärntner Kulturstiftung

     

    COVID-19 Arbeitsstipendien des Landes Kärnten 

    Vergeben werden 36 Arbeitsstipendien in Höhe von € 2.760 an freischaffende Künstler*innen, Kulturvermittler*innen und Wissenschafter*innen, die ihre künstlerischen oder wissenschaftlichen Vorhaben nicht realisieren oder fortführen konnten. Ausgezahlt wird, je nach Wunsch, in drei oder sechs Monatsraten. Unterstützt werden Kulturprojekte einschließlich der Kulturvermittlung sowie (kultur-)wissenschaftliche Projekte bzw. Vorhaben die sich mit der kulturellen Grundlagenforschung beschäftigen. Antragsberechtigt sind:

    • freischaffende Künstler*innen (einschließlich der Kulturvermittlung und freiberufliche (Kultur)-wissenschaftler*innen), die eine entsprechende fachliche Qualifikation nachweisen können und
    • die entweder in Kärnten geboren oder tätig sind oder deren Persönlichkeit bzw. Werk in einem sonstigen signifikanten Bezug zum Land Kärnten stehen

    Antragsfrist: 25. Mai 2020

    Ausschreibung der Arbeitsstipendien des Landes Kärnten
     

     

    NIEDERÖSTERREICH

    COVID-19 Kunststipendien des Landes Niederösterreich 

    Vergeben werden Kunststipendien in der Höhe von max. € 3.000 pro Antrag für Künstler*innen und Künstler aller Sparten. Stipendien werden nicht nur für schöpferische Leistungen, sondern auch Tätigkeiten zum Zwecke der Erarbeitung, zum Einstudieren und zur Interpretation von künstlerischen Werken oder auch Vorbereitungsarbeiten zur Vermittlung von künstlerischen oder allgemein kulturellen Inhalten vergeben. Die Maßnahme ist mit insg. € 1 Million dotiert. 

    Antragsberechtigt sind freischaffende Künstler*innen aus den Bereichen Literatur, Bildende Kunst und Medienkunst, Musik, Darstellende Kunst, Regional- und Jugendkultur sowie Film, die aufgrund der Corona-Krise in eine finanzielle Notlage geraten sind, mit nachweisbarem NÖ-Bezug. 

    Wer über ein regelmäßiges Einkommen über 1.000,- netto monatlich verfügt, ist nicht anspruchsberechtigt. Ein Zuschuss aus dem Härtefall-Fonds des Bundes ist kein Ausschlussgrund, da die Stipendien projektbezogen vergeben werden.

    Antragsfrist: 30. Juni 2020 

    Kunststipendien des Landes Niederösterreich 
     

     

    OBERÖSTERREICH

    Härtefallfonds für oberösterreichische Kulturschaffende des Landes Oberösterreich

    Unterstützt werden oberösterreichische Kulturschaffende mit monatlich max. € 917,35 für maximal 3 Monate, die sich in einer finanziellen Notlage befinden und keine Unterstützung aus den einschlägigen Unterstützungsmaßnahmen des Bunde (Härtefallfonds/ WKO, COVID-19 Fonds/ Künstler-Sozialversicherungsfonds) erhalten. Antragsberechtigt sind: 

    • Kulturschaffende mit Hauptwohnsitz seit 3 Jahren in Oberösterreich (Meldebestätigung)
    • die in den letzten 5 Jahren Kulturförderungen des Landes Oberösterreich bezogen haben und/oder deren künstlerische Tätigkeit im Rahmen der OÖ. Kulturförderung förderbar ist.
    • die glaubhaft machen können durch die COVID-19 bedingten Maßnahmen in eine finanzielle Notlage geraten zu sein / ihre Notlage ausreichend begründen und darlegen können
    • die ihren Lebensunterhalt ausschließlich aus ihrer selbstständigen künstlerischen und kulturellen Tätigkeit beziehen und darüber hinaus keine Einkommensquellen (Mindestsicherung, Pension, Arbeitslosengeld, Gehalt aus unselbständiger Tätigkeit, etc.) haben und über keine sonstigen Einnahmequellen (Vermietung, Verpachtung, etc.) oder verwertbares Vermögen verfügen

    Ausgeschlossen sind zudem Personen die sich in einer Ausbildung (Studium, Schule, etc.) befinden.

    Einreichfrist: 30. September 2020

    COVID-19 Infos für Kunst- und Kulturschaffende des Landes Oberösterreich
     

     

    SALZBURG

    „KEP-Arbeitsstipendien“ des Landes Salzburg

    Einreichung ist aktuell nicht möglich. 

    Vergeben wurden Arbeitsstipendien in der Höhe von max. € 3.000 an freischaffende Künstler*innen und freiberufliche Wissenschafter*innen, die aufgrund der Corona-Krise in eine finanzielle Notlage geraten sind, mit Hauptwohnsitz in Wien die Möglichkeit. Die Maßnahme ist mit insg. € 300.000 dotiert. 

    Antragsfrist: 15. April 2020; Eine mögliche Verlängerung wurde angekündigt. Sobald Informationen vorliegen, werden sie ergänzt. 

    KEP-Arbeitsstipendien des Land Salzburg 
     

     

    STEIERMARK

    Härtefonds für Künstler*innen und Sportler*innen des Landes Steiermark

    Unterstützt werden steirische kunst- und kulturschaffende Einzelpersonen, Kunstvermittler*nnen wie auch freiberuflich tätige Menschen im Bereich des Sports mit monatlich max. € 917,35 für maximal 3 Monate, die sich in einer finanziellen Notlage befinden und keine Unterstützung aus den einschlägigen Unterstützungsmaßnahmen des Bunde (Härtefallfonds/ WKO, COVID-19 Fonds/ Künstler-Sozialversicherungsfonds) erhalten. Antragsberechtigt sind: 

    • selbständige freischaffende Künstler*innen, Kulturschaffende und Kunstvermittlerinnen und -vermittler sowie freiberuflich Tätige im Bereich Kultur und Sport 
    • mit Hauptwohnsitz und Arbeitsmittelpunkt in der Steiermark 
    • Glaubhaftmachung der besonderen COVID-19 bedingten Notlage (Einkommen monatlich unter € 917,35)
    • die keine Unterstützung vom Härtefallfonds / WKO oder COVID-19 Fonds des Künstler-Sozialversicherungsfonds erhalten  

    Antragsfirst: 31. Dezember 2020 

    Härtefonds des Landes Steiermark
     

     

    TIROL

    COVID-19 Arbeitsstipendien des Landes Tirol

    Vergeben werden Arbeitsstipendien an Kunstschaffende aller Sparten in der Höhe von € 1.000,- für max. 3 Monate, um sie in der aktuellen Corona-Krise zu unterstützen. Antragsberechtigt sind: 

    • Kunstschaffende aller Sparten mit Geburtsort oder Lebensmittelpunkt in Tirol, mit  
    • Abschluss eines einschlägigen Studiums bzw. einer entsprechenden Berufsausbildung oder Nachweis einer kontinuierlichen Arbeit im jeweiligen Fach 
    • Konkretes künstlerisches Vorhaben/Projekt, das mit Hilfe des Stipendiums verwirklicht werden soll (Recherche, Konzeption einer Ausstellung, Schreib- oder Kompositionsvorhaben, Filmprojekt, Digitalisierungs- Maßnahme und Ähnliches). 

    Ausgeschlossen sind Projekte im Kontext einer schulischen oder universitären Ausbildung sowie Projekte, die bereits anderweitig gefördert werden. 

    Antragsfrist: 15. Mai 2020 

    Kulturförderung Tirol – COVID-19 Soforthilfefonds

     

    COVID-19 Atelierförderung des Landes Tirol

    Vergeben werden Atelierförderungen an bildende Künstler*innen in der Höhe von € 200 pro Monat für die Dauer von maximal sechs aufeinanderfolgenden Monaten (max. Gesamtförderung € 1.200,-). Antragsberechtigt sind: 

    • Freischaffende Künstler*innen der Sparte bildende Kunst mit Wohnsitz und Atelier in Tirol
    • Abschluss eines einschlägigen Studiums bzw. einer entsprechenden Berufsausbildung oder Nachweis einer kontinuierlichen Arbeit 
    • Finanzieller Bedarf 

    Antragsfrist: 30. Juni 2020 

    Kulturförderung Tirol – COVID-19 Soforthilfefonds

     

    COVID-19 Arbeitnehmer*innenfonds / AK Tirol und Land Tirol 

    Einkommensschwache Arbeitnehmer*innen und ihre Familien, die auf Grund der Auswirkungen der Corona-Pandemie Einkommensverluste erleiden (Netto-Haushaltseinkommensverlust von 30%) erhalten einen einmaligen Zuschuss, abhängig von der Anzahl der im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen (1: € 300,-; 2: €450,-; 3: € 550; 4 oder mehr Personen: € 600). Antragsberechtigt sind: 

    • Hauptwohnsitz in Tirol
    • Unselbständige Beschäftigte, die aufgrund der Corona-Krise ihren Arbeitplaz verloren haben bzw. das Einkommen sich verringert hat; 
    • Netto-Haushaltseinkommensverlust muss mindestens 30% betragen
    • bestimmte Einkommensobergrenzen pro Haushalt werden nicht überstiegen werden (z.B. 1 Personenhaushalt: € 1.300,-; 2 Personen: € 2.000,-)

    Antragsfrist: 30. Juni 2020 

    COVID-19 Arbeitnehmer*innen Fonds Tirol 

     

    COVID-19 Arbeitsstipendien der Stadt Innsbruck 

    Vergeben werden einmalige Arbeitsstipendien an Kunstschaffende der Sparten Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Literatur und Musik in der Höhe von € 1.000. Das Gesamtvolumen der Maßnahme beträgt € 95.000. Antragsberechtigt sind:

    • professionelle von der künstlerischen Tätigkeit lebende Kunstschaffende ab 18 Jahren in den Bereichen Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Literatur und Musik
    • ohne Fixanstellungen/Fixeinkommen mit Hauptwohnsitz Innsbruck (hier gemeldet seit mind. 1 Jahr),
    • die aufgrund der Corona-Krise und des Betretungs- und Veranstaltungsverbotes über kein regelmäßiges Einkommen (Pacht-/Mieteinnahmen, Gehalt, Pension etc.) über der Geringfügigkeitsgrenze verfügen.

    Bewerbungen sind nur online über das Portal für Kunst- und Kulturwettbewerbe kultur-innsbruck.vemap.com möglich. Über die Vergabe entscheiden Fachjurys.
    Antragsfrist: 15. Mai 2020, 17 Uhr.

    Covid-19 Arbeitsstipendien der Stadt Innsbruck
     

     

    VORARLBERG

    Atelierförderung und Arbeitsstipendien des Landes Vorarlberg 

    Freischaffende Künstler*innen aus allen Sparten, die aufgrund der Corona-Krise in einer finanziellen Notlage sind, können um eine Atelierförderung in der Höhe von € 180,-/Monat für max. sechs Monate oder ein Arbeitsstipendium in der Höhe von € 1.000,-/Projekt (z.B.  Recherche, die Konzeption einer Ausstellung, ein aktuelles Schreib- oder Kompositionsvorhaben, ein Filmprojekt oder eine Digitalisierungs-Maßnahme) ansuchen. Dotiert sind diese Maßnahmen mit insg. € 200.000. Antragsberechtigt sind:

    • freischaffende Künstler*innen aus allen Sparten mit
    • einem biografischen Vorarlberg-Bezug (hier geboren oder länger hier gewohnt),
    • eine bisherige Förderung des Landes (= anerkannte Antragsteller*in) erhalten haben oder eine antragsbasierte neue positive Beurteilung (= Kommissionsempfehlung).

    Studierende sind von der Bewerbung ausgenommen. 

    Antragsfrist: grundsätzlich keine Antragsfrist.
    Antragstellung: Sowohl die Atelierförderung als auch die Arbeitsstipendien sind mit über das Allgemeine Antragsformular der Kulturabteilung zu beantragen. 

    Hinweis: Die IG Kultur Vorarlberg weist darauf hin, dass dieses coronabedingte Förderinstrument den Förderrichtlinien des Härtefallfonds des Bundes oder des KSVF widersprechen könnte und empfehlen Kunst- und Kulturschaffenden daher dringend, zuerst beim Härtefallfonds (WKO), und falls es dort eine Ablehnung gibt, danach beim KSVF zu beantragen.

    Informationsseite und Antragsformular Kulturabteilung Land Vorarlberg 

     

    Vorarlberger Covid-19-Unterstützungsfonds / Wirtschaftskammer Vorarlberg

    Selbständige, die einen Umsatzrückgang von mind. 50% zum Vergleichszeitraum des Vorjahres haben und dadurch in existenzielle Not kommen (Netto-Jahreseinkommen unter € 33.812), können einen einmaligen Zuschuss von bis zu € 4.000, erhalten. Antragsberechtigt sind:

    • EPUs, Neue Selbstständige und freiberuflich Tätige sowie Kleinstunternehmen bis zu 9 Mitarbeiter*innen,
    • deren Betriebsstätte sich in Vorarlberg befindet und
    • einen Jahresumsatz von max. € 400.000,- haben

    Antragsfrist: 30. September 2020
    Hinweis: Zuerst muss beim Härtefall-Fonds/WKO angesucht werden.

    Förderrichtlinien und Antragsformular

     

    Vorarlberger Härtefonds für unselbständig Beschäftigte und ihre Familien / AK Vorarlberg

    Unselbstständig Erwerbstätige (auch geringfügig Beschäftigte), die aufgrund des Coronavirus in ernsthafte wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind (Familieneinkommen minus 30%), können einen einmaligen Zuschuss erhalten. Weiters können ein Wohnkostenzuschuss und Kleinkredit beantragt werden. Antragsberechtigt sind:

    • unselbstständig Erwerbstätige mit Arbeitsplatz oder Wohnsitz in Vorarlberg, die nach dem 15. März 2020 aufgrund der Corona-Krise arbeitslos wurden, in Kurzarbeit gehen mussten oder Arbeitnehmer*innen mit gravierenden Einkommenseinbußen aus sonstigen Gründen, die nach dem 15. März d.J. eingetreten sind, bei denen
    • die Einkommenseinbuße (des gesamten Familieneinkommens) von mindestens 30 % im Vergleich zum durchschnittlichen Netto-Haushaltseinkommen der letzten drei Monate vor Eintritt des Härtefalles

    Ausgeschlossen sind Arbeitnehmer,*innen die Leistungen aus der Mindestsicherung beziehen.

    Antragsfrist: 30. September 2020

    Hinweis: Wird Familienbeihilfe bezogen, kann beim Corona-Familienhärtefonds des Bundes um Unterstützung angesucht werden. Besteht im gemeinsamen Haushalt die Möglichkeit der Inanspruchnahme einer Bundesförderung aufgrund des Coronavirus, ist eine Antragstellung bei der AK Vorarlberg erst nach erfolgten Erledigung dieses Ansuchens möglich.

    Härtefonds für Vorarlberger Arbeitnehmer*innen und ihre Familien
     

     

    WIEN

    COVID-19 Arbeitsstipendien der Stadt Wien

    Einreichung ist nicht mehr möglich. 

    Vergeben wurden Arbeitsstipendien in der Höhe von max. € 3.000 an freischaffende Künstler*innen und freiberufliche Wissenschafter*innen, die aufgrund der Corona-Krise in eine finanzielle Notlage geraten sind, mit Hauptwohnsitz in Wien die Möglichkeit. Die Maßnahme wurde auf insg. € 6,3 Millionen aufgestockt, vergeben wurden 2.310 Stipendien (90% der Antragstellungen).

    Antragsfrist: 29. April 2020 

    COVID-19 Arbeitsstipendien der Stadt Wien 

     

    Ideenwettbewerb „Creatives for Vienna – Kreative Ideen für eine Welt nach COVID-19“ von Stadt Wien und wirtschaftsagentur wien

    Der Ideenwettbewerb „Creatives for Vienna“ sucht Ideen für das Leben in der Stadt nach der Krise, und zeichnet die wirksamsten und kreativsten Ideen mit € 5.000, aus. Dotiert ist der Wettbewerb mit insg. € 1 Million. 

    Einreichfrist: Einreichungen sind laufend bis 30. Juni 2020 möglich 

    Call Creatives for Vienna

     

    „Wien Online“ Förderung für Klein- und Kleinstunternehmen von Wirtschaftskammer Wien und wirtschaftsagentur wien 

    Unterstützt wird der Auf- und Ausbau von Onlineshopsystemen von Wiener Klein- und Kleinstunternehmen aus den Bereichen Nahversorgung, Kreativwirtschaft und persönliche Dienstleistungen. Der Zuschuss beträgt max. 75%, gedeckelt mit max. € 10.000, der förderfähigen Kosten, wie Investitionskosten, Anschaffungskosten wie Hardware, Software, für Versand und Lager, Beratungsleistungen, externe (IT-) Dienstleistungen, Marketingkosten und Lizenzkosten.

    Hinweis: „First Come – First Serve“ Prinzip bis die Mittel erschöpft sind.  
    Einreichfrist: 10. Juni 2020 

    "Wien Online" Förderung 
     

     


    Anerkennungsfonds für freiwilliges Engagements

    Der Anerkennungsfonds für freiwilliges Engagements, angesiedelt beim Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, unterstützt Aktivitäten und Initiativen, die zur Entwicklung oder tatsächlichen Durchführung von innovativen Maßnahmen, besonderen Aktivitäten oder Initiativen zur nachhaltigen Sicherung des freiwilligen Engagements in Österreich beitragen.

    Zur Bewältigung der COVID-19-Krise wurde der Fonds nun um 600.000 Euro aus Mitteln des COVID-19-Krisenbewältigungsfonds aufgestockt und erweitert. Eingereicht werden können nun ebenso COVID-19 bedingte Mehraufwendungen, die der Sicherung des freiwilligen Engagements dienen. Für diese Corona-bedingten Zuwendungen gilt die bisherige Obergrenze von 15.000 Euro nicht

    Antragsberechtigt sind natürlich wie juristische Personen, etwa Vereine, die zentral mit Freiwilligen arbeiten. 

    Einreichungen sind ab sofort mittles Antragsformular möglich. Die Mittelvergabe erfolgt allerdings erst nach Inkrafttreten der Richtlinie am 01.06.2020 gemäß den Bestimmungen der neuen Richtlinie, die derzeit überarbeitet wird. Die zentralen Punkte der Richtlinie (Fördervoraussetzungen, Verfahren, etc.) sind davon unberührt. 

    Weiterführende Information: 
    Aktuelle Richtlinien des Freiwilligenfonds 
    Antragsformular für finanzielle Zuwendungen aus dem Freiwilligenfonds
    Allgemeine Informationen zum Anerkennungsfonds für freiwilliges Engagement
     

     

    Kurzübersicht weitere Hilfsmaßnahmen für einkommensschwache Familien, unselbständig Beschäftigte bzw. nun Arbeitslose


    Corona-Familienhärtefonds (bzw. Corona-Familienhärteausgleich) 

    Familien mit Kind/ern können einen Zuschuss zur Bewältigung von Mehraufwendungen bzw. Einkommensausfällen aufgrund der Pandemie erhalten, abhängig von der Höhe der Ausfälle und der im Haushalt lebenden Personen. Der maximale Zuschuss beträgt € 1.200 monatlich pro Familie für höchstens drei Monate. Antragsberechtigt sind: 

    • Familien mit Hauptwohnsitz in Österreich, bei denen zum Stichtag 28.02.2020 für mindestens ein im Familienverband lebendes Kind Familienbeihilfe bezogen wurde und
    • zum Stichtag 28. Februar 2020 mindestens ein im gemeinsamen Haushalt lebender Elternteil unselbständig beschäftigt war und in Folge der Corona-Krise seinen Arbeitsplatz verloren hat oder in Corona-Kurzarbeit gemeldet wurde oder 
      ein im gemeinsamen Haushalt lebender Elternteil aufgrund der Corona-Krise in eine finanzielle Notsituation geraten ist und zum förderfähigen Kreis natürlicher Personen aus dem Härtefallfonds der WKÖ zählt.
    • das Familieneinkommen bestimmte Einkommensgrenzen nicht übersteigt (z.B. Einelternhaushalt mit einem Kind max. € 1.600, Paar mit einem Kind max. € 2.400). 

    Antragsfrist: grundsätzlich keine Antragsfrist

    BMAFJ Corona-Familienhärtefonds  
     

    Maßnahmen auf Länderebene für einkommensschwache Familien und Arbeitnehmer*innen

    In Tirol und Vorarlberg wurden eigene COVID-19 Fonds zur Unterstützung einkommensschwacher Familien und Arbeitnehmer*innen geschaffen. Details dazu weiter unten in dieser Sammlung sowie hier: 

    COVID-19 Arbeitnehmer*innen Fonds Tirol
    Härtefonds für Vorarlberger Arbeitnehmer*innen und ihre Familien
     

    Arbeitslosengeld, Mindestsicherung, Sozialhilfe 

    Eine Detaildarstellung der Regelungen sprengt den Rahmen. Jedoch möchten wir Euch auf folgende sehr gute Übersicht des Kulturrat Österreich hinweisen:
    Was ist perspektivisch im Hinterkopf zu behalten, wenn Arbeitslosengeld eine Option sein sollte? Was muss ich beachten, wenn ich jetzt aus der Selbstständigkeit kommend Arbeitslosengeld beziehe? Wie sieht das eigentlich mit Mindestsicherung/ Sozialhilfe und selbstständigem Zuverdienst aus?

    Kurzinformation Kulturrat Österreich: Arbeitslosengeld als Notnagel für prekär Tätige? 

     

     

    Kurzübersicht weiteren Hilfsmaßnahmen, die ausschl. gewerblichen Kulturbetrieben bzw. Unternehmen zugänglich sind

     
    Fixkostenzuschuss für Unternehmen (im Rahmen des Corona-Hilfsfonds)

    Unternehmen können einen nicht-rückzahlbaren Zuschuss zur Deckung der Fixkosten für drei zusammenhängende Monate im Zeitraum 16. März bis 15. September 2020 beantragen. 

    Antragsberechtigt sind Unternehmen, die durch die Corona-Krise einen Umsatzverlust von mindestens 40% im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum 2019 erleiden. Weitere Fördervoraussetzungen sind u.a.:

    • Sitz oder Betriebsstätte in Österreich ist
    • Ausüben einer operative Tätigkeit in Österreich, die zu Einkünften gemäß § 21, 22 oder 23 des Einkommensteuergesetzes 1988 führt
      Hinweis: Einkünfte gemäß § 22 sind Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit. Hierzu zählen u.a. Einkünfte aus einer wissenschaftlichen, künstlerischen, schriftstellerischen, unterrichtenden oder erzieherischen Tätigkeit sowie Einkünfte die von freiberuflich Tätigen etwa bei Veranstaltungen erzielt werden. 
    • setzten Schadenminimierender Maßnahmen   

    Fixkosten sind u.a.: Geschäftsraummieten, betriebliche Versicherungsprämien, Zinsaufwendungen, der Finanzierungskostenanteil der Leasingraten, Aufwendungen für sonstige vertraglich betriebsnotwendige Zahlungsverpflichtungen, die nicht das Personal betreffen, betriebliche Lizenzgebühren, Zahlungen für Strom / Gas / Telekommunikation, Personalkosten, die für die Bearbeitung von Stornierungen anfallen, sowie ein Unternehmer*innen-Lohn von jedenfalls EUR 666,67 pro Monat, höchstens aber EUR 2.667,67 pro Monat, Nebeneinkünfte im Betrachtungszeitraum sind jedoch von diesem Unternehmer*innen-Lohn abzuziehen. 

    Die Höhe des Zuschusses ist gestaffelt und abhängig vom Umsatzausfall. Der Zuschuss wird nur dann gewährt, wenn der Fixkostenzuschuss insgesamt mindestens EUR 500,- beträgt: 

    • 40-60 % Ausfall: 25 % Ersatzleistung
    • 60 -80 % Ausfall: 50 % Ersatzleistung
    • 80-100 % Ausfall: 75 % Ersatzleistung

    Die Antragstellung ist via FinanzOnline ab 20. Mai 2020 möglich. Die erste Auszahlung kann bis zu 50% des Fixkostenzuschusses betragen und soll bereits Ende Mai/Anfang Juni 2020 erfolgen. Der gesamte Zuschuss kann frühestens ab 19. August 2020 beantragt werden, wenn die Fixkosten feststehen und das Unternehmen die Saldenliste übermittelt.

    Beträgt die Gesamtzuschusshöhe unter EUR 12.000 kann der Antrag zur ersten Tranche (bis 18. August 2020) selbst eingebracht und die relevanten Umsatzausfälle und Fixkosten für den Betrachtungszeitraum selbst berechnet werden. Für die zweite Tranche (ab 19. August) ist jedenfalls der Antrag von einem*einer Steuerberater*in, Wirtschaftsprüfer*in oder Bilanzbuchhalter*in zu bestätigen. 

    HINWEIS: Der Fixkostenzuschuss verringert sich um Zuwendungen von Gebietskörperschaften, die im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise und dem damit in Verbindung stehenden wirtschaftlichen Schaden geleistet werden. Davon ausgenommen sind Zahlungen aus dem Härtefallfonds und der Kurzarbeit. Alle anderen COVID-19 Unterstützungen werden jedoch angerechnet, etwa wenn Künstler*innen Unterstützung aus dem COVID-19-Fonds des Künstler-Sozialversicherungsfonds erhalten haben! 
     

    Kommt der Fixkostenzuschuss auch für gemeinnützige Kulturvereine in Frage? 

    Nein. Förderbar sind nur Unternehmen, die Einkünfte gemäß § 21, 22 oder 23 des Einkommensteuergesetzes 1988 erzielen. Dies sind Einkünfte aus Forst- und Landwirtschaft (§21), Einkünfte aus gewerblicher Tätigkeit, die mit Gewinnabsicht verfolgt werden (§23) sowie Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit (§22).
     

    Fixkostenzuschuss Richtlinie 
    FAQs des Finanzministerium zum Fixkostenzuschuss (im Rahmen des Corona-Hilfsfonds)

     

    Staatliche Garantien für Überbrückungskredite für EPUs, Neue Selbständige, KMUs und Unternehmen allgemein (im Rahmen des Corona-Hilfsfonds) 

    Neu geschaffen wurde die Möglichkeit einer 100%-Garantie der Republik für Betriebsmittelkredite bis zu einer Höhe von EUR 500.000, sowie 90%-Garantiequote ab EUR 500.000 Kreditsumme. Die Obergrenze dafür sind maximal 3 Monatsumsätze oder das Doppelte der gesamten jährlichen Lohn- und Gehaltssumme oder in angemessenen begründeten Fällen der Liquiditätsbedarf von bis zu 18 Monaten bzw. maximal 120 Mio. Euro. Die Laufzeit beträgt maximal 5 Jahre und kann um bis zu 5 Jahre verlängert werden. 

    Anträge können seit 8. April 2020 über die Hausbank eingereicht werden. 

    FAQs des Finanzministerium zu staatlichen Garantien (im Rahmen des Corona-Hilfsfonds)
    Zusatzinformationen des Austria Wirtschafts Service (AWS) zu Überbrückungsgarantien 
     

     

    Private Initiativen und Kampagnen 


    Stiftungsinitiative "Stiftungen helfen Künstlern"

    Initiative „Stiftungen helfen Künstlern“ unterstützt Künstler*innen, die keine Unterstützung vom Bund erhalten oder für die dessen Hilfe nicht ausreicht mit Projektstipendien bis zu EUR 3.000.  

    Antragsberechtigt sind selbständig tätige Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Literatur, Bildende Kunst und Medienkunst, Musik, Darstellende Kunst und Film, die aufgrund der Corona-Krise in eine finanzielle Notlage geraten sind, das 18. Lebensjahr vollendet und ihren Hauptwohnsitz in Österreich haben.

    Stipendien werden projektbezogen vergeben, der Nachweis einer Hilfsbedürftigkeit ist daher nicht notwendig und der Bezug anderer Unterstützungsleistungen kein Hindernis. Voraussetzung ist nur, dass dasselbe Projekt, für das das Stipendium vergeben wird, nicht bereits auf andere Weise gefördert wird.

    Stiftung Österreich "Stiftungen helfen Künstlern"

     

    Kampagne #norefundforculture

    Unter dem Motto "Kulturrettung aus der Quarantäne" hat die KUPF - Kulturplattform Oberösterreichgemeinsam mit IG Kultur die Kamapgne #norefrundforculture gestartet: Viele von euch haben schon Vorverkaufskarten für eine kommende Kulturveranstaltung zu Hause. Ausnahmslos alle Kulturveranstalter*innen in Österreich stehen allerdings gerade wegen des Veranstaltungsverbots finanziell mit dem Rücken zur Wand. Daher bitten wir euch: Fordert das Geld nicht zurück, wenn ihr aktuell darauf verzichten könnt.

    Infos zur Kampagne und Kampagnenmaterials #norefundforculture

     

    Kampagne #drüberretten für oberösterreichische Kulturvereine

    Um mit gutem Beispiel voranzugehen, hat die Kulturplattform Oberösterreichein Kultur-Gutscheinsystem auf ihrer Ticket-Plattform entwickelt, das die Liquidität der Kulturvereine verbessern und so Zahlungsengpässe vermeiden soll. Das Prinzip ist einfach: KundInnen erwerben Gutschein-Codes bei den VeranstalterInnen ihres Vertrauens. Die VeranstalterInnen bekommen den frei wählbaren Gutscheinbetrag sofort ausbezahlt. Der sogenannte “KULTschein” ist so lange gültig, bis er aufgebraucht ist. Eine Barauszahlung (auch von eventuellen Restbeträgen) ist ausgeschlossen. 

    Aktuell beteiligen sich bereits 39 Kulturvereine an der Aktion und nutzen das neue Angebot der KUPF OÖ.

    Infos zur Kampagne #drüberretten 

     

    Initiative Bühnenliebe.at zur Rettung der Kulturbetriebe

    Bühnenliebe ist eine Initiative aus Wien und hat sich zum dem Ziel gesetzt, unsere Lieblings-Kulturbetriebe in Österreich auf Grund der Corona Krise zu stützen. Vermittelt werden Gutscheine, die jetzt erworben und später eingelöst werden können. 

    Initiative Bühnenliebe.at  

     

     

    Kein Anspruch auf Vollständigkeit! Hinweise zu weiteren relevanten Unterstützungsfonds und -maßnahmen nehmen wir gerne entgegen unter office@igkultur.at!  

    Alle Angaben erfolgen trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr und basieren auf dem Wissenstand des Zeitpunkts der Veröffentlichung.  Eine Haftung der IG Kultur Österreich ist ausgeschlossen.  

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