kulturrisse 01/08

Neues aus der Kleingartensiedlung: Wehret den Anfängen

Ich habe nämlich den Verdacht, dass dieses ganze Anti-RaucherInnen-Getue Ausdruck einer sich stetig verengenden Toleranz gegenüber den Mitmenschen und ihren Eigenheiten oder Gebrechen ist. Jetzt ist es soweit, dass man nicht mehr Nikotin in die Luft blasen darf, morgen darf man vielleicht bei der Gartenarbeit nicht mehr fluchen und schwitzen und in naher Zukunft dürfen hässliche Menschen vielleicht nur noch ab der Dämmerung auf die Straße.

Grundeinkommen. Soziale Sicherheit ohne Arbeit

„Was wollen wir denn eigentlich produzieren und wie soll dies geschehen?“ –, im Sinne der Frage nach dem guten Leben aller und dem dafür Notwendigen. So steht es im Vorspann eines Sammelbandes zum Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE).

Weltordnung, Kriege und Sicherheit.

Der Zürcher Widerspruch widmet sich in der aktuellen Ausgabe 53 dem – man möchte zynisch anmerken: stets aktuellen – Thema „Weltordnung, Kriege und Sicherheit“.

Wenn die Parodie Realität wird ... Der Studiengebührenboykott an der HfbK Hamburg

In jenem Winter legte auch die so genannte Dohnanyi-Kommission ihre folgenreichen Empfehlungen vor: Die Strukturreform für Hamburgs Hochschulen 2003-2012, die einen massiven Abbau der Bereiche Architektur, Kunst, Musik und Geistes-, sowie Sozialwissenschaften als Ziel nennt, ist unter engagierter Mitarbeit der Unternehmensberater McKinsey & Company entstanden.

Die falsche Sanftmut der Kultur. Anmerkungen zur Mitteilung über eine europäische Kulturagenda im Zeichen der Globalisierung

Kulturelle Vielfalt, Interkulturalität, Mobilität der Kulturschaffenden und ihrer Werke: Diese Basisbegriffe aktueller europäischer Kulturpolitik klingen hübsch, haben bei genauerer Betrachtung aber ihre Schattenseiten.

Die Mitteilung der europäischen Hegemonieansprüche. Notizen zum Kulturverständnis der Europäischen Union.

Lassen wir die Seele beiseite und sagen wir: „Kultur ist das, worüber sich die Europäische Union – in der Vorstellung, die treibende Kraft der menschlichen Entwicklung und Zivilisation zu sein – versucht, in die Zukunft einzuschreiben.“

hallo knallo! pragmatismus, musikmachen und der erfolg oder das versagen ...

zurzeit sitze ich nächtelang vorm computer und kann nicht schlafen. irgendwo versteckt sich eine melodie, die nicht zu fassen ist. das soundprogramm verfügt zwar über zigtausende sounds, aber meine finger wandern über die tastatur, vergeblich. alles retour.

Zum Küchenroman

Die Ausstellung im Heiligenkreuzerhof musste ich mir anschauen, denn sie zeigte den Nachlass einer Feministin, Kommunistin, Widerstands-Kämpferin und Aufbau-Künstlerin. Sage und schreibe 17 ecm-Lehrlinge fanden sich in einem Projektteam zusammen um, Ich bin keine Küche, Gegenwarts-Geschichten aus dem Nachlass von Margarete Schütte-Lihotzky auf die Beine zu stellen.

Who are the ‚Boyz in the Hood’? Gewalt, Geschlecht und Ethnizität in Urban Music Videoclips

Obwohl HipHop durch die Musikindustrie und die Medien globalisiert, kommerzialisiert und durch Teenager – oft mit Migrationshintergrund –, angeeignet wurde, bleibt das Ghetto als symbolischer Ausdruck für ein verarmtes und von Gewalt geprägtes Leben eines der zentralen Themen in Rap Lyrics und HipHop Videoclips.

Have the Cake and Eat It, Too. Institutionskritik als instituierende Praxis

In seiner Monumentalität ist das Haus des Volkes in Bukarest, ehemals Ceauşescu-Palast und heute rumänisches Parlament, fast schon eine phantasmatische Apotheose steingewordener institutioneller Macht. Als eines der weltgrößten Gebäude ist es Ort politischer Repräsentation und zugleich vermeintlich kritischer Kunstproduktion – beheimatet es doch seit einigen Jahren auch das Nationalmuseum für zeitgenössische Kunst.