Koroška

Kulturtunnel Treffen Teilnehmer*innen Bei der vierten Kulturtunnelfahrt von IG KiKK und IG Kultur Steiermark diskutierten Kulturtätige aus Kärnten|Koroška und der Steiermark über die Herausforderungen und Chancen von Kulturarbeit im ländlichen Raum. Im Mittelpunkt standen Vernetzung, nachhaltige Strukturen, die Zusammenarbeit mit Gemeinden und die Bedeutung von Kulturinitiativen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Teilhabe. Die Veranstaltung zeigte einmal mehr, wie wichtig der Austausch über regionale Grenzen hinweg für eine starke freie Kulturszene ist. Nachlese auch in einfach Sprache.
Wie arbeitet die freie Kulturszene in Kärnten | Koroška heute? Welche Herausforderungen prägen den Alltag von Kulturinitiativen, Vereinen und Projekträumen? Welche Ressourcen fehlen – und welche Strukturen braucht freie Kulturarbeit in Zukunft? Die IG KiKK lädt alle Kulturinitiativen herzlich zu einem gemeinsamen Netzwerktreffen rund um die aktuelle Basisdatenerhebung „Kulturarbeit heute“ ein. 15.06., 18:00, Villa For Forest
Am 29. Jänner 2026 hat das Kärntner Kulturgremium einen offenen Brief an die Landesregierung gerichtet, der mit großer Irritation und wachsender Sorge auf Pläne reagiert, die Abteilung 14 – Kunst und Kultur im Zuge einer Verwaltungsreform aufzulösen und zur bloßen Unterabteilung herabzustufen. Was auf den ersten Blick wie eine verwaltungstechnische Umstrukturierung erscheinen mag, ist bei genauerer Betrachtung ein Angriff auf demokratische Kulturpolitik – und ein gefährlicher Rückschritt in eine Zeit, die Kärnten bereits hinter sich gelassen glaubte.
Die erste Lunch Lecture im frischen 2026 gestaltet die Kärntner Kulturstiftung mit uns. Wen spricht der neue Call an und was soll besonders unterstützt werden? Was sind Schwerpunktthemen der Kärntner Kulturstiftung? Diese Fragen und noch viel mehr wird uns das Team der Kärntner Kulturstiftung beantworten. Jetzt mit Nachlese.
Wir gratulieren Gerhard Pilgram und Emil Krištof ganz herzlich zur Anerkennung ihrer großartigen Arbeit durch das Land Kärnten. Das Schaffen der beiden ist ein Gesamtkunstwerk mit politischer Brisanz und humorvoller Schärfe. Wir wollen gleichzeitig Lehren ziehen aus der Arbeit, die Gerhard Pilgram und Emil Krištof in den vergangenen Jahrzehnten geleistet haben. Denn wir finden besonders bemerkenswert, dass sie – durch die Kärntner Landesregierung einst vollends von Förderungen abgeschnitten – nun von ebendieser das Ehrenzeichen verliehen bekommen.
Fair Pay Prozess Der Kulturbereich ist besonders von Prekariat, Unterbezahlung, schlechter sozialer Absicherung und unsicheren Arbeitsverhältnissen betroffen. Deshalb hat die IG Kultur schon vor über zwölf Jahren die Kampagne für Fair Pay im Kulturbereich gestartet. Fair Pay konnte erstmals ins Regierungsprogramm lobbyiert werden. Das ist nun drei Jahre her, das heißt die Legislaturperiode neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Wir haben nachgefragt, wie es in Bund und Ländern in Sachen Fair Pay gerade steht.
Kulturverein ROZ, Grenzprojekt, Gedenkjahr 100 Jahre Volksabstimmung Kärnten/Koroska Die IG KIKK hat mit einer Basisdatenerhebung die Rahmenbedingungen der freien Kulturarbeit in Kärnten erhoben. Das Ergebnis zeigt eine Verschärfung des Prekariats und das in einer Zeit, in der die Corona-Krise den Kunst- und Kulturbereich stark trifft. Ein Interview mit Vorstandsvorsitzender Alina Zeichen.
Zitat Brecht Im Sinne der „Kulturarbeit im Kontext zur slowenischen Volksgruppe“ sehe ich mich im „Spiegel der Zeit“ an meinem Ausgangspunkt angekommen, als mir beim Schuleintritt die bis dahin gesprochene Umgangssprache aberkannt, das Slowenisch zur lebenden Fremdund die mir bis dahin fremde deutsche Sprache zur „Ordnungsund Staatssprache“ erklärt wurde. Bereits vor dieser mir damals unverständlichen Neuausrichtung wusste ich so manches über das karge Bergbauernleben, vom Harz der Fichtenäste in den Hosensäcken, vom Händewaschen mit Speckschwarten und die schweißigen Gummistiefel, die brutal ausgetragenen Zerwürfnisse der Erwachsenen in der Küche oder im Gasthaus über das wenige Hab und Gut oder das viele „Nichthab und Nichtgut“ sowie über das Sterben Zuhause oder in der Nachbarschaft mit oder ohne slowenisches Gebet – der Erfrorene übersehen im Graben oder die Andere zu spät entdeckt mit dem Hals im Hanfstrick eingezwängt unter dem körpertragenden Holzbalken.