Webinar: Grenzen und Rahmenbedingungen unentgeltlicher Tätigkeit

Welche Möglichkeiten gibt es, unentgeltlich für einen Verein tätig zu werden. Wie definiert sich Ehrenamt und wie ist es vom Dienstvertrag abzugrenzen? Welche Aufwandsentschädigungen sind möglich? Was ist bei Praktika und Volontariaten zu beachten? All das erfahrt ihr in unserer 2-stündigen Online-Session am 27. November, 17:00 Uhr. Teilnahme für Mitglieder kostenlos, Anmeldung erforderlich.

 

(Basismodul Arbeitsrecht, Teil 2)

Ehrenamt, Praktikum & Co –
Grenzen und Rahmenbedingungen unentgeltlicher Tätigkeit.

 

Die Beweggründe, sich unentgeltlich zu engagieren sind vielfältig – um seinen Idealen zu folgen, sich zu verwirklichen, spannende Projekte umzusetzen, sich an neuen Formen des Zusammenlebens zu erproben, der Gesellschaft etwas zurückzugeben, Probleme aufzuzeigen oder Menschen zusammenzubringen, um sie zu lösen. Fakt ist, ohne ehrenamtliches Engagement wären viele Kulturprojekte schlicht nicht realisierbar. Zahlreiche Initiativen müssten ihre wertvolle Kulturarbeit einstellen. In der Praxis stellt sich die Frage, in welchem Rahmen ist unentgeltliche Arbeit überhaupt zulässig und was ist, wenn doch eine geringe Summe Geld fließt? 

Wir nehmen die unentgeltlichen Beschäftigungsformen genauer unter die Lupe und wenden uns mit diesem Webinar gezielt an Kulturarbeiter*innen und (potenzielle) Arbeitgeber*innen, die mehr zu den Rahmenbedingungen unentgeltlicher Tätigkeit erfahren möchten. 
 

Im Rahmen des Basismoduls erfahrt ihr:

  • Wie definiert sich Ehrenamt?
  • Ist es möglich, beim Verein angestellt und parallel dazu ehrenamtlich für den Verein tätig zu sein?
  • Welche Aufwandsentschädigungen sind zulässig?
  • Welchen Maßstab legt die Krankenkasse bei einer Überprüfung an, ob es sich um ehrenamtliche Tätigkeit handelt oder ein Dienstverhältnis vorliegt? 
  • Was versteht man unter einem Praktikum (mit bzw. ohne Taschengeld) und was unterscheidet es vom Volontariat?
  • Wer ist wie zu versichern? 

Nach einer Einführung ins Thema diskutieren wir Abgrenzungsfragen und praktische Fallbeispiele. Ihr habt natürlich auch die Möglichkeit, eure Fragen einzubringen. Solltet ihr diese schon im Vorfeld wissen, bitten wir euch, uns diese per Mail zukommen zu lassen (office@igkultur.at). Die Fragen werden dann, auf Wunsch anonymisiert, im Rahmen des Webinars vorgestellt und beantwortet.
 

Mittwoch, 27. November 2024, 17:00–19:00 Uhr
.

Das Webinar findet online per „Zoom“ statt.
Den Link zur Teilnahme erhaltet ihr gemeinsam mit eurer Anmeldebestätigung.

Anmeldung:
Die Teilnehmer*innen-Anzahl ist begrenzt.
Bitte um Anmeldung per E-Mail an: office@igkultur.at.

Kosten: 

Die Teilnahme ist für Mitglieder der IG Kultur Österreich kostenlos! 

Für Nicht-Mitglieder (nach Verfügbarkeit freier Plätze): € 25,00



Vortragende: 

Julia Krul ist Juristin mit besonderer Vorliebe für das Arbeits- und Urheber*innenrecht. Durch ihre frühere Tätigkeit für die IG Kultur sowie durch ihre mehrjährige Vortragstätigkeit ist sie mit den besonderen Rahmenbedingungen und praktischen Herausforderungen der Kulturarbeit vertraut und kann gezielt auf eure Fragen eingehen.


Wir freuen uns auf eure Teilnahme!

KULTUR RECHT PRAKTISCH – juristisches Basiswissen für gemeinnützige Kulturvereine:

Im Rahmen unserer Reihe KULTUR RECHT PRAKTISCH dreht sich alles um rechtliches Know-how im Kulturbetrieb. In Online-Sessions widmen wir uns brennenden Fragen zu einem konkreten Thema und erläutern anhand anschaulicher Praxisbeispiele rechtliche Rahmenbedingungen, zwingende Vorschriften und praktische Gestaltungsspielräume. Weiters habt ihr die Möglichkeit, euer Praxiswissen einzubringen, Fragen zu stellen und euch auszutauschen.

Die Teilnahme ist für IG Kultur Mitglieder kostenlos.
 

Weitere Termine

Basismodul Arbeitsrecht, Teil 1: 
Wie stellt ihr (euch) an? Welche Beschäftigungsformen für welche Tätigkeit.
nächster Termin: 22.11.2024, 13:00–16:00 Uhr; 


Links & Donwloads

Basisinformationen für Kulturvereine als Arbeit- und Auftraggeber

Musterverträge und Vorlagen

Ähnliche Artikel

Awareness mit Taktgefühl bieten die Vorarlberger Kulturinitiativen Kammgarn Hard und TiK Dornbirn an Sonntagnachmittagen. Sie prägen damit eine neue Tanzkultur, die ohne Dresscode, Leistungsdruck oder nächtliche Exzesse auskommt. In nur wenigen Stunden tanzt und schwitzt ein stetig größer werdendes Publikum in einem sicheren Raum, der auch ohne Alkohol auskommt. Angelehnt an die Disco-Kultur Manhattans der 1970er Jahre wird die Tanzfläche dabei zum Ort für Gemeinschaft in Freude und Vielfalt. Begrüßt werden die Generationen Baby Boomer bis Alpha.
Hatten wir den Freiwilligenbericht hier nicht erst? Nicht ganz. Während die kürzlich analysierte Erhebung zur Freiwilligentätigkeit vor allem die blanken Zahlen lieferte, verspricht der nun vorgelegte Freiwilligenbericht, über die bloße Statistik hinaus die „Lage und Entwicklung des freiwilligen Engagements“ in Österreich darzustellen. Eine Auswertung der statistischen Grundlage und Schlüsse daraus bleibt er jedoch schuldig – wirklich aufschlussreich wird er nur dort, wo Organisationen selbst zu Wort kommen.
Am 2. März 2026 luden die IG Kultur Vorarlberg und die Österreichische UNESCO-Kommission zum Talk „Regenerative Kulturarbeit zwischen Krise und Transformation“ ins Theater am Saumarkt. Im Zentrum stand die Frage, welche Rolle Kunst und Kultur in Zeiten gesellschaftlicher, ökologischer und wirtschaftlicher Umbrüche bereits spielt und welche ihr zugunsten eines guten Lebens für alle im Einklang mit der Natur zukommt. Ausgangspunkt bildete die internationale Debatte um Kultur als „Missing SDG“ innerhalb der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Der Abend mit Beiträgen von Künstler:innen und Kulturakteur:innen veranschaulichte, dass Regenerative Kulturarbeit dort entsteht, wo Engagement, Zusammenarbeit und der Mut zum Mitgestalten aufeinandertreffen.