Gendergerechter arbeiten

In der März Ausgabe des Kulturradios widmen wir uns der Frage wie wir im Kulturbereich gendergerechter arbeiten können

Kulturradio – die monatliche Sendung der IG Kultur Steiermark

Gemeinsam mit vielen Kulturinitiativen in der Steiermark erforscht die IG Kultur Steiermark mögliche Vorgangsweisen, um mehr Gendergerechtigkeit und Diversität innerhalb von Organisationen zu bewirken. Dazu gab es am 13. März im Rahmen der Aktion Bündnis 0803 eine online-Diskussion.

Hintergrund ist der durch das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport eingeleitete sogenannte Fairness Prozess im Rahmen dessen die Bundesländer und Interessengemeinschaften dazu eingeladen wurden, gemeinsam Leitlinien für eine verbesserte Zusammenarbeit aller, die an Kunst und Kultur in Österreich beteiligt sind, zu formulieren.

Daraus entstand der Fairness Codex, den alle Bundesländer und der Bund unterschrieben haben. Als Grundwerte wurden Respekt und Wertschätzung sowie Vielfalt festgelegt. Doch viele Punkte und Details, wie genau diese Grundwerte in die Arbeit von Kulturorganisationen und Institutionen einzubinden sind, lässt der Codex völlig offen.

Die IG Kultur Steiermark entschied sich, diese Lücke zu schließen und erforscht zurzeit gemeinsam mit den steirischen Kulturorganisationen, mögliche Vorgangsweisen um den Status Quo zu verbessern und ein gerechteres und wertschätzenderes Miteinander im Kulturbereich zu etablieren.

Der Schwerpunkt der Podiumsdiskussion lag auf dem Austausch von unterschiedlichen Maßnahmen, Modellen und Werkzeugen, die bereits entwickelt wurden und in Anwendung sind, um mehr Gendergerechtigkeit und Diversität innerhalb von Organisationen zu bewirken.

Eingeladen war Chiara Koch, Teil von AWA Graz und aktiv im Kollektiv Communikai besser bekannt als Sub. Sie beschäftigt sich mit der Grazer Nacht bzw Clubkultur und macht bei den Clubveranstaltungen Awareness Arbeit. Awareness Arbeit beschäftigt sich im Club- bzw. Kulturkontext vor allem mit Sexismus und sexualisierter Gewalt. Es bezeichnet einen achtsamen und bewussten Umgang mit Betroffenen von sexualisierter Gewalt und sexistischer Diskriminierung.

Ebenso eingeladen war Priska Pschaid, Leiterin des Internes Gleichstellungsmanagement bei der Stadt Graz. Die Stadt Graz setzt die Implementierung von Gender Mainstreaming seit 2001 um. 2012 hat die Stadt auch die EU-Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene unterzeichnet. Daraus ergibt sich die Verpflichtung zur Erstellung eines Umsetzungsplans - der sogenannte Gleichstellungsaktionsplan. Mittlerweile liegt der 3. Gleichstellungsaktionsplan auf.

Moderiert hat das Gespräch unsere Geschäftsführerin Lidija Krienzer Radojevic.

Musik von Mimu, Aiko Aiko, Elisabeth Harnik, Masha Dabelka, Lady Lynch, Gustav, Winterstrand

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