Nachlese zum kulturpolitischen Jour fixe
Im Rahmen dieses kulturpolitischen Jour fixe mit Gaby Schaunig und Marika Lagger-Pöllinger am Montag, 28. September, 18:00 Uhr im Verein GemSe Gailtal stellte sich Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig erstmals als Kulturreferentin des Landes Kärnten – in Nachfolge von Peter Kaiser – den Kulturinitiativen vor.
Kulturpolitischer Jour fixe mit Gaby Schaunig und Marika Lagger-Pöllinger
Montag, 28. September, 18:00 Uhr | Verein GemSe Gailtal
Um einen regelmäßigen Diskurs zwischen Kulturtätigen und der Kulturpolitik zu etablieren, veranstaltet die IG KiKK regelmäßig stattfindende kulturpolitische Jour-fixe-Gespräche, die Kulturarbeiter*innen und Kulturpolitiker*innen in Kärnten/Koroška ein offenes Forum bieten.
Im Rahmen dieses kulturpolitischen Jour fixe stellte sich Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig erstmals als Kulturreferentin des Landes Kärnten – in Nachfolge von Peter Kaiser – den Kulturinitiativen vor.
Kunst und Kultur stehen vor großen Herausforderungen: Wie entwickeln sich die Rahmenbedingungen für Kulturarbeit in Kärnten | Koroška? Welche Perspektiven eröffnet die neue Kulturstrategie? Wie können Kulturförderung, gesellschaftlicher Zusammenhalt, Chancengleichheit und nachhaltige Regionalentwicklung gemeinsam gedacht werden?
Wir diskutierten mit Kulturreferentin Gaby Schaunig und Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger über aktuelle kulturpolitische Entwicklungen sowie über die Schnittstellen von Kultur mit Finanzen, Sozialem, Gemeinden, Frauen und Gleichstellung, Demokratie, Klima- und Regionalentwicklung. Der Jour fixe bot Raum für Information, Austausch und Diskussion.
Nachlese zum kulturpolitischen Jour fixe der IG KiKK mit Marika Lagger-Pöllinger und Gaby Schaunig
Im Mittelpunkt des kulturpolitischen Jour fixe standen die Schnittstellen zwischen Kulturpolitik, regionaler Entwicklung, gesellschaftlichem Zusammenhalt, Baukultur, Demokratie und Gleichstellung. Der Austausch mit Marika Lagger-Pöllinger und Gaby Schaunig zeigte zahlreiche Anknüpfungspunkte für eine stärkere ressortübergreifende Zusammenarbeit. Gleichzeitig wurden konkrete Möglichkeiten sichtbar, Kulturinitiativen und ehrenamtliche Strukturen besser zu unterstützen und Kultur als wesentlichen Bestandteil gesellschaftlicher Entwicklung zu stärken.
1. Ausgangspunkt: Kulturpolitik als Querschnittsaufgabe
Gaby Schaunig betonte insbesondere die Bedeutung von gemeinschaftlichem Bauen und Wohnen. Marika Lagger-Pöllinger und Schaunig verwiesen darauf, dass sich ihre jeweiligen Ressortbereiche an mehreren Stellen überschneiden und dadurch Möglichkeiten für eine stärkere ressortübergreifende Zusammenarbeit entstehen. Ein besonderer Schwerpunkt sollte dabei auf der freien Szene und regionalen Kulturinitiativen liegen.
Eine zentrale Frage für Schaunig war: Wie erhalten wir Demokratie? Angesichts internationaler Entwicklungen sei dies eine der wesentlichen gesellschaftspolitischen Fragen der kommenden Jahre. Die freie Szene könne dabei eine wichtige Rolle spielen, da sie Räume für gesellschaftlichen Austausch, Beteiligung und demokratische Auseinandersetzung schafft.
Der Austausch machte deutlich, dass Kulturpolitik nicht isoliert betrachtet werden kann. Themen wie Regionalentwicklung, soziale Teilhabe, Ehrenamt, Baukultur und Gleichstellung bilden wichtige Rahmenbedingungen für kulturelle Arbeit. Entscheidend ist dabei, die Verbindung zwischen diesen Bereichen zu nutzen, ohne den spezifischen Fokus auf Kunst und Kultur aus dem Blick zu verlieren.
2. Ressortübergreifende Zusammenarbeit, Ehrenamt und langfristige Absicherung
Marika Lagger-Pöllinger unterstrich die Bedeutung der Schnittstellen zwischen den Ressorts. Kultur, Freiwilligenarbeit und ehrenamtliches Engagement seien eng miteinander verbunden und bildeten eine wichtige Grundlage des gesellschaftlichen Miteinanders.
Gerade im ländlichen Raum entsteht viel Verbindung und Zusammenhalt durch ehrenamtliches Engagement. Vereine und Kulturinitiativen schaffen Begegnungsräume, ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und tragen wesentlich zur Lebensqualität in den Regionen bei. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie diese Strukturen langfristig abgesichert werden können, ohne die Verantwortung für gesellschaftlich wichtige Aufgaben vollständig auf freiwillig Engagierte abzuwälzen.
Notwendig sind verlässliche Rahmenbedingungen, die Planungssicherheit schaffen und verhindern, dass Ehrenamtliche dauerhaft Aufgaben übernehmen müssen, die sie zunehmend überfordern oder die eigentlich strukturell abgesichert werden sollten. Es geht darum, freiwilliges Engagement zu ermöglichen und zu stärken, ohne dass Menschen ihre Arbeit letztlich „unfreiwillig“ aufrechterhalten müssen.
Daraus ergibt sich auch die Frage, wie ressortübergreifende Zusammenarbeit dazu beitragen kann, Vereine und Initiativen nachhaltig zu unterstützen und bürokratische Hürden abzubauen.
3. Baukultur, Raumplanung und gemeinschaftliches Wohnen
Ein weiterer Schwerpunkt war die Baukultur. In Kärnten gibt es einen Beschluss der Landesregierung zu einer baukulturellen Leitlinie, die auf einer Vorgabe des Bundes basiert. Für deren Umsetzung steht auch ein eigenes Budget zur Verfügung.
Als wichtige Prinzipien wurden genannt:
- Innenentwicklung vor Außenentwicklung
- klimafittes und nachhaltiges Bauen
- Weiterentwicklung und Nutzung des Altbestands
- gemeinschaftliche Wohnformen
- gemeindeübergreifende Planung und Kooperation
- stärkere Bürger und Partizipation
Schaunig verwies auf die baukulturellen Richtlinien des Wohnbaureferats, die bereits seit 2013 bestehen. Insbesondere bei der Weiterentwicklung des Altbestands sowie bei Gemeinschaftswohnprojekten bestehe in Kärnten noch Potenzial.
Als Beispiel für partizipative Wohnformen wurde „Quartier und wir“ angesprochen. Gemeinschaftliches Wohnen und die Weiterentwicklung bestehender Gebäude bieten dabei nicht nur Antworten auf wohnpolitische Fragen, sondern eröffnen auch Möglichkeiten für neue Formen des Zusammenlebens und der sozialen Begegnung.
Die Diskussion zeigte, dass Baukultur, Raumplanung und Kulturarbeit gemeinsame Anknüpfungspunkte haben. Entscheidend ist, diese Verbindungen stärker zu nutzen und bei der Entwicklung von Räumen auch deren kulturelle und soziale Funktionen mitzudenken.
4. Infrastruktur, regionale Netzwerke und Kultur im ländlichen Raum
Ein wesentliches Learning aus dem Gespräch ist, Kulturpolitik nicht vorrangig kommunal, sondern interkommunal und regional zu denken. Statt sich ausschließlich an den einzelnen Kulturreferent der Gemeinden abzuarbeiten, sollte die IG KiKK verstärkt bestehende interkommunale und regionale Netzwerke als Anknüpfungspunkte nutzen und solche Netzwerke im besten Fall selbst initiieren.
Gerade im ländlichen Raum sind viele Herausforderungen nicht an Gemeindegrenzen gebunden. Infrastruktur, kulturelle Angebote und soziale Treffpunkte müssen daher stärker gemeindeübergreifend gedacht und entwickelt werden. Regionale Kooperationen können Ressourcen bündeln, neue Partnerschaften ermöglichen und Kulturinitiativen mehr Reichweite verschaffen.
Besondere Bedeutung haben Orte, die über ihre ursprüngliche Funktion hinaus als soziale und kulturelle Treffpunkte wirken. Gasthäuser sind zentrale Orte der Kultur und des gesellschaftlichen Lebens im ländlichen Raum. Ihr Erhalt und ihre Weiterentwicklung sind deshalb auch aus kulturpolitischer Perspektive relevant.
Die Landespolitik kann Gemeinden und Regionen, die sich besonders für Kultur und gesellschaftliches Zusammenleben engagieren, stärker sichtbar machen. Dabei sollte der Blick bewusst auch auf kleinere oder weniger bekannte Initiativen gerichtet werden und nicht immer auf dieselben Einrichtungen.
Für die Kulturabteilung ergeben sich hier konkrete, niederschwellige Handlungsmöglichkeiten: Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung und Sichtbarkeit können dazu beitragen, regionale Kulturarbeit zu stärken. Als unmittelbare Maßnahme wurde vorgeschlagen, Initiativen und Themen der IG KiKK beispielsweise einen Monat lang in der E-Mail-Signatur der Kulturabteilung sichtbar zu machen. Da in der Abteilung auch grafische Unterstützung vorhanden ist, ließe sich eine solche Maßnahme mit überschaubarem Aufwand umsetzen.
5. Kultur in den Gemeinden stärken und Best Practices sichtbar machen
Diskutiert wurde auch, warum Kultur auf Gemeindeebene häufig „nebenbei“ mitläuft und gegenüber anderen politischen Themen zurückfällt.
Eine zentrale Frage lautet daher: Wie kann Kultur stärker mit anderen kommunalen Themen zusammengedacht werden, sodass sie nicht als Zusatz, sondern als integraler Bestandteil von Gemeinde- und Regionalentwicklung wahrgenommen wird?
Ein wichtiger Ansatz liegt darin, Kultur nicht ausschließlich als Aufgabe einzelner Kulturreferate zu behandeln. Vielmehr sollte sie als Querschnittsthema in regionalen Entwicklungsprozessen, in der Zusammenarbeit von Vereinen und in der Gestaltung des öffentlichen Lebens verankert werden.
Als wichtig wurden dabei Vernetzung und Kooperation zwischen Vereinen sowie internationale Kontakte genannt. Erfolgreiche regionale Kulturarbeit kann als Vorbild dienen und zeigen, wie kulturelle Initiativen über einzelne Veranstaltungen hinaus gesellschaftliche Wirkung entfalten. Als Beispiel wurde unter anderem das Mölltaler Geschichtenfestival erwähnt.
Best-Practice-Beispiele sollten stärker sichtbar gemacht und für andere Initiativen zugänglich werden. Regionale Netzwerke können dabei helfen, Erfahrungen weiterzugeben, Kooperationen anzustoßen und voneinander zu lernen. Gleichzeitig braucht es ein verändertes Mindset in der Zusammenarbeit: Nicht „Was müssen wir noch erledigen?“, sondern vielmehr „Wie kann ich dir helfen?“ sollte die gemeinsame Arbeit prägen.
6. Kulturstrategie: Nachfolgeformat, Vernetzung und Bürokratieabbau
Schaunig sprach sich für ein Nachfolgeformat zur Kulturstrategie aus. Regelmäßige Treffen sollen dazu beitragen, die Umsetzung der vereinbarten Ziele weiterzuverfolgen, unterschiedliche gesellschaftliche und politische Bereiche miteinander zu vernetzen und konkrete nächste Schritte zu entwickeln.
Dabei stellen sich insbesondere folgende Fragen:
- Wie können unterschiedliche Ressorts, gesellschaftliche Bereiche und regionale Netzwerke besser miteinander verbunden werden?
- Wie kann die Bedeutung von Kultur stärker ins öffentliche und politische Bewusstsein rücken?
- Wie können Best-Practice-Beispiele sichtbarer und übertragbar gemacht werden?
- Wie können Kulturinitiativen und Vereine stärker voneinander profitieren?
- Welche bürokratischen Hürden lassen sich konkret abbauen?
Das Nachfolgeformat sollte nicht nur dem Austausch dienen, sondern auch konkrete Verbesserungen für die Kulturpraxis ermöglichen. Dazu gehören niederschwellige Unterstützungsangebote, bessere Vernetzung, mehr Sichtbarkeit und verlässlichere Rahmenbedingungen für Kulturinitiativen.
Die regionale und interkommunale Perspektive sollte dabei eine zentrale Rolle spielen. Anstatt ausschließlich einzelne Gemeinden anzusprechen, gilt es, bestehende Netzwerke zu identifizieren, neue Kooperationen anzustoßen und Kultur als verbindendes Element regionaler Entwicklung zu positionieren.
7. Gleichstellung, Queerfeminismus und gesellschaftlicher Backlash
Ein weiterer Schwerpunkt war die Bedeutung queerfeministischer Themen in der Kultur- und Gesellschaftspolitik.
Dass zwei queerfeministische Initiativen beziehungsweise Personen mit dem Frauenpreis ausgezeichnet wurden, wurde auch als politisch relevantes Signal diskutiert. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass Förderungen für queere und feministische Vereine zunehmend unter Rechtfertigungsdruck geraten.
Der gesellschaftliche Backlash gegenüber Vielfalt, Gleichstellung und Solidarität zeigt sich auch in politischen Debatten und parlamentarischen Anfragen, etwa zu Queer- und Pride-Themen sowie zur Sozialhilfe. Der Rechtfertigungsdruck seitens der Opposition wurde als sehr hoch eingeschätzt. Organisationen und Initiativen, die sich für Gleichstellung und gesellschaftliche Vielfalt einsetzen, sehen sich dadurch zunehmend gezwungen, ihre Arbeit und deren gesellschaftliche Bedeutung zu erklären und zu verteidigen.
Auch die öffentliche Debatte über Sozialhilfe wurde in diesem Zusammenhang angesprochen. Statistische Auswertungen zeichnen ein differenzierteres Bild der Bezieher von Sozialhilfe, zu denen unter anderem ältere Menschen, chronisch kranke Menschen, Frauen und Menschen mit Behinderungen zählen. Gesellschaftliche Benachteiligungen können den Zugang zu finanziellen Ressourcen erschweren und dazu führen, dass Menschen auf Unterstützung angewiesen sind.
Vor diesem Hintergrund wurde auch die politische Verantwortung von Kulturinitiativen und zivilgesellschaftlichen Organisationen diskutiert. Wenn gesellschaftliche Solidarität und die Rechte einzelner Gruppen angegriffen werden, stellt sich die Frage, wie sichtbar und solidarisch darauf reagiert werden kann. Dazu wurde die Haltung formuliert: Wenn wir auf die Straße gehen müssen, müssen wir für alle auf die Straße gehen.
Es geht somit nicht nur um die Verteidigung einzelner Förderungen oder Themen, sondern um eine grundsätzliche Haltung zu Vielfalt, Gleichstellung und Solidarität. Kulturpolitik muss sich auch daran messen lassen, ob sie Räume für unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen schützt und deren Teilhabe ermöglicht.
8. „Elevate the invisible“: Kulturbegriff, Sichtbarkeit und politische Haltung
Unter dem Stichwort „Elevate the invisible“ wurde die Frage diskutiert, wie unterschiedliche Formen kultureller Arbeit sichtbarer gemacht werden können. Dabei ging es auch um das Verhältnis von Hochkultur und Volkskultur und darum, wie ein gemeinsamer Kulturbegriff formuliert und politisch abgesichert werden kann.
Kulturpolitik sollte nicht ausschließlich über einzelne Förderprogramme oder Institutionen gedacht werden, sondern auch über die grundsätzliche Frage, wofür sie steht und welche Formen kultureller Arbeit sie anerkennt. Gerade weniger sichtbare Initiativen und kulturelle Aktivitäten abseits etablierter Institutionen leisten einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und verdienen entsprechende Aufmerksamkeit.
Im Gespräch wurde Politik auch als Ausdruck einer Grundhaltung beschrieben. Eine klare Haltung und der offene Umgang mit gesellschaftlichen Fragen können Orientierung und Sicherheit schaffen. Dabei kommt Vertrauen eine besondere Bedeutung zu: Menschen müssen das Gefühl haben, dass ihr Gegenüber verlässlich ist und dass unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen miteinander in Austausch treten können.
Daran knüpft eine zentrale politische Frage an: Wem vertrauen Menschen zu, sie sicher durch Krisen zu begleiten? Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheit sind der Aufbau von Vertrauen und die Stärkung sozialer Beziehungen von besonderer Bedeutung.
Fazit und nächste Schritte
Der Austausch zeigte zahlreiche Schnittstellen zwischen den Ressorts von Marika Lagger-Pöllinger und Gaby Schaunig. Themen wie Baukultur, Regionalentwicklung, Ehrenamt, Demokratie, Gleichstellung und soziale Teilhabe sind eng mit Kulturpolitik verbunden. Die thematische Breite der beiden Ressorts ermöglichte einen spannenden Austausch über die Rahmenbedingungen, unter denen Kulturarbeit stattfindet. Gleichzeitig gilt es, den spezifischen Fokus auf Kunst, Kultur und die freie Szene klar zu halten.
Aus dem Gespräch lassen sich insbesondere folgende nächste Schritte ableiten:
- Interkommunal und regional denken: Bestehende Netzwerke als Anknüpfungspunkte nutzen und neue Kooperationen gegebenenfalls selbst initiieren.
- Sichtbarkeit mit einfachen Mitteln erhöhen: Niederschwellige Maßnahmen wie die zeitlich begrenzte Präsenz von Kulturinitiativen in der E-Mail-Signatur der Kulturabteilung prüfen.
- Kulturstrategie weiterführen: Ein Nachfolgeformat etablieren, um Ziele weiterzuverfolgen und ressortübergreifende Zusammenarbeit zu stärken.
- Bürokratie abbauen: Konkrete Erleichterungen für Kulturinitiativen und Vereine entwickeln.
- Ehrenamt nachhaltig absichern: Verlässliche Rahmenbedingungen schaffen, die freiwilliges Engagement stärken, ohne die Verantwortung für gesellschaftlich wichtige Strukturen vollständig auf Einzelne abzuwälzen.
- Solidarität und Gleichstellung verteidigen: Kulturpolitische Haltung zeigen und sich für Vielfalt, gesellschaftliche Teilhabe und demokratische Räume einsetzen.
Ein zentrales Learning ist damit, Kulturpolitik stärker als regionale und gesellschaftliche Querschnittsaufgabe zu verstehen. Entscheidend ist, neue Verbindungen herzustellen, vorhandene Initiativen sichtbarer zu machen und konkrete Formen der Zusammenarbeit zu entwickeln, die Kulturarbeit langfristig stärken.