Generationsübergaben im Kulturbereich

In der Mai Ausgabe des Kulturradios widmen wir uns dem Thema Generationsübergaben im Kulturbereich.

Kulturradio – die monatliche Sendung der IG Kultur Steiermark

Nachhaltige Kulturarbeit braucht Nachwuchs, um Kulturvereine weiter am Leben zu erhalten und Strukturen sowie Netzwerke zu stärken. In den letzten Jahren beobachten wir, dass sich die Kulturlandschaft stetig um dutzende neue Vereine erweitert, in denen junge Menschen ihre ersten Versuche in der Kulturarbeit unternehmen. Diese ersten Schritte sind von vielen Hindernissen geprägt. Einerseits ist es schwierig, im bestehenden Fördersystem Fuß zu fassen, anderseits fordert jeder Aufbau viel Wissen und Ressourcen, an denen es jungen Menschen in der Regel mangelt.

Dem gegenüber stehen zahlreiche kleine und mittelgroße Kulturorganisationen der steirischen freien Szene, die meist in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts bzw. Anfang 2000 gegründet wurden und weiterhin von den damaligen Gründer:innen geführt werden. Deshalb stellt sich für einen großen Teil kontinuierlich arbeitender Kultureinrichtungen aktuell und in den nächsten Jahren die Nachfolgefrage. Bisher schaffen nur wenige, eine erfolgreiche Übergabe zu planen und durchzuführen. Solche Übergaben sind aus personellen, finanziellen und strukturellen Gründen nicht immer problemlos möglich. 

Wie können diese Prozesse besser gelingen? Wann ist die richtige Zeit, darüber nachzudenken? Und was wird für eine erfolgreiche Übergabe gebraucht ? Darüber und über alles rund um die Übergabe in einem Verein haben wir mit Kolleg:innen, die eine Übergabe hinter sich haben, bzw. sich gerade im Prozess befinden gesprochen. 

Ihr hört Natascha Gasser und Caroline Pucher vom Mezzanin Theater , Lale Rodgarkia-Dara vom Radio Helsinki sowie Heidrun Primas ehemailige Leiterin des Forum Stadtpark und Markus Gönitzer, Teil des neuen Leitungskollektivs im Forum Stadtpark.

Moderiert wurde das Gespräch von unserer Geschäftsführerin Lidija Krienzer Radojevic

Musik von: Berndt Luef Trio, Maja Osojnik, Consal, Mia Zabelka, Rooftop Access, Aiko Aiko, Winterstrand

Downloads
kulturradio_mai_2023.mp3274.66 MB

Ähnliche Artikel

Die kärntner-slowenische Kulturmanagerin und -arbeiterin Alina Zeichen wurde heuer der Maria-Tusch-Frauenpreis verliehen. Mit dem nach einer der wichtigsten Vertreter:innen der Kärntner Arbeiter:innenbewegung benannte Preis würdigt die Stadt Klagenfurt/Celovec Menschen, die sich besonders für Mädchen, Frauen und Geschlechtergerechtigkeit einsetzen. Zeichen, welche den ersten zweisprachigen, queerfeministischen Kulturverein in Kärnten gründete und Co-Präsidentin des UNIKUMs sowie im Vorstand der IG KiKK ist, engagiert sich seit Jahrzehnten für die Gleichberechtigung von FLINTA*s und Minderheiten. MIT NACHLESE auch in LEICHTER SPRACHE
Community Building und Publikumsentwicklung in Kultur - Praxisguide, Anleitung, Inspirationen, Was bedeutet Publikumsentwicklung für einen kleinen Kulturverein? Wie lässt sich Community Building in die eigene Kulturarbeit integrieren? In der Publikation „Make It Happen“ haben wir Erfahrungen aus Kulturinitiativen, konkrete Herausforderungen und in der Praxis erprobte Lösungsansätze zusammengetragen – als Inspiration und Ressource für die eigene Kulturarbeit.
Fair Pay, Entlohnung, Bezahlung, Arbeit in Kunst und Kultur, Kulturarbeit - Gehaltsempfehlungen 2026 Ein zentrales Instrument für die Berechnung von FAIR PAY ist das Gehaltsschema der IG Kultur für Kulturvereine. Es bietet eine Grundlage, um bei Fördereinreichungen Personalkosten für unselbständig Beschäftigte auf einer transparenten Basis zu kalkulieren und den Finanzierungsbedarf aufzuzeigen, der notwendig wäre, um "Fair Pay" in der Kulturarbeit zu ermöglichen. Für 2027 beträgt die empfohlene Erhöhung gegenüber 2026 im Schnitt +2,8%. Alle Details zum Schema sowie Antworten auf die häufigsten Fragen findet ihr hier.