Diversität in der Kulturarbeit | Publikationspräsentation

Mit der Publikation „Diversität in der Kulturarbeit“ widmet sich die IG Kultur Steiermark der zentralen Frage, wie kulturelle Vielfalt nicht nur thematisiert, sondern aktiv in Strukturen, Programmen und Arbeitsprozessen verankert werden kann. Am 30. Januar 2026 wird die Publikation im Rahmen einer Podiumsdiskussion im JUKUS Stadtteilzentrum Lend präsentiert.

Illustration von Lena Geieregger 

 

Die IG Kultur Steiermark versteht diversitätssensible Kulturarbeit als teilhabeorientierte Antidiskriminierungspraxis, die soziale Kategorien wie Alter, Behinderung, Gender, Herkunft, Religion, sexuelle Orientierung und soziale Herkunft in den Blick nimmt und strukturelle Veränderungsprozesse in Gang setzt. 

In den vergangenen Jahren haben wir uns dahingehend im Rahmen unterschiedlicher Formate gemeinsam mit Kulturakteur:innen mit dem Themenfeld der Diversität auseinandergesetzt. Die Ergebnisse dieser partizipativen Prozesse wurden nun in eine Publikation zum Thema diversitätssensible Kulturarbeit überführt und durch Beiträge externer Expert:innen ergänzt. Diese Publikation wird nun Ende Januar präsentiert und durch eine Podiumsdiskussion gerahmt.

 

Wann? Freitag, 30. Januar 2026 um 18 Uhr

Wo? JUKUS Stadtteilzentrum Lend (Mariengasse 41, 8020 Graz. Zugang im Hof)

Keine Anmeldung nötig.

 

Nach einer kurzen Vorstellung der zentralen Inhalte der Publikation, moderiert Bettina Mair von der IG Kultur Steiermark eine offene Diskussionsrunde. Am Podium sprechen:

  • Lina Hölscher ist die Künstlerische Leitung des inklusiven Tanz-, Kultur- und Theaterfestivals InTaKT. Sie setzt sich seit mehr als 10 Jahren für den Mehrwert inklusiver Kunst und Kultur in Graz ein und leitet seit 2023 auch die Theaterakademie von LebensGroß. Die Theaterakademie kooperiert mit der Kunstuni Graz, der Oper, dem Schauspielhaus, der Styriate und mehr.
  • Yue-Shin Lin ist Grafikerin, Illustratorin und Creative Director (ONIMO studios) und gründete 2021 den Kulturverein THE CAKE ESCAPE – eine virtuelle Band, die mit Musik, Murals und Live-Animationen für Diversität, Antirassismus und Feminismus sensibilisiert. Ihre Projekte (u. a. nominiert für den Grazer Frauenpreis) verbinden Popkultur mit politischer Bildung und schaffen niedrigschwellige Zugänge zu komplexen Themen.
  • Gunilla Plank ist Obfrau des feministischen Vereins murauerInnen und setzt sich seit Jahren für empowernde Kulturarbeit am Land ein – mit Fokus auf Sichtbarmachung von Frauen, Vernetzung und struktureller Gleichstellung. Als stellvertretende Vorsitzende des steirischen Kulturkuratoriums und Projektbegleiterin der Iron Women verbindet sie Regionalentwicklung mit kultureller Teilhabe.
  • Ali Özbaş leitet seit über 20 Jahren den Grazer Verein JUKUS, der sich für interkulturellen Austausch, Jugendförderung und soziale Teilhabe einsetzt. Als Kurator von Ausstellungen (z. B. „50 Jahre Gastarbeit in Österreich“) und Initiator von Festivals (u. a. türkisch-kurdisches Filmfestival) verbindet er Migrationsgeschichte mit zeitgenössischer Kulturarbeit.
  • Agnes Zenz ist Schauspielerin und Autorin mit Downsyndrom. Seit 2023 ist Agnes in der Ausbildung für Bühnendarsteller:innen mit Behinderungen von LebensGroß. Sie spielte unter anderem die Polly in der "Beggar's Opera" in der Oper Graz in der Regie von Georg Schütky und die Momo vom Mezzanin Theater. Aktuell ist sie in "Geschichten aus dem Frisiersalon" zu sehen im Schauspielhaus Graz zu sehen.