Das war der Fair Pay Day

Trotz Absichtsbekundungen und erstmaliger Fair-Pay-Zuschüsse arbeiten viele Kulturarbeiter:innen und Künstler:innen weiterhin un(ter)bezahlt. Um die lückenhafte Finanzierung aufzuzeigen startet die IG Kultur eine Plakataktion. Präsentiert wurde diese am Samstag, 26.11.2022, von der IG KiKK im Container 25, der die Idee für das Sujet geliefert hat. Gemeinsam fordern wir den Bund, das Land Kärnten/Koroška und die Gemeinden bzw. Städte zur Übernahme der Verantwortung auf. Es braucht mehr als nur Absichtsbekundungen!

Am Konzertabend mit Lukas Lauermann, Ali Gaggl und Primus Sitter wurden alle Beteiligten auf und hinter der Bühne fair bezahlt. Was in anderen Branchen völlig selbstverständlich ist, ist im Kulturbereich eine gesonderte Veranstaltung wert. Auf diesen außergewöhnlichen Umstand machte der Container 25 daher durch den Titel „Fair Pay Day“ aufmerksam und präsentierte die Plakataktion „FAIR PAY statt UNBEZAHLT":

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Das Fair Pay Day präsentierte Plakatsujet (c) Nina Radeschnig

Hintergrund ist der gesonderte Zuschuss, der heuer erstmals vom BMKOES (Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport) vergeben wurde, um die Bezahlung im Kulturbereich zu verbessern. Dieser deckt jedoch nur einen Bruchteil der tatsächlichen Differenz, um faire Gehälter und Honorare zahlen zu können. Im Fall des Container 25 lässt sich mit diesen Mitteln gerade mal eine (!) Veranstaltung im Jahresprogramm fair bezahlt umsetzen, die restliche Kulturarbeit ist un(ter)bezahlt. Durch die herrschende Förderpraxis klafft weiterhin eine große Lücke in den Budgets von Kulturinitiativen und in den Einkommen derer, die ein vielfältiges und regionales Kulturangebot ermöglichen. Gerade hinsichtlich der Krisenjahre und der enormen Teuerungen fordert die IG KiKK Bund, Länder und Gemeinden bzw. Städte auf, bei Fair Pay an einem Strang zu ziehen, um die Kulturlandschaft nicht brach liegen zu lassen.  Alina Volk und Elena Stoißer am Fair Pay Day im Container 25 (c) Ingo Gönitzer

Vor diesem Hintergrund entstand die Plakataktion „FAIR PAY statt UNBEZAHLT" der IG Kultur, welche am „Fair Pay Day“ von der Landesorganisation IG KiKK präsentiert wurde. „Eine Veranstaltung fair bezahlen, der Rest ist unbezahlte Arbeit?“ fragen die Kulturtätigen in Richtung Fördergeberinnen. „Wir fordern den Bund, das Land Kärnten/Koroška und alle Gemeinden bzw. Städte auf, die Verantwortung für die sozial- und arbeitspolitischen Auswirkungen ihrer Förderpolitik zu übernehmen und eine Verbesserung der sozialen und ökonomischen Lage der Kunst- u. Kulturarbeiter:innen durch geeignete Maßnahmen herbeizuführen.“, so Elena Stoißer, die Büroleiterin der IG KiKK. „Denn nur eine faire Förderpolitik aller Gebietskörperschaften führt zu fairer Bezahlung.“

Den österreichweit ersten FAIR PAY DAY eröffneten Alina Volk (Container 25) und Elena Stoißer (IG KiKK) mit Redebeiträgen zur Förderpraxis für Kulturinitiativen, die sich nicht an der Kostenwahrheit orientiert, und einer Erläuterung der Fair Pay Kampagne. Auch Lukas Lauermann und Ali Gaggl griffen das Thema während des Konzertabends auf und sprachen sich für die Notwendigkeit fairer Bezahlung für Kulturtätige aus und unterstrichen die Bedeutung von Kulturinitiativen für die Region. Wenn auch ihr Aufmerksamkeit auf das Thema Fair Pay lenken möchtet, macht mit bei der Plakataktion!

Die Live Übertragung von Radio Agora 105,5 kann vollständig nachgehört werden.

Einige Ausschnitte und den Bericht von Ana Grilc hört ihr in der Radioepisode zum Fair Pay Day!

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