Covid-Regelungen in Vorarlberg ab 16. April 2022

Die 2. COVID-19-Basismaßnahmenverordnung sieht Lockerungen bei Veranstaltungen und im Kunst- und Kulturbetrieb vor. Wir von der IG Kultur Vorarlberg haben zusammengefasst.

Update dieser Seite: 17. Mai 2022
Es wird fortlaufend aktualisiert

Ab 16. April tritt die 2. COVID-19-Basismaßnahmenverordnung (2. COVID-19-BMV) mit neuerlichen Lockerungen im Kulturbetrieb in Kraft. Hier die Änderungen: 
 

  • Entfall des 3G-Nachweises bei Veranstaltungen
     
  • FFP2-Maskenpflicht entfällt bis auf diese Ausnahmen:
    • Krankenanstalten, Alten- und Pflegeheime und vergleichbare Einrichtungen
    • öffentliche Verkehrsmitteln inkl. Haltestellen und Taxis,
    • Lebensmittelhandel, Drogerien, Hygiene- und Reinigungsdienstleistungen
    • Banken, Post, Trafiken,
    • Verwaltungsbehörden bei Parteienverkehr,
    • Einrichtungen zur Religionsausübung, außer diese werden zwecks einer religiösen Zusammenkunft wie z.B. einer Messe betreten.
      Ansonsten wird das Tragen der FFP2-Maskenpflicht empfohlen!
       
  • COVID-19-Präventionskonzept / COVID-19-Beauftragte*r:  

    • bei Veranstaltungen über 500 Personen,
    • in vulnerablen Settings wie Krankenhäusern.
       
  • Verlängerung des Grünen Passes ab 3. Impfung auf 365 Tage
  • Quarantäne bei Covid-Infektion:
    Beendigung der Isolation für einen leichten Krankheitsverlauf ab dem 5. Tag bei mindestens 48 Stunden Symptomfreiheit. Es gilt jedoch für weitere 5 Tage eine Verkehrsbeschränkung. Für eine vorzeitige Aufhebung dieser kann eine Freitestung über einen negativen PCR-Test oder CT-Wert ≥ 30 erfolgen.
     

Bitte Bundeslandsregelung beachten: bspw. in Wien können davon abweichende Maßnahmen gelten.


Details


Nachweise

Als Nachweis über eine geringe epidemiologische Gefahr im Sinne der 2. COVID-19-Basismaßnahmenverordnung gilt ein:

  1. Nachweis über eine mit einem zentral zugelassenen Impfstoff gegen COVID-19 erfolgte

    a) Zweitimpfung, wobei diese nicht länger als 180 Tage und bei Personen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr nicht länger als 210 Tage zurückliegen darf und zwischen der Erst- und Zweitimpfung mindestens 14 Tage verstrichen sein müssen,

    b) Impfung, sofern mindestens 21 Tage vor der Impfung ein positiver molekularbiologischer Test auf SARS-CoV-2 bzw. vor der Impfung ein Nachweis über neutralisierende Antikörper vorlag, wobei die Impfung nicht länger als 180 Tage zurückliegen darf, oder

    c) weitere Impfung, wobei diese nicht länger als 365 Tage zurückliegen darf und zwischen dieser und einer Impfung im Sinne der lit. a und b mindestens 90 Tage verstrichen sein müssen;

    2. Genesungsnachweis über eine in den letzten 180 Tagen überstandene Infektion mit SARS-CoV-2 oder eine ärztliche Bestätigung über eine in den letzten 180 Tagen überstandene Infektion mit SARS-CoV-2, die molekularbiologisch bestätigt wurde;

    3. Absonderungsbescheid, wenn dieser für eine in den letzten 180 Tagen vor der vorgesehenen Testung nachweislich mit SARS-CoV-2 infizierte Person ausgestellt wurde;

    4. Nachweis einer befugten Stelle über ein negatives Ergebnis eines molekularbiologischen Tests auf SARS-CoV-2, dessen Abnahme nicht mehr als 72 Stunden zurückliegen darf;

    5. Nachweis einer befugten Stelle über ein negatives Ergebnis eines Antigentests auf SARS-CoV-2, dessen Abnahme nicht mehr als 24 Stunden zurückliegen darf;

    6. Nachweis über ein negatives Ergebnis eines SARS-CoV-2-Antigentests zur Eigenanwendung, der in einem behördlichen Datenverarbeitungssystem erfasst wird und dessen Abnahme nicht mehr als 24 Stunden zurückliegen darf.


 

COVID-19-Präventionskonzept & COVID-19-Prävantionsbeauftragte*r

Betreiber*innen von Kultureinrichtungen haben eine*n COVID-19-Beauftragte*n zu bestellen und ein COVID-19-Präventionskonzept auszuarbeiten und umzusetzen.

Bei Zusammenkünften von mehr als 500 Personen hat die/der für eine Zusammenkunft Verantwortliche
eine*n COVID-19-Beauftragte*n zu bestellen und ein COVID-19-Präventionskonzept auszuarbeiten und
umzusetzen. 

Als COVID-19-Beauftragte dürfen nur geeignete Personen bestellt werden. Voraussetzung für eine solche Eignung ist zumindest die Kenntnis des COVID-19-Präventionskonzepts sowie der örtlichen Gegebenheiten und der organisatorischen Abläufe. Der COVID-19-Beauftragte ist Ansprechperson für die Behörden und hat die Umsetzung des COVID-19-Präventionskonzepts zu überwachen.

Das COVID-19-Präventionskonzept ist ein dem Stand der Wissenschaft entsprechendes Konzept zur Minimierung des Infektionsrisikos mit SARS-CoV-2. Das COVID-19-Präventionskonzept hat insbesondere zu enthalten:

  1. spezifische Hygienemaßnahmen;
  2. Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion;
  3. Regelungen betreffend die Nutzung sanitärer Einrichtungen;
  4. gegebenenfalls Regelungen betreffend die Konsumation von Speisen und Getränken;
  5. Regelungen zur Steuerung der Personenströme;
  6. Vorgaben zur Schulung der Mitarbeiter in Bezug auf Hygienemaßnahmen.


 

Zusammenkünfte / Veranstaltungen in Vorarlberg
 

Bei Zusammenkünften von mehr als 500 Personen hat der für eine Zusammenkunft Verantwortliche einen COVID-19-Beauftragten zu bestellen und ein COVID-19-Präventionskonzept auszuarbeiten und umzusetzen. Die Bezirksverwaltungsbehörde hat die Einhaltung der COVID-19-Präventionskonzepte stichprobenartig zu überprüfen. Das COVID-19-Präventionskonzept ist zu diesem Zweck während der Dauer der Zusammenkunft bereitzuhalten und auf Verlangen der Bezirksverwaltungsbehörde vorzulegen.

Dies gilt nicht für:

  1. Begräbnisse;
  2. Versammlungen nach dem Versammlungsgesetz 1953, BGBl. Nr. 98/1953;
  3. Zusammenkünfte zu beruflichen Zwecken, wenn diese zur Aufrechterhaltung der beruflichen Tätigkeit erforderlich sind;
  4. Zusammenkünfte von Organen politischer Parteien;
  5. Zusammenkünfte von Organen juristischer Personen;
  6. Zusammenkünfte nach dem Arbeitsverfassungsgesetz – ArbVG, BGBl. Nr. 22/1974;
  7. das Befahren von Theatern, Konzertsälen und -arenen, Kinos, Varietees und Kabaretts, wenn dies mit mehrspurigen Kraftfahrzeugen erfolgt;
  8. Zusammenkünfte im privaten Wohnbereich.


 

Einreisebestimmungen Österreich

Gesammelte Informationen zu den Einreisebestimmungen nach Österreich finden sich hier

Gemäß COVID-19-Einreiseverordnung 2022, die mit 16. Mai in Kraft getreten ist, erfüllt aktuell kein Staat oder Gebiet die Voraussetzungen für die Einstufung als Staat oder Gebiet mit sehr hohem epidemiologischem Risiko. Demnach gelten aktuell keinerlei Einschränkungen für die Einreise in das Bundesgebiet.

 

Rechtsgrundlagen & weiterführende Quellen

 

Bei Fragen bitten wir um ein Email an @email.at.

 

Artikelfoto: © Stefan Hauer, "Giant Rooks", Spielboden Dornbirn