Kreatives Europa?

Die Europäische Kommission erarbeitete 2011 einen Vorschlag für eine Verordnung zum neuen Rahmen­programm für den Kultur-und Kreativsektor innerhalb des Finanzrahmens 2014–2020. Dabei sollen die bisherigen Programme „Kultur“ (2007–2013), MEDIA für den audiovisuellen Sektor (2007–2013) und MEDIA Mundus für die Zusammenarbeit mit Fachkräften aus Drittländern im audiovisuellen Bereich (2011–2013) in einem gemeinsamen Rahmen zusammengefasst und eine neue Fazilität für Finanzierungsmöglichkeiten (Garantiefonds) geschaffen werden.

Die Europäische Kommission erarbeitete 2011 einen Vorschlag für eine Verordnung zum neuen Rahmen­programm für den Kultur-und Kreativsektor innerhalb des Finanzrahmens 2014–2020. Dabei sollen die bisherigen Programme „Kultur“ (2007–2013), MEDIA für den audiovisuellen Sektor (2007–2013) und MEDIA Mundus für die Zusammenarbeit mit Fachkräften aus Drittländern im audiovisuellen Bereich (2011–2013) in einem gemeinsamen Rahmen zusammengefasst und eine neue Fazilität für Finanzierungsmöglichkeiten (Garantiefonds) geschaffen werden.

Die Studie gibt einen Überblick über zentrale Änderungen der Kulturförderung ab 2014, bespricht die Positionen des Europäischen Rats und des Europäischen Parlaments zum Vorschlag der Europäischen Kommission und stellt die Kritik seitens der Zivilgesellschaft und Öffentlichkeit dar. Hierfür werden öffentliche Stellung­nahmen und Zeitungskommentare inhalts- und diskursanalytisch untersucht. Einzelne zivilgesellschaftliche Stimmen wurden durch semistrukturierte Interviews erhoben.

Zentrale Kritikpunkte des Programms seitens der Öffentlichkeit, der Zivilgesellschaft und des Euro­päischen Parlaments sind unter anderem der ökonomische Duktus des Programms mit der Betonung auf Wettbewerb, Beschäftigung und strategische Publikumsentwicklung. Zudem wird der Kulturbegriff im neuen Programm kritisiert, da dieser Kultur lediglich als Ware und Dienstleistung beschreibe und der nichtkommerzielle Nutzen von Kultur nicht zum Ausdruck komme.

Download: http://www.ifa.de/fileadmin/pdf/edition/kreatives-europa_bruell.pdf

Ähnliche Artikel

Ein breites europäisches Bündnis fordert mehr Mittel für AgoraEU im EU-Mehrjahresbudget 2028–2034. Kultur, unabhängige Medien und zivilgesellschaftliche Strukturen sind zentrale Pfeiler demokratischer Resilienz in Europa. Die bisher vorgeschlagene Ausstattung reicht dafür nicht aus. Jetzt den offenen Brief unterzeichnen.
Beim kulturpolitischen Jour Fixe stellen Eva Mion (Kulturabteilung des Landes Kärnten) und Heidi Burger (Kärnten Werbung) die neue digitale Plattform vor: Welche Vorteile bietet sie? Und was bedeutet das Ende der bisherigen Veranstaltungsdatenbank des Landes?
In Kooperation mit dem Referat Kunst, kulturelles Erbe und Volkskultur halten wir am Dienstag, 10. März, 13-15 Uhr online ein Webinar ab, bei dem wir alle Details zur neuen Kultur- und Kunstförderungsrichtlinie besprechen werden.