Nationalismus

Fußball, Populärkultur und Gesellschaft

Fußball ist nicht nur Sport, er ist längst Populärkultur geworden. Lenkt er im Sinne eines "Brot und Spiele" von den wichtigen Themen ab? Perpetuiert er Rassismen durch seine nationalen Spektakel oder hat er integrative Effenkte? Ist er ein Spiegel der Gesellschaft oder gibt er sogar Impulse für gesellschaftliche Entwicklungen?

Aus gegebenem Anlass: Gegen das Verwaschen und Verschwimmen von Täter- und Opferperspektive

Eine Gesellschaft, die sich am Ulrichsberg versammelt, um der Kriegsveteranen und Heimkehrer zu gedenken, eine Gesellschaft, die mit ihren Ritualen zum Ausdruck bringt, dass sie in erster Linie der Führertreue und Pflichterfüllung von Wehrmachtssoldaten gedenkt - und nicht der Opfer dieser "Pflichterfüllung" -, so eine Gesellschaft hat eine Entscheidung gefällt: die Entscheidung, nicht den Widerstand und die Freiheit, sondern die Anpassung und die Unfreiheit zum Erinnerungswert zu machen.

Mit ohne Land. Nationale Politik und neuer Internationalismus

Als Option bleibt, nicht den Patriotismus, sondern den Internationalismus emotional zu besetzen. Das ist keineswegs so absurd, wie es vielleicht auf den ersten Blick erscheint.

"Turn identity inside out!"

Ich bin nicht dagegen, dass jemand sagt: "Ich bin Österreicher." Aber du kannst nicht Österreicher auf ewige Zeit sein. Du kannst nicht sagen, dass du nicht irgendwelche andere Zugehörigkeiten hast. Du kannst nicht sagen: "Erzählt mir nichts von den Unterschiedlichkeiten der Klassen und der Regionen, weil meine Nationalität alles andere überlagert.