sozialpolitik

Müssen KünstlerInnen Hasen mästen, um gleiche Arbeitslosenrechte wie LandwirtInnen zu erhalten?

Nationalrat beschließt heute und morgen künstlerInnenrelevante Gesetze. Zwei Novellen, die direkt oder indirekt auf die soziale Lage der Kunst-, Kultur- und Medienschaffenden verweisen, werden heute und morgen dem Nationalrat zur Beschlussfassung vorgelegt: Das KünstlerInnen-Sozialversicherungsfondsgesetz (KSVFG) wird zum wiederholten Mal nachgebesserte und der Zuschuss zu Sozialversicherungsbeiträgen nun 13 Jahre nach dessen Einführung endlich für eine größere Anzahl von KünstlerInnen zugänglich. Die AlVG-Novelle wiederum bringt eine kleine Verbesserung

Kulturpolitik für Menschen, nicht Institutionen!

Wenn wir uns den aktuellen und akuten Anforderungen einer zeitgenössischen Kulturpolitik stellen wollen, dann kann es beim besten Willen nicht hilfreich sein, die Forderung nach Konzepten für die Kulturpolitik einer Forderung nach Planwirtschaft gleichzusetzen. Kulturpolitik ist mehr als den Status Quo erhalten oder der vereinfachten Forderung nach mehr Geld nachzugeben, sie ist natürlich auch mehr als völlig das Ruder übernehmen zu wollen oder den großen Kulturtankern

Soziale Lage? Oder Wallfahren für Linke.

Sozialpolitik in der Kultur? Mangels aktiver Kulturpolitik ist das Soziale für Kreative derzeit hoch im Kurs – sogar in Sonntagsreden. Upps, gibt es ja nicht, Frau Ministerin. Wenn es nach den Presseaussendungen geht, ist aber auch alles in Butter: Vernünftige Sozialversicherung für KünstlerInnen. Erledigt. Allgemeine Beratung: Done. Verbesserung der Bezugsmöglichkeiten von Arbeitslosengeld: Wird ja wohl schon ausbezahlt, wenn nur EineR fragt. Wie es der interimistische Sprecher Ihrer Partei für alles mögliche vor kurzem formulierte: „Österreich ist für die Linke, aber auch für interessierte Bürgerliche bald ein Wallfahrtsort.“

O-Ton Mitschnitt: Kunst und Kultur ohne Barrieren?!

Jeder hat ein Recht auf Kunst und Kultur. Menschen mit Lernschwierigkeiten und Behinderung benötigen dabei oft andere Impulse und Hilfsmittel als die herkömmlichen, um an Kunst und Kultur herangeführt zu werden. Wie gehen Kulturinstitutionen mit diesem Wissen und dieser Situation um? Wie definieren soziale Einrichtungen ihre Bedürfnisse und die ihrer KlientInnen und wie wird darauf aufmerksam gemacht? Wie und wo funktioniert eine Annäherung? Wie reagiert die Gesellschaft? Wie die Medien?

KSVF - Schluß mit den Rückzahlungsforderungen!

In einem Pressegespräch bekräftigte der Kulturrat Österreich am Donnerstag, 30. März 2006, seine Kritik an den Rechtsgrundlagen und der Praxis des Künstlersozialversicherungsfonds (KSVF). Der Hintergrund: 600 Künstlerinnen und Künstler müssen ihre Zuschüsse zur Pensionsversicherung zurück zahlen, weil sie im Jahr 2001 die vorgeschriebene Mindesteinkommensgrenze von 3554,57 Euro nicht erreicht haben. "Eine soziale Falle", betonten Daniela Koweindl (IG Bildende Kunst) und Sabine Kock (IG Freie Theaterarbeit) für