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Tibor Navracsics, EU-Kommissar

Kritik als Kaffeeklatsch: Tibor Navracsics und die gezähmte Kultur

Der Auftritt von Tibor Navracsics war wohl der kontroverseste Punkt im Programm der Konferenz „Beyond the Obvious“ von Culture Action Europe (CAE). Allerdings nur in der Kaffeepause. Und das obwohl in vielen Panels über Nationalismen, Trump und den Breixit, den Aufstieg des Rechtspopulismus und mögliche Gegenmaßnahmen diskutiert und ein Europa ohne Grenzen sogar im Programmheft gepriesen wurde. Denn die Organisation bevorzugte es, den Kommissar lieber nicht

Bringt die Kreativwirtschaft Afrika zum Blühen?

Wie wird der Diskurs um die Kultur- und Kreativwirtschaft in afrikanischen Staaten angenommen? Welche Chancen sehen lokale AkteurInnen im Konzept "Kreatives Afrika", welche Projekte gelten als Vorbilder, welche Fehler sollten vermieden werden, wo verläuft die Grenze zwischen einem globalisierten Ausverkauf und dem Erhalt kultureller Vielfalt und schlussendlich: Welche Rahmenbedingungen braucht es, dass die Wertschöpfung durch kreative Leistung in Afrika bleibt und nicht von multinationalen Konzernen abgeschöpft

Creative Europe? Die Vermarktung der Kultur?

2014 beginnt die Laufzeit des neuen Kulturprogramms der Europäischen Union „Creative Europe“, das bis 2020 in Kraft sein wird. Dabei kommt es zu wesentlichen Neuerungen: Einerseits werden die Programme „KULTUR“ und „MEDIA/MEDIA Mundus“ zusammengelegt und ein neuer Garantiefonds für kulturelle Großprojekte wie Film in Kooperation mit dem Bankensektor eingerichtet, andererseits ändern sich die inhaltlichen Ziele signifikant: Stand bisher die europäische Integration im Vordergrund, so geht es

Update zur EU-Kulturpolitik

Zwischen dem 28. und dem 30. September 2009 wurden im Flagey in Brüssel zum zweiten Mal die Culture in Motion – Konferenz und das Kulturforum abgehalten. Culture in Motion Auf der Culture in Motion – Konferenz ließ die Europäische Kommission Projekte präsentieren, die im Rahmen des Kulturförderprogramms durchgeführt wurden. ProjektträgerInnen, Cultural Contact Points, Ministerien und anderen Beteiligte wurde dabei die Möglichkeit geboten, Erfahrungen auszutauschen und zu

Eine Kulturagenda für Europa - Konferenzbericht

Die Umsetzung der Europäischen Kulturagenda braucht weitere Schritte und die Vernetzungskonferenz am 10. Dezember 2008 brachte wichtige Aspekte und Fragen auf das Tapet. Organisiert wurde die Konferenz vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur und dem Cultural Contact Point in Zusammenarbeit mit der IG Kultur Österreich. Zu Beginn der Konferenz leitete Mag. Aleksandra Widhofner vom BM:UKK mit einer Einführung zur Kulturagenda, dem Arbeitsplan 2008-2010 und der

Ein Jahrhundert der Kreativität? Des Kanzlers gefährliche Drohung

In der allerletzten Ausgabe der ORF-Sendung Treffpunkt Kultur verkündete Alfred Gusenbauer vollmundig, das 21. Jahrhundert sei das Jahrhundert der Kreativität. Es steht zu vermuten, dass er damit Recht behält, allerdings in einem weit unangenehmeren Sinn, als seine Begeisterung für die Kreativität es erahnen lässt.

Im mythischen Lala-Land der Creative Industries

Die außerordentlich gut besuchte Diskussionsveranstaltung der IG Kultur anlässlich der Kulturrisse Ausgabe „Kulturindustrie(n)“ brachte dem interessierten Publikum Grundzüge und Grundfragen zum Thema näher: Elisabeth Mayerhofer machte in ihrem Eingangsstatement klar, dass zwar vieles an Potenzial im Sinne von Wirtschaftswachstum und Beschäftigungszahlen diesem Sektor zugeschrieben wird, es jedoch nach wie vor fragwürdige Zahlen gibt, die diese Annahme auch bestätigen würden. Ist es doch so, dass es weder

Schöne neue Kulturindustrie

Jede bessere Fachhochschule leistet sich einen Studiengang „Kulturmanagement“ und auch unser Schwerpunkt „Kulturindustrie“ an der Frankfurter Universität wird gerne studiert, wenn man in die PR und Werbung möchte, oder im Journalismus und an Betriebszeitungen zur Pflege der corporate identity und natürlich in der Politikberatung und in der politischen Propaganda arbeiten möchte.

VorRisse

Der Bereich des künstlerischen Schaffens wurde bis ins 20. Jahrhundert hinein gleich jenem der Wissenschaft als ein Reich der Freiheit vorgestellt, welches von den Zwängen des Marktes konsequent zu entkoppeln sei.

Alles im Rahmen

Gerhard Ruiss Seit Jahren verbessern Kunst- und Kulturverantwortliche die Rahmenbedingungen für Kunst und Kultur. Demnach müßten sie sich eigentlich schon verbessert zeigen. Zum Beispiel, indem der für die Kunst- und Kulturvermittlung an Schulen eingerichtete Österreichische Kultur-Service keine gesponserten Jugendkochwettbewerbe als exemplarisch für seine Tätigkeit anführt, sondern Veranstaltungen mit Künstlern. Wo Rahmenbedingungen verbessert werden, kann auch die "Kreativwirtschaft" bzw. der Erfindungsreichtum der Wirtschaft, ständig neue Zugänge zu