Alternativen zum Verlust der Kulturpolitik — IG Kultur

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05.11.2013

Alternativen zum Verlust der Kulturpolitik

Luzider Traum oder nachhaltige Intervention?
Vorwort von Gabriele Gerbasits:

Die IG Kultur Österreich ist vom Sommer 2011 bis zum Sommer 2012 der kulturpolitischen Agonie mit der vorliegende Artikelserie „Alternativen zum Verlust der Kulturpolitik" entgegengetreten. 19 AutorInnen haben in 26 Artikeln Themen für eine gestaltende Kulturpolitik umrissen. Die damals amtierende Ministerin Schmied hat den Ball leider nicht aufgenommen. Aber Elisabeth Mayerhofer hat in ihrem Beitrag „Umverteilung ist eine Alternative“ mit folgenden Worten hoffnungsvoll in die Zukunft geblickt: „Es liegt damit eine Sammlung an Handlungsfeldern vor, die als Grundlage für eine kulturpolitische Weichenstellung in Richtung Zukunft genützt werden könnte.“

Die bisherige Wirkungslosigkeit führe ich auf einen Grundkonflikt zwischen PolitikerInnen und KulturarbeiterInnen zurück. Während PolitikerInnen noch immer fragen: „Was habe ich, was hat die Partei davon?“, reden wir von Verantwortung für die Gesellschaft. Solange die Kulturpolitik ihr Arbeitsfeld unter dem proporzgesteuertem Gesichtspunkt der Zweckdienlichkeit definiert, wird nur dort investiert, wo die Parteien auch Zugriff auf gutdotierte (Versorgungs-)Posten  haben. Das dies dann auch die Kultureinrichtungen sind, die ihnen größtmögliche Repräsentationsflächen bieten, versteht sich von selbst.

Dass Kulturpolitik anders aussehen kann, zeigt diese Artikelserie, die ihren Bogen von Freiwilligenarbeit über die Partizipationsmöglichkeiten von MigrantInnen bis zur Transparenz in der Kulturverwaltung spannt. Themen, die KulturarbeiterInnen schon lange beschäftigen und die endlich vom Konjunktiv zum Indikativ übergeleitet werden müssen.

AUDIOVERSIONEN

Die Audioversionen der einzelnen Beiträge sind hier zu finden.

ALTERNATIVEN ZUM VERLUST DER KULTURPOLITIK:

Teil 26: Umverteilung ist eine Alternative. Von Elisabeth Mayerhofer
Teil 25:
Die engen Grenzen der Kunst. Von Elisabeth Mayerhofer

Teil 24:
Internationale Kulturpolitik zwischen Dialog, Selbstrepräsentation und Ausgrenzung. Von Franz Schmidjell
Teil 23:
Kulturpolitik machen – für eine Verteilungsdebatte, jetzt! Von Juliane Alton
Teil 22: Umverteilung jetzt! Von Elisabeth Mayerhofer
Teil 21: Die Wissensgesellschaft und ihre freien Idioten. Von Andrea Roedig
Teil 20: Kunst irrt. Von Juliane Alton

Teil 19: Gipsy Dreams. Von Gilda-Nancy Horvath
Teil 18: Intervention zur Wienwoche. Von Ülkü Akbaba und Andreas Görg
Teil 17:
Kulturpolitik für Menschen, nicht für Institutionen! Von Marty Huber
Teil 16:
Mobilität statt Barrieren!. Von Petja Dimitrova
Teil 15:
Alternativen zum Verlust der Kulturpolitik: Ein Zwischenresümee. Von Gabi Gerbasits

Teil 14:
Von Schönheitsfehlern und Mißtönen abgesehen. Von Gerhard Ruiss
Teil 13:
Lasst alle Hoffnung fahren. Von Otto Tremetzberger

Teil 12:
Soziale Lage? Oder Wallfahren für Linke. Clemens Christl
Teil 11:
Ein Lüfterl oder ein Brain-Storm? Gottfried Wagner
Teil 10:
Panic on the Streets of London. Michaela Moser

Teil 9:
Gefällige Demokratur oder demokratische Kultur? Stefan Haslinger

Teil 8:
Räume der kulturellen Tat. Marty Huber
Teil 7: Transparenz in der Kulturverwaltung - a never ending story. Juliane Alton
Teil 6: Musiktheater als bürgerlicher Selbstbedienungsladen? Juliane Alton
Teil 5: Zwei ökonomische Argumente, warum man sich bei der Kultur nichts erspart und ein Plan B. Paul Stepan

Teil 4: Eine Kulturpolitik für Alle und von Allen. Ljubomir Bratić
Teil 3:
Abschminken ist angesagt! Michael Wimmer
Teil 2: Keine Angst vor den freien Szenen? Elisabeth Mayerhofer
Teil 1: Fehlt da jemand? Stefan Haslinger
Teil 0: Geht's noch? Marty Huber

Kulturlabor Stromboli
IG KULTUR Österreich
Gumpendorfer Straße 63b
A-1060 Wien