Raus aus der Kommastelle! Forum österreichischer Filmfestivals
Österreich gab im vergangenen Jahr € 438,7 Millionen* für Kunst und Kultur aus. Alle Filmfestivals zusammen erhielten den Betrag hinter dem Komma. Das Forum österreichischer Filmfestivals hält diese Situation für unzumutbar. Die österreichischen Filmfestivals laden deshalb zur
PRÄSENTATION:
Dienstag, 30. Oktober 2012, 20.30 Uhr
Viennale Festivalzentrum
Dominikanerbastei 11, 1010 Wien
Impulsstatement:
Lars Henrik Gass, Internationale Kurzfilmtage Oberhausen
Podium:
Doris Bauer, espressofilm
Daniel Ebner, VIS
Sebastian Höglinger, YOUKI
Hans Hurch, Viennale
Barbara Pichler, Diagonale
Party
ab 22 Uhr, DJs Urbs und chez del
WARUM EIN FORUM ÖSTERREICHISCHER FILMFESTIVALS:
Österreich ist ein „erfolgreiches Filmland“ (Claudia Schmied, Mai 2012). Weltweit werden die heimischen Produktionen ausgezeichnet und gefeiert – und das im Wesentlichen auf Filmfestivals. Dennoch ist Österreich kein Filmfestivalland. Denn die Filmfestivals hierzulande sind kaum ausreichend finanziert, die Arbeitsbedingungen sind zumeist prekär, Gegenleistungen für Filmschaffende oder Verleihfirmen kaum möglich. Und das, obwohl Filmfestivals überall für volle Kinos sorgen, weltweit vernetzt sind und mit dem Wandel in der Verwertungskette und im Publikumsverhalten zu den wichtigsten Vermittlern von österreichischen und internationalen Filmen geworden sind.
MEHR ALS 230.000 BESUCHERINNEN FÜR RUND 1.800 FILME IM JAHR
Mit dem Forum österreichischer Filmfestivals (FÖFF) haben sich 18 unabhängige Filmfestivals aus Wien und den Bundesländern zusammengeschlossen. An 161 Tagen im Jahr zeigen diese Festivals rund 1.800 Filme, die größtenteils sonst nicht in Österreich zu sehen wären. Mehr als 230.000 BesucherInnen nehmen dieses filmkulturelle Angebot jährlich wahr, rund 800 internationale Gäste ermöglichen eine unmittelbare, lebendige und anspruchsvolle Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Formen des Kinos.
RAUS AUS DER KOMMASTELLE!
Dennoch gibt es nur sehr geringes öffentliches Bewusstsein für diese Arbeit. Im jährlichen Filmwirtschaftsbericht des Österreichischen Filminstituts (ÖFI) finden die österreichischen Festivals keine Erwähnung. Die Fördereinreichungen werden über die Formulare für Filmproduktionen abgewickelt, die Subventionen als „Sonstige Verbreitungsmaßnahmen“ als Unterpunkt der bereits geringgeschätzten Verwertungsförderungen verbucht. Und das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur hat im Jahr 2011 laut dessen Jahresberichten von insgesamt 438,7 Millionen Euro gerade einmal 770.000 Euro für Filmfestivals ausgegeben. Es ist höchste Zeit, dass sich hier etwas ändert!
Mehr Infos: http://www.film-festivals.at

