solidarität

Ehrenamt zwischen Ausbeutung und Emanzipation

Der ständige Verweis auf die Unbezahlbarkeit der Arbeit suggeriert, dass Arbeit schon deshalb wertvoller und humaner ist, weil sie nicht bezahlt wird und (scheinbar) nicht bezahlt werden kann. Verschwiegen wird, dass in Zeiten von hoher Erwerbslosigkeit, von Sozialabbau und Einsatz des Rotstiftes vor allem im Sozial- und Gesundheitsbereich Alternativen zur „Freiwilligen“ unbezahlten Arbeit für viele „freiwillige“ ArbeiterInnen gar nicht zur Verfügung stehen.

Links sein im Alltag

Linke Menschen – nach meinen Erfahrungen egal welchen Geschlechts und Alters oder welcher Nationalität – zeichnen sich leider überwiegend dadurch aus, dass sie ihre politische Einstellung als Privatsache, als Hobby betrachten, zumindest wenn sie sie nicht beruflich vermarkten konnten.

Schöne neue (rauchfreie) Welt – Glossen zur Biopolitik

Am Beispiel des Rauchens lässt sich gut zeigen, wie das wohlfahrtsstaatliche System, das in Bezug auf die Krankenversicherung die Beiträge am Einkommen orientiert hat, langsam abgelöst wird durch das Modell einer „versicherungsmathematischen Gerechtigkeit“ (Schmidt-Semisch), die Gerechtigkeit an den Risiken ausrichtet. Hier findet eine Umcodierung von Begriffen wie Gerechtigkeit und Solidarität statt.