multikulturalismus

Kultur Neudenken. Nur wer Teil sein kann, kann auch teilhaben

Grenzen sind in den Köpfen so fest verankert und mit Tabus belegt, dass die Entscheidungsträger_innen im Kulturbetrieb gar nicht dazu kommen, ihre Entscheidungen zu reflektieren. Das fehlende Vertrauen bezüglich der Kompetenz von Kulturschaffenden mit Migrationshintergrund wird zur self-fulfilling prophecy.

Ventil SOHO

„SOHO IN OTTAKRING stellt heute den Versuch dar, künstlerischen, sozialen, stadtplanerischen und wirtschaftlichen Themen und Zielsetzungen eine gemeinsame Plattform zu geben. Das sich überschneidende nachhaltige Anliegen dieser Kooperationen ist die Initiierung eines Stadtteilimpulses und damit eine behutsame Aufwertung der Lebensverhältnisse im Viertel.“

Rassifizierte kreative Arbeit im kognitiven Kapitalismus

Seit der Neueröffnung des Kunst- und Kulturzentrums Ballhaus Naunynstraße 2008 hat sich in der Kulturlandschaft Berlins vieles geändert. Das neue Programm des Ballhauses spiegelt nicht nur den Zeitgeist des heutigen kosmopolitischen Berlins wider, sondern revidiert und erzählt das kulturelle Erbe der Migration neu, das die Arbeitsmigration ihrer Elterngeneration, die so genannten „GastarbeiterInnen“, vor fast einem halben Jahrhundert nach Deutschland gebracht hat.

Nachtisch statt Hauptspeise. Gedanken über Interkulturalität angesichts des geplanten EU-Jahres 2008

Multikulturalität hat weder als Begriff oder Konzept noch als politisches Selbstverständnis, in Österreich je die Chance bekommen, eine Gegenwart zu haben.

Denn PolizeibeamtInnen und MigrantInnen sind auch Menschen... Über Multikulturalismus und Staatsgewalt.

„Die meisten PolizistInnen geben in den Fragebögen zur Vorbereitung auf unseren Lehrgang an, kaum oder nie privaten Kontakt mit ZuwanderInnen zu haben. Kaum ein/e MigrantIn oder ein Flüchtling hat zuvor entspannte, persönliche Begegnungen mit VertreterInnen der Exekutive gehabt.“

Kulturelle Übersetzung.

„Alle fünf Jahre findet in Kassel eine der wichtigsten Ausstellungen moderner und zeitgenössischer Kunst statt. Wie heißt sie?“ Menschen, die an Kultur und Kunst interessiert sind, meist Mitglieder des so genannten BildungsbürgerInnentums können diese Frage sicherlich leicht beantworten. Aber diese Frage ist nicht an sie gerichtet. Tatsächlich handelt es sich um die 85ste Frage eines Tests, den EinwanderInnen ablegen müssen, wenn sie in Hessen die deutsche StaatsbürgerInnenschaft erlangen wollen.